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>>Verhandlungsspiel(t)räume – Bodychecks am Arbeitsplatz<< (327. Gedankenexport)

Gedankenexport am Do, 09.11.2017 - 12:30

~|Pro und Contra zur ÖVFP-Verhaberung

Von einem Leser die Reaktion auf meine letzte Aussendung, zur neuen, amikalen Regierungsformation.

>> Meine Gedanken zur Wahl folgen in Kürze auf meinem Blog. Ein paar Stichworte aber gleich:

-)Schwarz und Blau haben mit dem Migrations-Thema den Nerv der Bevölkerung getroffen. Kurz und Strache haben zudem "messianische Erlösungshoffnungen" bei vielen Wählern geweckt.

-)Durch sehr geschickte Inszenierungen der 3 großen Parteien rund um zukünftige Koalitionsvarianten bzw. deren Verhinderung haben sie alle anderen Listen an den Rand gedrängt.

-)Schwarz-Blau kommt wohl trotzdem und die Grünen sind aus dem Nationalrat geflogen.

Ich bin weder ein Freund von Schwarz-Blau, auch nicht von den anderen Varianten (Schwarz-Rot, Rot-Blau). Dennoch finde ich, die neue Regierung hat sich eine Chance verdient. Ich sehe Chancen und Risken:

-)Vor allem in der Wirtschafts- und Steuerpolitik mehr Risken, nicht zuletzt wegen des kategorisches Ablehnens von Vermögenssteuern. Allerdings habe ich von SPÖ, Grünen oder KPÖ auch noch nie ein realistisches Konzept zu Vermögenssteuern gesehen, nur Forderungen und Stehsätze.

-)Eine der Sozialpolitik halten sich für mich bei Schwzar-Blau Chancen und Risken die Waage.

-)Mehr direkte Demokratie ist immer gut - wenn sie denn kommt.

-)Und wegen dem mir so wichtigen Thema „digitale Grundrechte“ wird sich das wahre Gesicht der FPÖ zeigen.

Die SPÖ hat jedenfalls schon sehr klar angedeutet, dass sie nach der Wahl

dem „Bundestrojaner und Co“ zustimmen würde. Ich habe sogar gewisse Hoffnungen in die FPÖ, immerhin hat sie sich in der Opposition klar gegen Staatstrojaner und Co positioniert. Schauen wir, ob das auch in der Regierung gilt. Herzliche Grüße <<

Anm. RJS: Deine Worte in Gottes oder in Athenas Ohren. Ich traue diesem Gespann nicht. Mit ihrer bisweilen ziemlich realen Chance aufs Regieren können sie Bewährtes langfristig ruinieren. Hatten wir schon mal mit „der „Bundesschüssel“. Zum Beispiel, anstatt vollherzig die "proporzionalen" Vorstandsetagen der Kammern zu minimieren, will man sie mit dem Trick der Freiwilligkeit oder Aushungerns durch Beitragskürzungen abschaffen. Wer zahlt schon freiwillig? Die, die „es hätten“, am wenigsten! Andererseits, wenn sie wirklich zu ambitioniert auch in Bewährtem herumrühren... es kommen ja wieder Wahlen... dann könnten beide sich für den Sturzflug wappnen. Tja, beide müssen jetzt Regierungskompetenz beweisen und wie versprochen reformieren ohne gröberen Schaden anzurichten.    

Die Migranten sind nicht unser gesellschaftliches Problem, denn das eigentliche ist das, welches dahinter lauert und mörderische Spielchen treibt, nämlich die wirtschaftlich profitable Kriegsindustrie. Ah ja, Kurz will wie Merkel eine Richtlinienkompetenz um den Ministerrat bei Bedarf steuern zu können, obwohl das so einfach nicht ist, außer wie bisher, einen unliebsamen Minister mittels Antrag beim BP absetzen zu können, heißt, ihm mit der Ankündigung seines Vorhabens präventiv zum Rücktritt bewegen...  

Ich bin ein Freund ehrlich betriebenen Sozialismus und Demokratismus. Diese Neo-Fuzzis haben nur sich selbst in eitler Wonne im Sinn. Der Staat ist kein virtuelles „Software-Spiel“. Parteiensysteme tendieren, wie ich schon schrieb, über kurz oder lang zum Auslaufmodell. Doch diese Polit-Heinis, die „Parlament-Yuppis“, sind nicht die geeigneten Player für solch eine heikle  Übergangsphase dazu. Einsparungen wird es todsicher im Sozial- und Gesundheitsbereich geben. Die Riege der Landeskaiser lässt sich auch nicht leicht in die Suppe spucken, auch aus den eigenen Reihen nicht. Der zu wählende Niederösterreichlandtag im Jänner wird so gesehen spannend. Mal schauen, herzlich Raoul, in der Opposition...
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~|Nationalismus gegen zentrale Gewalt

Aus gegebenen Anlässen ins Land der Tierquälerei geschaut, Ole! Ein hoch geschätzter, profunder Leser und auch Kritiker meiner Aussendungen graduierte mich zum „politischen Tantalos“ (Tantalus). Eine Ehre oder Lehre?

Was läuft ab in Spanien für den „Otto Normalzuschauer“ und begeisterten „Österreich“- und „Heute“-Leser. „Klar, die blöden Katalanen, was glauben’s denn? Richtig, der König muss hart durchgreifen. Endlich wieder ein echter Monarch! Hat eh lang Geduld g’habt. Paar in die Goschen schadet da nicht. Raus die Stöcke und heftig „druff“ auf die Randalierer! Wir wollen keine Subversiven Elemente, nieder mit den Aufwieglern in unserer EU!“ Nur kurz hat man sich bezüglich des energischen Polizeieinsatzes eu-seitig aufgeregt, aber dann formierte man sich schnell wieder gegen die „Separatisten“, die Autonomen, pfeif’ auf die Menschenrechte, Hauptsache Ruhe wird schleunigst hergestellt. Ein Vorgeschmack auf zukünftiges Vorgehen einer konzentrierten EU-Exekutive? Wie auch immer die Tatsachen und Fakten dahinter sind, nichts, nämlich gar nichts rechtfertigt Gewalt! 

7 Millionen Katalanen, davon knapp 5,5 Mille wahlberechtigt, davon bisserl mehr als die Hälfte gewählt, davon fast alle „PRO Unabhängigkeit“. Die aktuellen Demos umfassten nicht mehr als 1 Million „PRO Spanien“. Eigentlich stellt sich ein scheinbarer Nationalismus gegen die bereits wörtlich erlebte Königsgewalt. Was da sich wirklich tut, wer welche echten Interessen beiderseitig verfolgt, ist noch im Verborgenen. Auch die Basken nebenan beginnen wieder ein weinig zu rebellieren. Das strengkatholische Spanien beherbergt schon seit Ewigkeiten zwei subversive Glutnester, zwei neuralgische Zonen im Nordosten an den südlichen Ausläufern der Pyrenäen. Zu jener Zeit hat sich auch niemand um diese beiden Bevölkerungsschichten geschert und sie wurden willkürlich den angrenzenden Großkönigreichen auf- und zugeteilt, einmal mit mehr, einmal mit weniger Konzessionen zur Selbstverwaltung.

Mir zeigt es, dass man nichts mit Zwang und Drohung zusammenhalten kann und das ist vielleicht gut so. Da haben auch Götterfrevler keinen Einfluss. Da helfen nur Tantum Verde Lutschpastillen gegen raue Zeiten. Spaß beiseite! Gemeinschaftsgefühl kommt von innen heraus. Wie auch immer man politisch zu diesen Unruhen stehen mag, warum auch immer die Katalanen auf ihre Unabhängigkeit pochen, es rechtfertigt auf keinen Fall, auch nicht „legalisierte“ Gewalt gegen dafür friedlich demonstrierende Menschen!!!

Der tolerierte Widerspruch! Jugoslawien hat man genüsslich in mehrere Kleinstaaten gespalten, da beschwerte sich, da alternierte sich scheint’s niemand, zumindest waren es nicht bedeutend viele! Die EU begrüßte es sogar, nicht überraschend, weil sie es mitforcierte! Tito tot, politische Sprengsätze zünden, Felsblock Jugoslawien weg, leichter handelbare Schotterstaaten her. Alle buhlen um die Gunst der EU. Auch die einst große Tschechoslowakei teilte sich. Und? Hingegen dürfen die Schotten und Waliser sich nicht wirklich vom UK abkoppeln, Nordirland wiederum darf um jeden Preis nicht freien Geleits zu Irland zurück.

Man muss wahrlich ein Idiot sein, wenn man ernstlich an die Methode der Zwangsbeglückung zur langfristigen Volksharmonisierung glaubt; mit oder ohne Teilungseffekt. Und doch passiert sie. Wenn Nationen geteilt oder fusioniert werden „dürfen“, dann nur im Sinn und Betreiben der herrschenden Weltordnung.  Alles Methode... alles nach Plan... teile und herrsche... Brot und Spiele... die alte Software der Macht... 


~|Offshorefirmen, Paradiespaper und andere legitime Betrügereien

Warum die Aufregung?

Diese Dinge sind längst schon systemrelevant und wurden mehr oder weniger im „kooperativen Interesse“ der Regierungen toleriert bis legitimiert. Das ist freie Marktwirtschaft! Das sind die Finanzflussstrukturen im Wirtschaftsliberalismus, in dem der große Steuerbetrug und schlussendlich volkswirtschaftliche Betrug durch komplizierte Unternehmenssplittings, raffinierte Firmenkonstruktionen, eigentlich eine Verschleierung der Unternehmenseigentümer, möglich ist. Die Staaten, die  repräsentierten Volkssouveräne, die nun Betrogenen, haben die fiskale Entfesselung selbst kreiert. Dafür holt man es sich von den Volksmassen zurück und kürzt und streicht am Sozialsektor, verlangt und erwartet aber gleichzeitig vom Normalbürger das Selbstverständnis geleisteter Zahlungsmoral, des kleinen Bürgers ewige Bringschuld.      


~|Wieder mal die Grabscherwelle aktiviert

Wir haben scheint’s keine anderen Sorgen... die geschlechtsspezifische Stigmatisierung der Täter- und Opferrolle. Es lebe das Klischee!

Der Sexuelle Übergriff. Der soziale Übergriff, man könne ihn ruhig sozialen Missbrauch oder Nötigung nennen, ist obsolet, an den haben wir uns schon gewöhnt. Auch an seine extremste Form, den unfreiwilligen Hungertod, zu Millionen in Afrika. Oder Kindersoldaten – eine „tödliche Überlebenschance“. Gewalt an Kindern allgemein, inklusive Kindesmissbrauch zu pornografischen Zwecken, Kindesverschleppung. Millionen jährlich. Aber lassen wir das... „da kann man nix machen“, hör’ ich so oft. 

Und wir regen uns mehr über sexuelle Belästigungen auf als über das weiterhin schwärende Lohndumping bei Frauen, die einkommensbezogen noch immer nicht den Männern gleichgestellt sind. Nein, wir rüsten uns gegen die überall und jederzeit auf hilflose Beute lauernden Busen-, Po- und Schrittgreifer, also nicht nur gegen handgreifliche Bestien im Büro. Wurscht, wir rufen auf zum präventiven Denunzieren der potentiellen Sexunholde, klar, wir Männer gemeint, ab der Geschlechtsreife sofort verdächtig. Der Schwanz ist schon das Indiz der chronischen Geilspechte, die wollüstig sabbernd hinter allem her sind, was nach Weiblichem dünkt. Das hat Strategie, oder was? Es geht euch, uns an den Kragen und ans Gemächt. Schluss mit hinterfotzigen Flirtversuchen. 

Zum Vernadern fällt mir spontan der Refrain von Bilderbuch, eine österreichische Band, ein:

„Ein Tauber hat gehört,
wie ein Stummer erzählt,
dass ein Blinder gesehen,
wie du Kirschen gestohlen.“

Ja, die anderen Probleme sind offensichtlich nicht zu lösen, doch dieses hier, das kann man endlos dramatisiert durch die Medien schleifen. Damit kann man Unliebsame auch gleich mundtot machen. Moderator/innen stellen dümmste Fragen an vermeintliche Experten, wie die, ab wann denn eigentlich ein sau-guter Witz als schweinisch und anzüglich gilt... Doch wollen wir mal kurz hinter die Fassade blicken oder die Kehrseite der Medaille zuoberst drehen.

Werte „Weiber“. Bei allem Respekt, aller Solidarität und aller Sympathie. Wie ist’s umgekehrt? Da reden wir nicht mehr? Ich arbeitete ein Jahr lang in einem frauendominierten Transportunternehmen. Und? Da lief es genau vice versa. Die Abteilungen leiteten vorwiegend Frauen. Da wurde gemobbt, was das Zeug hielt, vor allem gegen das eigene, vor allem jüngere Geschlecht. Stuten können verdammt aggressiv sein und gnadenlos zubeißen. Um es auf den Punkt zu bringen. Machtspielchen haben kein spezifisches Geschlecht! Nur, Männer haben in dieser Zeit absolut keine Chance, wenn sie Opfer sind, denn ihnen glaubt man prinzipiell nicht. Die rigorose Unschuldsvermutung haben Frauen für sich gepachtet. Trauen wir uns auch da von Gleichstellung reden? Doch möchte ich ganz bewusst wieder auf die Frau eingehen, die, die sich nicht zu wehren traut:   

Die bittersüße Realität anhand des zu jeder Zeit aus jedem Mund so gern zitierten Fallbeispiels, das wahrlich keine Rarität ist:

Das typisch weibliche Opfer am Arbeitsplatz erreicht die Ratschläge aus Politik und übriger Prominenz nicht und wirken in diesbezüglich lächerlich und dumm! Wenn eine allein erziehende Mutter, sagen wir so um die 40, auf ihren Gehalt, der erfahrungsgemäß ohnehin bescheiden ausfällt, auf den sie, um zu überleben, aber unbedingt angewiesen ist und dann vom Vorgesetzten gegen ihren Willen befummelt wird... tja... Wer hätte da den Mut und den „Leichtsinn“, dagegen aufzutreten? Hier wird geradezu verantwortungslos gehetzt. Die, die so selbstbewusst vor die Kamera treten und zumeist privilegiert sind, ja die meisten davon riskieren kaum ihre Existenz dabei. Die zuvor genannte Frau aber kann alles verlieren und ihre Chancen, am prekären Arbeitsmarkt wieder Fuß zu fassen, sind gleich Null! Bevor der juristisch gut versorgte Chef bzw. Chefin geht, gehen garantiert Sie, Sie als Opfer... Natürlich ist dies verabscheuungswürdig, aber über diesen breiten Graubereich reden wir kaum... und schon gar nicht über seine Ursache, die da wäre:

Der personell immer enger werdende Arbeitsmarkt und die rasant wachsenden, „ungesunden“ Abhängigkeitsverhältnisse stehen logischerweise und naturgemäß in engem Zusammenhang. Weil eben diese existenziell brisanten Abhängigkeiten ja im „freien Markt“ wurzeln und bis zur Duldung jeglicher Attacken gegen Leib und Würde führen! Darüber muss man reden! Auch darüber, dass im Kapitalismus, im Neoliberalismus, in der Wirtschaft- und Finanzdiktatur so etwas wie Menschenrechte und Fairness und prinzipiell geschlechtliche Gleichstellung nicht vorgesehen sind und im Grunde genommen subtiler Gehorsam herrscht. Davon reden, dass noch immer das „alte Gesetzt“ gilt, zuerst der Mammon, dann der Mensch. Zuerst der Konzern, dann die „Kreatur“. Aber da sehen wir nicht realen Auges hin und taumeln im Zeitgeist des totalen Konsums mit, geblendet vom „Alles-zu-jeder-Zeit-im-Überangebot“; gilt selbstverständlich nur für paar, reiche Industriestaaten und auch dort immer mehr für die Oberschicht. Das sind im Vergleich zu den sexuellen Übergriffen Bagatellen. 

So scheint es, dass uns in dieser Welt wirklich nichts anderes bekümmert, oder zu beschäftigen hat. Natur und die sich langsam, jedoch hoffnungsvoll entwickelnde Sozialmoral gehen bald vollends vor die Hunde. Wurscht, Lappalien, Hauptsache irgendwem aus dem Einkaufstempel paar geile Selfies schicken, die ungemein wichtig sind. Ja, wichtig ist, sich darüber zu empören, zu entrüsten, wie über solches, dass sich eine Frau in der überfüllten U-Bahn an mir vorbeidrängte und – sicherlich rein zufällig mit voller Absicht - meinen Hintern streifte. Ich wollte gerade entsetzt aufschreien, ehrlich... aber ich presste sofort die Lippen zusammen, denn das könnte mir schnell im Mund verdreht werden und dann bin ich der Blöde. Also schweigen und ertragen, dass die Welt noch nicht gerecht ist und Schadensfreude und Genugtuung noch immer latente, emotionale Anteile in uns sind und Befriedigung einfordern.

Von Pilzen und Schwämmen

Edelschimmelpilz der blauen, weißen und grünen Sorte. Die üble Sorte findet man eher in Nassräumen. Giftpilze. Speisepilze. Geile, leckre Eierschwammerln. Badeschwämme. Schwamm drüber. Grundsätzlich sind  Pilz und Schwamm im Wald unverzichtbare Waldbodenreiniger, entledigen ihn der Schad- und Fäulnisstoffe. Man muss ihm Dank zollen.

Und der Peter Pilz? Für viele halt ungenießbar. Doch für mich und genauso viele andere, wohl tuend und die ihm angedichtete „Popoklopfaffäre“ reiner Rufmord. Wie kann ein Falter-Klenk darauf stolz sein??? Der Florian hört plötzlich Flöhe im Ohr singen? „Klar wie Klenk“, Unliebsame, Lästige, Deckenwegzieher, Schattenbeleuchter, Sumpfdrainagenleger und andere Mutige, die für eine Sozialästhetik kämpfen, kann man sich heute schnell entledigen! Nämlich Dank der unzähligen Social Medias und ihren sehr wohl vorhandenen Schattenseiten; deren fatalerweise sich jene im eigenen wie fremden Interesse und Nutzen bedienen und diese Informationsfülle entsprechend zu interpretieren verstehen. Das sollte zu bedenken geben. 

Apropos Schimmelpilz und Geruch: Es ist das Timing, das nach Methode stinkt! Eva’s Rachefeldzug? Oder gibt’s da eine noch unsichtbare Unzahl an Interessenten, Pilz mundtot zu machen? Der unliebsame Eurofighter-Ausschuss wartet noch auf ordentliche Aufarbeitung. Vielleicht möchte auch der Strache nicht mehr so sehr sich darauf einschwören. Tja, lange waren sie anscheinend bekannt, die vermutet „schwammigen Anzüglichkeiten“, doch just nach dem Parlamentseinzug wird es publik! Wie seltsam und zufällig? Nein, eher auffällig und welchen sehr gefällig. Ich hoffe, der Pilz kehrt zurück, wie es jährlich im herbstlichen Wald geschieht, zurück mit noch mehr an Entdecktem.

Und die Medien? Die Unschuldslämmer? 

Oh, die Medien haben doch Bildungsverantwortung. Scheinbar auch einen Verbildungsauftrag. Hetzen, mobil machen gegen gewünschte, kreierte Feindbilder, für Rufmord sorgen, Vorverurteilen, Imageschädigung, gegen Volksgruppen mobben, ja, das ist angesagt. Sie tragen die Verantwortung, dass ihre angezettelte Anti-Sexismuskampagne noch mehr, noch subtiler, noch gemeiner zum Mobben animiert. Sie tragen die volle Verantwortung für Suizide in Folge, weil sie Menschen regelrecht hineintreibt. Sie gehen bereits weit über die Grenzen des eigentlichen, journalistischen Auftrages.

Und was, wie damit? Erwähnt aus tiefem Respekt!

Da gibt’s noch einen winzig kleinen Graubereich, den sich niemand scheint’s anzusprechen getraut. Wie steht es um die Frauen, gleichstellungs- und fairerweise auch Männer, die mangels Aufmerksamkeit erregender Attribute – verbal, nonverbal – gar nicht in den Fokus, gar nicht erst ins Fadenkreuz potentieller Sexattentäter gelangen? Müssen, dürfen diese unschuldig „vernachlässigten“ Geschöpfe, die über den Rand der über wirklich alles und nix berichterstattenden Kommerzmedien hinaus gedrängt werden bzw. erst gar nicht in deren Radar erfasst werden, sich jetzt diskriminiert fühlen? Dieser, wenn auch marginale soziale Gruppe sollte doch zumindest als Fußnote irgendwo wie hier z.B. erwähnt werden.

Gut, ich entschuldige mich für diesen blasphemischen Schlussabsatz, gerade in dieser hoch sensibilisierten Zeit zum Thema Sexismus und seine Instrumentalisierung im Patriarchat. Es wird Zeit, dass die Katholische Kirche uns wieder strikte, gnadenlose Verhaltensregeln aufoktroyiert, die verfassungsmäßig verankert werden müssen. Geschweinigelt wird bitteschön bei Gott nur hinter den Klostermauern und Internaten...             

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