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Neue Arbeit

Neue Arbeit: Ich komme mir richtig ausgenützt vor (Sommer 2016)

Aktiver Admin am Mo., 29.01.2018 - 20:21
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Bin jetzt zum dritten Mal zu der " Neuen Arbeit " vom AMS vermittelt worden. Das letzte Mal war vor 10 Jahren .

Seit 23.6.2016 arbeite ich dort im Garten und bekomme nur den Notstand  ( 25,77 € täglich ) vom AMS. Die beiden ersten Monate bezeichnet die " Neue Arbeit " als Vorbereitungsmaßnahme ( welche angeblich max. 2 Monate dauern ).

Obwohl ich bereits zum zweiten Mal im Garten arbeite und schon etliche Male zu Kunden geschickt wurde,  um bei Ihnen selbstständig zu arbeiten !

Ich komme mir richtig ausgenützt vor .

Bin auch kein Mensch mit eingeschränkter Produktivität , sondern nur dass  ich kein Fahrzeug besitze und 56 Jahre alt bin!

Danach ein befristetes Dienstverhältniss von 3 Monaten.

Mit freundlichen Grüßen

Verweigerung der Zustimmungserklärung zur Datenweitergabe rechtswidrigerweise als "Verweigerung" gewertet

Aktiver Admin am Di., 27.09.2016 - 11:19
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Hallo,

ich hatte nun nach dem ersten Vorstellungsgespräch bei Neue Arbeit Ende Juli (blieb für 1 Monat ohne Ergebnis da Sie mit meiner Kniesituation unsicher waren) letzten Mittwoch mein zweites Vorstellungsgespräch.

Fr. L. erklärte mir das Sie mir nicht garantieren könne ob ich dieses Jahr noch anfangen könne. Und wenn, das ich bis zum Ende des Jahres in Vorbereitungsmassnahme wäre und erst zum Start des neuen Kalenderjahres in ein "reguläres" DV übernommen worden wäre.

Hatte zugestimmt (da eh ohne Alternative um nicht als Arbeitsunwillig abgestempelt zu werden) - Bis Fr. L. meinte das ich Abschliessend die Zustimmungserklärung zur Datenweitergabe unterschreiben solle.

Ich lese es mir durch - und frage ob ich es mir, gerne auch in Kopie - mitnehmen könne mich zu informieren- ich bin vorsichtig mit Daten.

Fr. L. meinte das ich mir keine Sorgen machen solle es gehe nur um die Kommunikation zwischen AMS und SÖB sowie ggf SOZI.

Ich sagte dann das ich das hier und heute nicht unterschreiben kann - woraufhin Sie fett "Abgelehnt" aufs Formular schrieb und meinte das das nun alles hinfällig sei.

Meine Frage ob das nun für mich Konsequenzen hätte meinte Sie " Sie weiss nicht "

Generell waren die 2 Vorstellungsgespräche von einem leicht neckischen und unfreundlichem Ton ihrerseits geprägt.

Wollte sofort danach zu meiner Beraterin um Ihr Bericht zu erstatten (war baff vom eben passierten)

Das googeln zuhause gab mir das Gefühl im Recht zu sein (sofern die VwGH Erkenntnisse noch aktuell sind) :

"Was passiert, wenn ich keine Zustimmung zur Datenweitergabe gebe?

Laut Verwaltungsgerichtshof haben Sie das Recht dazu, eine Zustimmungserklärung zur Datenweitergabe zu verweigern! (VwGH GZ 96/08/0042 RS 4GZ 96/08/0308 RS 4)
Datenweitergabe durch einen Arbeitgeber verletzt zudem nicht nur Datenschutzgesetz sondern laut Arbeitsrecht auch die Fürsorgepflichten des Arbeitgebers! " 

(Quelle: http://www.arbeitslosennetz.org/arbeitslosigkeit/rechtshilfe/transitarbeitsplaetze_fragen_vorstellungsgespraech_soeb_gbp.html )

Ist meine Einschätzung richtig das ich wahrscheinlich keine Sanktionierung zu erwarten habe ?

Neue Arbeit: Gratis arbeiten zum AMS-Bezug?

Aktive Arbeits… am Do., 10.09.2015 - 21:18
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Hallo Martin und alle Leser!

Mein Erfahrungsbericht bei "Neue Arbeit GmbH":

April 2015: Meine neue junge (unerfahrene) Beraterin, vom AMS Villach, vermittelte mir ein Vorstellungsgespräch mittels sofortigem Telefonat bei der Firma "Neue Arbeit GmbH" - während meines Termins bei ihr. Sie sagte mir, dass es für 6 Monate befristet sei und Näheres würde ich beim Vorstellungsgespräch erfahren.

Zuerst freute ich mich, da ich nicht wusste was mich tatsächlich erwartete. Die Beraterin meinte auch, dass ich nun für 6 Monate wieder eine Chance habe Praxis zu bekommen - ich dachte sie meinte, dass ich 6 Monate aus dem AMS-Bezug bin und in einem Arbeitsverhältnis - ich informierte mich nicht näher.

Nach dem Vorstellungsgespräch wurde ich sofort eingestellt, ein Formular für ein "Arbeitstraining" musste ich proforma für sogenannte "Kursnebenkosten" bzw. für den Fahrtkostenersatz ausfüllen. Ich bekam einen Dienstzettel aus dem hervorgeht: dass ich während der 6 Monate bei der Firma versichert bin, allerdings ohne gesetzliche Zulagen, eine 38,5 h/Wo; Urlaubstage und ein Bonus von € 70,-- pro Monat - allerdings wird im Falle eines Krankenstandes der Tagsatz von € 2,33 davon abgezogen.

Deshalb dachte ich, dass mich die Firma ordnungsgemäß bei der GKK anmelden wird und ich nicht mehr arbeitslos bin. Ganz kannte ich mich nicht wirklich aus, auch wegen des Formulars. Trotzdem begann ich mit der Arbeit im Mai als Büglerin mit einer Arbeitszeit von 7:30 bis 16:00 mit 30 Min. Mittagspause.

Noch kurz zur Firma und was mir gezeigt wurde: Schneiderei, Wäscherei, Bügelservice, Großküche in St. Veit inklusive Lieferservice für die Arbeitskräfte, Gartenservice, Reinigungsservice, Werkstätten - es gibt mehrere Firmenautos mit Firmenlogo für die "Außendienstmitarbeiter des AMS".

Nach einigen Tagen fragte ich Kolleginnen wie das nun mit der Bezahlung und der Arbeit wirklich läuft. Es stellte sich heraus, dass dort niemand angemeldet wird, da es sich "offiziell" um ein "Arbeitstraining" handelt und wir alle weiterhin vom AMS den Bezug erhalten obwohl wir arbeiten. Ein Kurs oder Training hat niemals stattgefunden - wir haben alle ganz normal in Vollzeit gearbeitet - ich sehe nicht ein warum man für eine private Firma "gratis" arbeiten soll - das Arbeitslosengeld steht einer Firma nicht als "Lohnersatz" zu!

Es läuteten bei mir die Alarmglocken, da gerade ich fundiertes Wissen über das Arbeitsrecht habe und ausgerechnet ich bin darauf reingefallen!

Bei nächster Gelegenheit ging ich zur AK in Villach und zeigte den Dienstzettel und schilderte die Situation im Zusammenhang mit dem AMS. Der Rechtsexperte zeigte sogar Emotion und ärgerte sich, dass die Firma "Neue Arbeit GmbH" das Arbeitsrecht und den Kollektiv für geleistete Arbeit mit dem AMS gemeinsam ignorierte - sogar zum Nachteil von Sozialstaat und AMS (arbeitslos trotz Vollzeitarbeit - Eigentor für AMS) - möglicherweise gehe es nicht nur um Lohndumping sondern auch im "unlauteren Wettbewerb", da ich Firma aufgrund der "billigen" Arbeitskräfte des AMS ihre Dienstleistungen weit unter dem üblichen Preis regulärer Betriebe anbietet. Allerdings könne er nicht sofort die Firma anschreiben, da er das OK von seinem Vorgesetzten benötige, da das AMS da involviert ist. Er hat den Dienstzettel mit meiner Sachverhaltsdarstellung an das Präsidium in Klagenfurt weitergeleitet.

Mit wurde bekannt, dass Herr Mag. Prammer den Fall weiter bearbeitet und er teilte mir mit, dass er mit dem AMS bezüglich "Neue Arbeit" Kontakt aufgenommen hat und laut Auskunft des AMS wird es mit der "Neue Arbeit" keine Zusammenarbeit mehr in dieser Form geben.

Trotzdem hätte ich mir eine konkretere, persönlichere Antwort an mich von der AK erhofft ob man das Dienstverhältnis und die Anmeldung bei der GKK rückwirkend einfordern kann - wie anfangs angedeutet.

Das Dienstverhältnis habe ich dann einvernehmlich wieder aufgelöst, da ich darin keinen Sinn gesehen habe - außer das bei der AK und beim AMS zu melden. Angeblich hat das AMS das nicht gewusst - ich machte darauf aufmerksam.

Es stellte sich sogar heraus, dass ich nicht einmal eine Kandidatin für ein "Arbeitstraining" bin, da ich nachweislich langjährige Berufspraxis anhand von sehr guten Dienstzeugnissen nachweisen kann, eine kaufmännische Büroausbildung und sonst habe ich auch keine Einschränkungen - außer dass ich derzeit keinen Pkw habe.

Voriges Jahr war ich auch kurzfristig in Vollzeitbeschäftigung und ich bin sehr aktiv was die Arbeitssuche betrifft und aktive Userin des eAMS-Konto.

Das AMS teilte mir mit, dass es bei mir "auf freiwilliger Basis" war. Nach dieser "Fehleinschätzung" und Geringschätzung meiner Person bzw. falschen Zuweisung war nicht nur mein Ego ein wenig angekratzt sondern ich habe vom AMS eine neue Beraterin angefordert - ich bekam wieder meine langjährige reifere Beraterin zurück:-)

Was sich in der Tat noch ändert und was ich bewirkt habe ist noch nicht ganz ersichtlich - ich bin jedenfalls froh, dass ich mich gewehrt habe und Widrigkeiten gemeldet habe und möchte euch ebenso dafür Mut machen.

Liebe Grüße aus Kärnten von Anna M.

Siehe auch:

Erfolgreiche Auflösung des Scheinarbeitstrainings bei "Neue Arbeit"

Aktive Arbeits… am Mi., 20.05.2015 - 12:11
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Hallo Martin Mair,

ich habe heute unerwartet das "Dienstverhältnis" bei der Firma im Einvernehmen mit dem  AMS gelöst. Das AMS teilte mir sogar mit, dass es für mich

angeblich auf freiwilliger Basis gewesen sei. Man hat sich sogar für die Infos bedankt  - angeblich war vieles nicht klar.

Ich fühlte mich heute schikaniert, da mir eine Hilfsarbeiterin aus Tschetschenien die kaum deutsch spricht, einen neuen Arbeitsvorgang erklären sollte - normalerweise

erklärt die "Vorarbeiterin" die Arbeitsvorgänge. Heute hatte sie die Tschetschenin extra "beauftragt" mir die Arbeit  zu erklären.

Vom AMS bin ich also nur auf "freiwilliger Basis" zur "Neuen Arbeit GmbH" vermittelt worden - bei anderen Mitarbeiterinnen dürfte es anders sein, da das Wort "Zwangsmaßnhame"  öfters gesagt wurde - es sind auch viele relativ junge Mitarbeiter dabei.

In den letzten Tagen war eine Zunahme bei den Arbeitsaufträgen zu bemerken - Gasthäuser, Apotheken, Fabriken zählen zu den Stammkunden.

Ich habe erfahren, dass es dieses System mit den "Gratisarbeitskräften" des AMS schon seit mehr als 17 Jahren bei der Firma "Neue Arbeit GmbH" gibt - nur der Bonus ist jetzt erhöht worden auf € 70,-- - noch weit vom Kollektiv entfernt!

Die Fixangestellten Vorarbeiter haben die Aufgabe, dass sie die AMS-Arbeitskräfte arbeitstechnisch genau unter die Lupe nehmen - dann wir dem AMS ein Feedback darüber abgegeben - da könnte leicht etwas falsch beurteilt  werden wenn man jemandem nicht zu Gesicht steht - so wie heute bei mir!

Nun ist die Sache für mich einerseits abgeschlossen aber es wird von der AK noch die Rechslage geklärt zB inwieweit es sich um ein  "anerkanntes" Dienstverhältnis handelt wo man eine rückwirkende Anmeldung bei der GKK beantragen könnte oder den "ausstehenden" Lohn einfordern könnte.

Auch das AMS prüft die Firma genauer, da angeblich nicht wirlich bekannt war, dass dort kein Kurs stattfindet sondern real in Vollzeit gearbeitet wird. Laut AMS ist diese Maßnahme nur für Leute mit Behinderung oder Bildungsrückstand gedacht damit sie lernen wie in der Arbeitswelt gearbeitet wird - also eher unselbständig denkende Leute die für jeden Arbeitsschritt eine Anweisung bzw Schulung brauchen - meiner Meinung nach ein Schmäh!! Denn fast alle Mitarbeiter verrichten selbständig ihre Tätigkeiten und viele fahren sogar mit dem Pkw zur Arbeit und dann mit dem Firmen-Pkw zu den Auftraggebern - also lauter erwachsene Menschen mit druchnittlichem Bildungsniveau.  Ich wurde also einfach irrtümlich in die falsche Maßnahme geshickt.

Ich bin aber trotzdem froh über diese Erfahrung und sehe jetzt klarer wie die Dinge laufen - leider nicht gerecht und arbeitsrechtlich unter jeder Kritik angeblich sogar im legalen Rahmen?! Hauptsache die Firma kann Jubiläum feiern und hat wenig Personalausgaben - die fleißigen Vollzeitarbeiter vom AMS haben nichts zum feiern!

Sie können gerne bei passender Gelegenheit meinen Erfahrungsbericht ins Netz stellen - ich übermittle bei nächster Gelegenheit den "Dienstzettel".

Schöne Grüße

Frau M.