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Caritas Wien

Vorsicht vor den Fallen beim Kombilohn!

Aktiver Admin am Mi., 03.05.2017 - 20:06
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guten tag,

ich habe heute ihren bericht über "die entrechteten" mit großer begeisterung gelesen. ich kann das nur bestätigen.

ich arbeite bei der caritas als bürohilfskraft, obwohl ich eine geschäftsführerin war.

es handelt sich hier um das projekt "über50" und wie bei vielen arbeitslosen, die dort arbeiten, ist auch meine stelle für 6 monate befristet. viele leute arbeiten dort für einen niedrigen lohn wie ich.

ich bekomme für 25 stunden/750,00 euro netto und von ams als ausgleich sogenannter kombilohn. bereits am anfang wußte niemand bei ams, wie man kombilohn überhaupt berechnet und auf der HP von ams steht es so unübersichtlich, dass sich absichtlich niemand auskennenn soll. ich habe den ams- ombudsmann um hilfe und auklärung gebeten, bis heute keine antwort erhalten.(nach 3 monaten)

nach ca. 3 tagen habe ich eine antwort von meinem ams/berater bekommen, wo mir 11,22 euro pro tag als zusätzlicher tageslohn berechnet wurde.

ich bin davon ausgegangen, dass es ein fixer tageslohn ist. was für eine überraschung, als ich krank wurde und man hat mir diese kranktage von kombilohn abgezogen. warum!!? hat mir bis heute ams nicht beantworten können.

da ich bei der caritas arbeite und heute bei uns diese "tolle" jobmeile stattgefunden hat, nutzte ich es wieder ams zu befragen. ich habe vier verschiedene "fachkräfte" von ams gefragt und wieder hat sich keiner ausgekannt. man hat mich zu meinem ams geschickt und hat mir empfohlen direkt zur geschäftstelle zu gehen!!!!!!!!!

ich habe angst in den urlaub zu gehen, weil ich mich fürchten muss, das wird mir auch abgezogen, und was mache ich, wenn ich für längere zeit in krankenstand gehen muss? ich kann von dem gehalt nicht leben, ich lebe alleine und ich sehe das ganze als betrug von ams. sie schicken uns um sklavenlohn zu arbeiten, sie locken uns in diese falle mit versprechungen als kombilohn, so sind sie uns los, aber über diese fallen, krankenstand mit kombilohn und etc. wird niemand aufgeklärt. es geht vielen so, die dort  arbeiten, vor allem menschen haben angst sich zu wehren, alles zu verlieren. also sie schweigen und lassen sich alles gefallen.

können sie mir bitte erklären, wie das mit kombilohn funktioniert und wieso hat man mir diese tage abgezogen ? und wie schaut es mit den urlaubstagen aus? ich verdiene jetzt um 4o euro mehr als mein arbeitslosengeld war, ich gehe jeden arbeiten um einen niedrigen lohn und ich muss mich fürchten, sollte ich krank werden oder in den urlaub gehen, wo ich regelrecht gezwungen bin, den urlaub bald zu konsumieren, dass man mir diese tage nicht zahlt? dann verdiene ich im grunde weniger als mindestlohn, das ist doch eine frechheit. ich fühle mich als sklave auf dem markt, dabei will ich nur einen vernünftigen job haben, von dem ich leben kann.

ich möchte mich herzlich für ihre antwort im voraus bedanken und ich wünsche ihnen auf diesem wege viel erfolg und danke für ihren kampfgeist.

mit freundlichen grüßen

k.

Caritas Wien: Step2jobs

Aktive Arbeits… am So., 08.03.2015 - 15:03
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VORSICHT FALLE "Betreuungsvereinbarung": Grundsätzlich darf bei einer vom AMS unter Androhung von Sanktionen zugewiesenen Maßnahmen die Teilnahme nicht von der Unterschrift unter einer privatrechtlichen Vereinbarung abhängig gemacht werden. Denn alles was aufgrund von privatrechtlichen Vereinbarungen (Förderanträgen!) gemacht wird, ist laut Verwaltungsgerichtshof nicht sanktionierbar und daher freiwillig. Folgende zwei Punkte bei den step2jobs-Vereinbarungen sind nach wie vor rechtswidrig und sollten daher rausgestrichen werden:

  • Rufbereitschaft Mo - Fr von 8:00 bis 16:00 unter Angabe einer Telefonnummer. Arbeitslose sind laut Verwaltungsgerichthof nicht verpflichtet, auf Abruf bereit zu stehen (GZ 2002/08/0131) und dürfen auch telefonisch schwer erreichbar sein (GZ 98/08/0289)
  • Weiterführung der Betreuung wenn mensch nach einer kurzen Arbeit wieder arbeitslose wird. Da mit der Aufnahme einer Arbeit das AMS und die MA 40 kein Recht mehr haben, einen durch "Betreuung" zu überwachen endet jede Pflicht zur Teilnahme an einer AMS-Maßnahme mit der Aufnahme einer versicherungspflichtigen Arbeit. Das AMS bzw. die MA 40 müssten dann erneut schriftlich zuweisen!

VORSICHT FALLE Datenweitergabe: Es werden rechtswidrige Zustimmungserklärungen zur Weitergabe von Daten vorgelegt. Diese können Sie jederzeit wiederrufen, ohne dass das AMS Ihnen den Bezug sperren darf (GZ 96/08/0042, GZ 96/08/0308). Sie können auch eine Beschwerde bei der Datenschutzbehörde machen! Betroffene bitte bei Aktive Arbeitslose Österreich melden! kontakt@aktive-arbeitslose.at

Erfahrungsberichte

Caritas Wien - Step2jobs: Erfahrungsbericht Infotag (2015)

Aktiver Admin am Sa., 20.12.2014 - 15:07
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Gedächtnisprotokoll: Erfahrung mit Caritas step2job Wien
Adresse: Grohgasse 3/2, 2.Stock, 1050 Wien

1. Infoveranstaltung: Dezember 2014, 10:30 Uhr, Aussagen der Sozialarbeiterin Fr. S.
Dauer: 15-20 Minuten, wir wurden sehr schnell abgespeisst.

  • Bei Ankunft musste ich im Sekretariat meine Zuweisung vorzeigen (bekam ich aber gleich wieder zurück) und neben meinem Namen, auf einer Liste, unterzeichnen.

  • Im Inforaum wurde uns TeilnehmerInnen erklärt: Step2job ist kein Kursangebot sondern ein Case Management. Termine finden alle 2-3 Wochen statt. Es gäbe auch wöchentliche Workshops wie Deutsch am Telefon, Gesundheit, Arbeitsrecht, usw. Workshops fänden beim Kursinstitut "my training" statt.

  • Die Teilnahme an step2job sei freiwillig. ABER nicht für BMS Bezieher, diese könnten bei Ablehnung eine Bezugskürzung erhalten, je nachdem wie die MA 40 dann entscheiden würde.

  • Geringe Erfolgsquote bei Vermittlung auf den 1. Arbeitsmarkt. Daher erfolgt eher Vermittlung in ein Beschäftigungsprojekt mit sozialpädagogischer Betreuung. Weiters würden sie Beratung zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten, Hilfestellung bei Stärkung der eigenen Kompetenzen, auf Wunsch Begleitung zu Bewerbungsgesprächen und Sprechstunde mit Arzt und Psychologen anbieten.

  • Teilnehmer wären nicht alle 12 Monate bei step2job.

  • Garantieren nicht, dass man durch step2job einen Wunschkurs besuchen könnte

  • Nach dem Erstgespräch müsste man sich dann entscheiden ob man teilnehmen möchte oder nicht. Falls nicht, sei eine kurze Begründung notwendig.

  • Das Problem mit der Unterzeichnung der Vereinbarung mit Caritas wurde verharmlost. Es sei nichts schlimmes daran.

  • Erhielt keine schriftlichen, detaillierten Informationen über die Inhalte von step2job, nur eine Allgemeinbroschüre.

  • Zum Schluss musste man sich einen Termin für das Erstgespräch ausmachen. Was ich aber nicht tat. Auf Anfrage, erhielt ich eine Anwesenheitsbestätigung, in der vermerkt wurde, dass ich erst nach Absprache mit dem AMS über die Teilnahme entscheiden würde und dass die TeilnehmerInnen freiwillig sei. Die Sekretärin wies mich nochmals daraufhin, dass es für BMS Bezieher verpflichtend sei teilzunehmen, ansonsten müsse ich mit einer Bezugskürzung rechnen. Sie erschien besorgt. Ich bemerkte, dass sie meine Sozialversicherungsnummer (SVNR) und weitere andere Infos über mich im PC vor sich hatte. Anscheinend wurden bereits Daten vom AMS oder der MA 40 zur Caritas weitergeleitet?

  • Die meisten TeilnehmerInnen wussten nicht über den 2. Arbeitsmarkt bescheid. So teilte ich gleich mit, dass die Entlohnung sehr gering sei. Dies erschien Fr. I. unangenehm zu sein.

  • Ich fragte nach ob man bei step2job, ohne Unterzeichnung der Vereinbarung, teilnehmen könne. Dies wurde aber verneint.

Es folgte: Krankenstand. Danach erhielt ich beim nächsten AMS Termin erneut eine Zuweisung zu step2job. Begründung wurde in der Betreuungsvereinbarung mitgeteilt: keine nachweisbaren Qualifikationen, langer Auslandsaufenthalt, lange Abwesenheit vom Arbeitsmarkt, fehlende Berufsausbildung. Aufklärung über step2job und Überprüfung, ob ich der Zielgruppe wirklich entspräche, fand jedoch nicht statt. Mitspracherecht vor Zuweisung zu step2job wurde mir auch nicht gegeben. Als ich bei der Tür rausging, hiess es noch: „Und gehns dort hin“! Mein Wunschkurs wurde nicht bewilligt. Hatte Kostenvoranschläge völlig umsonst dabei. Auch eine anwesende Begleitperson brachte keinen Erfolg.

2. Infoveranstaltung: März 2015, 10:30 Uhr, vorgetragen von Leiterin/Coach E. S.
Dauer: 40 Minuten

  • Fragte nach Datenschutz- und Verschwiegenheitserklärungen. Antwort: „Es gibt 2 Datenschutzerklärungen.“ „Wow“, dachte ich! „Gleich 2! Das ist doch gut!“ Der Schlag ins Gesicht und was damit eigentlich gemeint war, kam dann beim Erstgespräch!

  • Sie erklärte, Ziel von step2job wäre, nicht irgendeine, sondern eine passende Arbeitsstelle für uns zu finden. Überstunden müssten bezahlt werden und Mobbing dürfe nicht stattfinden. Sie hätten angeblich auch eine Liste von schwarzen Firmen. Daraufhin erzählte ein Teilnehmer von der schlechten Behandlung im Bereich Bekleidung bei der Caritas. Die Mitarbeiter und die Chefin dort hätten ihn gemobbt. Die Leiterin entschuldigte sich dafür und meinte, dass die Chefin vielleicht bald in Pension gehen würde!?
    Was für eine Verarschung!
    Dann erwähnte sie das bekannte Caritaslager Mittersteig und meinte, man könne dort Erfahrungen sammeln im Bereich Küche, Möbellager, Bekleidung, Schmuckherstellung, Gartenarbeit, Reinigung, Jugendbetreuung, Büro, etc.

  • Coachingsinhalte wären: realistische Berufsziele erläutern, Erarbeiten v. Stärken und Fähigkeiten, Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche, allgemeines Bewerbungstraining. Auch eine Mieterberatung, moralische Unterstützung durch Begleitung zu Vorstellungsgesprächen, Workshops (Geldmanagement, Arbeitsmarktanalyse, etc.) und sinnvolle Qualifizierungen könnte man in Anspruch nehmen. Weiters könnten sie auch helfen rauszufinden wie ein Studium finanzierbar wäre? Soll das ein Scherz sein? Andererseits hieß es nämlich, die Caritas könne auch keinen Fortbildungskurs zahlen. Es käme auf die Fortbildung und jeweilige Situation des Teilnehmers an. Aber meistens wurde nur groß geredet, alles wunderbar präsentiert und verkauft, doch nichts garantiert!

  • Dauer der Maßnahme: max. 12 Monate. Sollte sich die Caritas vom AMS verabschieden, würde die Maßnahme voraussichtlich bis Juni 2015 dauern. Auch hätte man während der Betreuung keine AMS Termine. Stimmt aber nicht denn mein nächster AMS Termin wäre in 3 Monaten.

  • Die freiwillige Teilnahme an step2job wurde immer wiederholt! Dennoch wurde auch die mögliche Sanktion der Mindestsicherung erwähnt. Sie könnten die Sanktion der Ämter nicht verhindern! Der volle Widerspruch und einfach nur irreführend das Ganze!

  • Ehrlichkeit wurde von uns gefordert. Man solle bei Terminversäumnis einfach bekannt geben, man hätte auf Termin vergessen, statt Ausreden zu liefern.

  • Es werden Firmenkontakte der Coache und der Caritas für eine Arbeitserprobung/Praktikum genutzt. Dauer: 1 Monat.

  • Fr. S. schien sehr nett und hilfsbereit zu sein. Beim Erstgespräch war sie das nicht mehr.

Caritas Wien JobAktiv: Schwerarbeit für nur 6,40 Euro Stundenlohn

Aktiver Admin am Di., 13.05.2014 - 17:02
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Brief an soned.at wegen Caritas Jobaktiv

SOLCH EIN VORGEHEN IST SCHÄWIG, VERACHTENSWÜRDIG UND AUSERDEM STELLT ES DEN CHARAKTER DES ´´GBP´´IN FRAGE.

Mir wurde ungerechtfertigt eine Schriftlichen Verwarnung ausgesprochen und mit einer fristlosen Entlassung gedroht wegen illoyalem Verhalten dem Dienstgeber gegenüber.

Beweis 2: (Kopie 2x liegt bei)

Das war die erste schriftliche Verwarnung in meiner gesamten 35 jährigen Berufslaufbahn.

Werter Herr Oberlerchner, wie soll ich mit solchen Referenzen noch eine Arbeit finden? Für mich ist jetzt klar das GBP wird missbraucht um billige Arbeitskräfte zu lukrieren. Wir wurden zwar von allen Seiten gelobt, aber ein Stundenlohn von ca. 6,40€ netto ist für diese schwere Arbeit nicht fair.

In den Medien sind wir als ältere Langzeitarbeitslose, ja sogar von beeinträchtigen Langzeitarbeitslosen wurde gesprochen (zum Teil auch vorgeführt) die FIT für den ´´ersten Arbeitsmarkt´´ gemacht werden. Vielleicht ist damit gemeint das wir nur für 6,40€ die Std. schwere Arbeiten verrichten können? Das haben wir schon als herabwürdigend empfunden.

Das Projekt war sicher gut gemeint und es sollten alle Beteiligten davon profitieren, aber aus meiner Sicht wurden wir ausgenützt. Preisfrage: Wer sind bei den GBP die Gewinner? und wer die Verlierer? Warte mit Spannung auf Eurer Antworten.

Mit freundlichen Grüßen

XX

Caritas Wien - Step2jobs: Erfahrungsbericht Erster Coachingtermin (2015)

Aktiver Admin am Di., 25.03.2014 - 15:15
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Protokoll: Erstgespräch bei Caritas step2job: Anfang März 2015
Grohgasse 3/2, 1050 Wien
Mit Leiterin/Coachin: Eva S.

Angespannt und mit Magenschmerzen marschierte ich widerwillig zur Caritas. Die Nacht davor konnte ich überhaupt nicht schlafen denn ich ahnte schon was dort auf mich zukommen würde. Ich wusste die Coachin würde mich mit sittenwidrigen Formularen überrumpeln und eine Unterschrift abverlangen.

Fr. S. empfang mich zwar höflich aber von ihrem Gesichtsausdruck konnte ich erkennen, dass irgendwas nicht ganz stimmte. Es schien als ob sie bereits Dinge über mich wusste, die ihr gar nicht gefielen? Vielleicht meine unangenehmen Fragen bei der Infoveranstaltung? Oder wurden ihr extra Informationen über mich vom AMS übermittelt? Ihr Verhalten mir gegenüber war eher gleichgültig und nicht erfreut.

Da ich bei meinem letzten AMS Termin eine Begleitperson dabei hatte, fand ich es sehr merkwürdig wie schnell sie darauf hinwies, dass man nur manchmal in Begleitung bei den Einzelcoachingsterminen erscheinen dürfe. Sie hätten angeblich schlechte Erfahrungen damit gemacht da einige Frauen immer von ihren Ehemänner begleitet und bei der Betreuung beeinflusst wurden. Das passte der Leiterin überhaupt nicht. Jedoch könne eine Freundin manchmal schon dabei sein. Mir erschien diese Aufklärung sehr suspekt! Hatte sie vielleicht von meinem AMS Betreuer bereits erfahren, dass ich einige Male mit männlichen Begleitpersonen bei Terminen erschien?

Danach meinte sie, ich müsste zuerst mal einige Formulare unterzeichnen ... es wären nur bürokratische Sachen. Erschrocken warf ich ein Blick darauf! Ich sollte 1 Datenschutzerklärung, 1 Zustimmungserklärung und 1 Vereinbarung unterschreiben! Ansonsten könne ich an dem Einzelcoaching nicht teilnehmen. Ich erwähnte, dass ich gerne an dem Coaching teilnehmen würde jedoch ohne Unterzeichnung dieser Formulare. Das wurde mir aber nicht gestattet! Das ginge überhaupt nicht! Daraufhin wurde ich aufgefordert alles vor Ort zu unterschreiben. Nachdem ich sagte, ich müsse mir diese Unterlagen zuerst mal ordentlich durchlesen, da ich den Inhalt ja gar nicht kenne, gab sie mir 2 Tage(ein Wochenende!) Bedenkzeit mit dem Kommentar: „Sie müssen ja nicht unterschreiben! Das ist mir ja wurscht! Aber am Montag müssen sie die Formulare bei der Caritas abgeben, denn an diesem Tag müssen wir dem AMS rückmelden ob sie teilnehmen oder nicht!“

Ich erhielt auf Anfrage eine Bestätigung, dass ich beim Termin anwesend war und Bedenkzeit bis Montag bekäme.

Obwohl die Caritas Informationen über die Teilhnehmer von der MA 40 und dem AMS erhielten, fragte sie dennoch nochmal nach meinem Namen, meiner Adresse und SVNR. Angeblich wollte sie nicht extra im PC nachschauen sondern mich im Gespräch nochmal danach fragen. Ich wunderte mich. Welche Daten werden dann tatsächlich an die Caritas weitergeleitet?

Wir besprachen dann die Datenlöschung. Ich wurde informiert, dass die Caritas alle bekannt gegebenen Daten eines Teilnehmers für 2 Jahre speichern würde. Eine Löschung vor Ablauf der 2 Jahren wäre möglich. Jedoch würden gewisse Infos, wie Anwesenheit, Termine, usw. fürs AMS behalten bleiben. Sie erwähnte, dass step2job nach 3 Monaten den ersten Bericht ans AMS senden würde. Der Zweite erfolge dann am Ende der Betreuung. Unterschreiben müsse ich die Berichte nicht (bei step2job Team4 z.b. musste ich das sehr wohl!). Es würde nur im Groben berichtet was beim Einzelcoaching besprochen wurde aber keine Details. Gesundheitliche Dinge, wie Arbeitsunfähigkeit, würde aber sehr wohl ans AMS weitergeleitet werden!! Das
empfand ich als ziemlich beunruhigend! Krankenstände müssten bei der Caritas gemeldet werden aber eine Bestätigung sei nicht notwendig.

Dann ging Fr. S. mit mir den Fragebogen durch. Die Betreuerin drängelte, sie würde wegen Erreichbarkeit meine Telefonnummer benötigen. Ich aber informierte sie, das bei mir kein Telefon vorhanden sei. Als sie meine Zögerung bemerkte, beschränkte sie die Infos plötzlich auf das Nötigste: Name, Anschrift, Telefonnummer, SVNR, Staatsbürgerschaft, bisherige Berufserfahrung, AMS Berater, ob ich schon in einem Beschäftigungsprojekt war und welche Einkünfte ich beziehe. Sollte man eine bestimmte Ausbildung, wie z.b. Heimhilfe, machen wollen, könne dies noch beim Punkt „Motivation“ eingetragen werden. Im Endeffekt hätte ich mir diesen Fragebogen aber ersparen können denn die Inhalte wurden von Frau S. beim 2. step2job Termin am x.3.15 gar nicht durchgelesen! Die Antworten wurden einfach mündlich nochmals abgefragt.

Ich fragte nach den Workshops die man in Anspruch nehmen könne. Die Coachin erwähnte, dass diese nur 1 ½ Stunden dauern und im Kursinstitut „my training” , im 20. Bezirk, stattfinden würden. Man müsse dort auch keine Formulare ausfüllen oder unterschreiben. Zum Schluss wurde noch erwähnt, dass man alle 2-3 Wochen einen Einzelcoachingstermin hätte und dass mein nächster Termin dann bei einem anderen Coach stattfinden würde!? Der Grund dafür wurde mir aber nicht genannt! Fand ich extrem seltsam! Es kam mir vor als wollte sie mich loswerden. Wollte sie die weitere Betreuung an einen eher agressiven Coach übergeben weil ich mich nicht sofort fügte?

Weiters wurde ermahnt, sollte man bei Terminversäumnis 8-10 Wochen postalisch nicht zu erreichen sein, würde die Caritas das Fernbleiben von step2job dem AMS berichten. Das erschien mir ziemlich eigenartig! Würden die wirklich so lange auf eine Rückmeldung des Teilnehmers warten ohne die MA 40 und das AMS zu alarmieren? Wers glaubt wird selig!

Verärgert verliess ich das Beratungszimmer! Beim Infotag wurde ich also nicht wirklich aufgeklärt und bezüglich der Unterlagen belogen! Die 2 Datenschutzerklärungen waren für die Absicherung der Caritas. Ich hingegen wurde aufgefordert auf meinen Datenschutz zu vezichten! Man wird in eine Zwickmühle gebracht! Einerseits wird man seitens AMS zu step2job zugewiesen jedoch wird die Teilnahme von der Unterzeichnung der Formulare abhängig gemacht! Das ist KEINE Freiwilligkeit, sondern Diktatur! Entweder man spurt oder man erhält die Bestrafung=Bezugskürzung! Aber der Caritas ist das ja alles „wurscht“! Denn wie das AMS und die MA 40 pfeifen sie ebenfalls auf die Menschenrechte! :-( :-(

Erfahrungsbericht Infotag beim Caritas SÖB Jobaktiv (Frühjahr 2011)

Aktiver Admin am Do., 17.03.2011 - 20:10
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Zeit: Frühjahr 2011

Ich bin gestern auf Ihres Seite arbeitslosennetz.org gestoßen. Mit erschrecken habe ich dabei festgestellt, dass bei der Suche nach einem Job einiges anscheinend nicht ganz rechtlich abgeht und eine Vielzahl von Betroffenen über diverse Vorgangsweisen vom AMS zu wenig oder keinerlei Informationen verfügen und dadurch auch manche Sperren durch Sanktionen verhängt werden.

Da mir eine mögliche Sperre angekündigt wurde, habe ich eine Betreuungsvereinbarung zugestimmt.

Ausgehändigt wurde mir:

  • Betreuungsvereinbarung
  • Zuweisung zu "Die Werkstatt 2011". Die AMS Betreuerin hat eigenhändig auch gleich telefonisch einen Termin dazu vereinbart.

(jener Übereifer ist zwar lobenswert jedoch obliegt es sicher in meiner Aufgabe einen Termin zu vereinbaren)

  • abz Frauenberatung 21
  • Informationszettel zu einer möglichen Kombilohnbeihilfe
  • Informationszettel zu "Come Back" Eingliederungsbeihilfe
  • SÖB Jobaktiv 2011
  • Zugangsdaten zu einem E-AMS - Konto
  • Sie hat einen Vorschlag für ein Inserat erstellt, welches ich in eigentlich nicht als Vorschlag bezeichne, wenn jenes Inserat freigegeben wird und noch dazu mit einer falschen Telefonnummer obwohl ich meine Nummer dreimal angesagt habe.

Durch eine längere Erkrankung meinerseits, konnten die vereinbarten Termine bei "Die Werkstatt 2011, abz Frauenberatung 21" nicht wahrgenommen werden und wurde als entschuldigt vom AMS angenommen.

Über das erhaltene E-AMS Konto habe ich jenes Inserat umgeändert und auch die Telefonnummer richtig gestellt. Zu meinem Inserat wurde am Ende der Satz "Die Person kann im Rahmen der Eingliederungbeihilfe für Firmen gefördert werden. Bitte nehmen sie rechtzeitig vor Beginn des Arbeitsverhältnisses Kontakt mit dem AMS Floridsdorf auf. Tel.:……."

Ich betrachte jenen Satz, welcher vom AMS angehängt wurde als eine negative Bewertung und erschwert einer qualifizierenden Arbeitsstelle zu finden, da es einen Unternehmer gleichzeitig suggeriert "langzeitarbeitslos, kann nix ... daher stellt sich die Frage: ist jener zusätzliche Satz in einem Inserat bei AMS verpflichtend?

Den Infotermin bei SÖB Jobaktiv 2011 habe ich wahrgenommen.

Gefragt wurde ich nach meiner Zuweisung vom AMS, welchen ich versehentlich nicht bei meinen Unterlagen dabei hatte. Da mein Name in der Vorhanden Liste eingetragen war, ist dahingehend auch eine Zuweisung durch das AMS offensichtlich.

Zu Beginn wurden die Teilnehmer gefragt, ob wir über das AMS eine ausreichende Information über den Ablauf erhalten haben. Unter den Teilnehmern war kein einziger, der eine ausreichende Information erhalten hat. Einige Teilnehmer, die bereits negative Erfahrungen bei Trendwerk usw. gemacht haben, wurden bei den gegebenen Informationen hellhörig, da im weiteren Gespräch für sie sich gleiche Vorgangsweisen zeigten. Einiges aus diesen Informationen erschien mir sehr widersprüchlich.

Es war nicht ersichtlich ob es sich jetzt um einen Kontrolltermin, Kurs, Trainingsarbeitsplatz oder eine Arbeitsstelle geht. Zum Vortrag wurde erörtert, dass der Kontrolltermin durch unsere Anwesenheit erfüllt sei.

Auch wurden über den Ablauf unterschiedliche angaben gemacht. Eine Frage eines Teilnehmers ob Caritas als Jobvermittler tätig sei und eine ausreichende Berechtigung dazu vorhanden ist, wurde darauf hingewiesen, das Caritas wie ein Markenprodukt bekannt ist und bei der Vermittlung durch Caritas großteils positive Erfolge erzielt werden.

Erwähnt wurde auch als Argument, dass man als Arbeitssuchende einem Unternehmen auch ein Zuckerl hinsichtlich der finanziellen Seite anbieten soll um dadurch mitunter eine Anstellung zu erhalten.

Hinsichtlich einer Rückmeldung von Caritas an das AMS wurde durch die Blume unterschiedliches vorgebracht welches zum Teil als "bleibt lieber da und unterzeichnet eine Aufnahme" betrachtet werden kann. Vom einigen Teilnehmer habe ich entnommen, dass sie aus Angst auf Grund einer möglichen Sperre sich fügen und bei Jobaktiv unterzeichnen.

Dadurch, dass ich bei "arbeitslosennetz.org" gestern am Abend erfahren und einige Berichte daraus gelesen habe, kommt bei mir jetzt ebenfalls die wage Befürchtung auf, dass mir eine mögliche Sperre entgegensteht, weil ich den Infotag bei SÖB Jobaktiv 2011 zwar wahrgenommen habe aber im Schreiben vom AMS darauf hingewiesen werde an der Veranstaltung als Kontrolltermin teilzunehmen bzw. mich umgehend für das ausgeschriebene Arbeitsverhältnis ???? zu bewerben und natürlich eine Rückmeldung über die Bewerbung an das AMS abzugeben.