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Armut ist auch bei uns in Österreich traurige Realität

Karl Halmann am Sa., 17.11.2018 - 22:21

434.000 Menschen gelten in Österreich als arm, davon können 208.000 ihre Wohnung im Winter nicht heizen, da es am nötigen Kleingeld fehlt. 15.000 sind als wohnungslos registriert und über 100.000 Kinder leben in Mindestsicherungshaushalten. Dies sagte am Welttag der Bedürftigen Caritas-Präsident Michael Landau bei einer Pressekonferenz.

1,25 Millionen Menschen gelten als armutsgefährdet. Darunter sind auch 324.000 Kinder betroffen. Was dabei auffällt, jeder 10. Österreicher ist von Altersarmut betroffen. Die durchschnittliche Alterspension in unserem Land beträgt für Männer 1419 €, für Frauen um 40 % weniger, nur 842 €. Familienministerin Ursula Bogner-Strauß und ÖVP-Senioren-Chefin Ingrid Korosec fordern ein Pensions-Splitting zwischen Mann und Frau. Auch Neos-Chefin Beate Meinl-Reisinger ist für diese Regelung.

Da sieht man wie die Politik sich aus der Verantwortung stehlen will. Statt die Pensionsanrechnung für Kindererziehung zu verbessern soll ein Pensions-Splitting her. Von
2,3 Millionen Pensionsbeziehern bekommen die Hälfte nur bis 1115 € Pension. 900.000 von den unteren 1,15 Mio. Pensionsbeziehern bekommen nur 400 und bis knapp über 900 € im Monat. Ein Pensions-Splitting würden den Frauen nur bedingt etwas bringen und würde sie in die Abhängigkeit führen. Eine Frau sollte statt dessen für jedes Kind 4 Jahre für die Pension angerechnet bekommen. Egal ob die Kinder hintereinander oder in mehreren Jahresabständen geboren wurden. So würde eine Frau mit mehreren Kindern leichter auf 30 oder 40 Versicherungsjahre kommen. Kinder zu gebären und groß zu ziehen ist eine große Leistung nicht nur für die eigene Familie, sondern auch wichtig für die ganze Gesellschaft. Aber die Anerkennung durch der Politik lässt noch immer auf sich warten.

Die jetzt von der Regierung versprochene Mindestpension soll erst im Jahr 2020 kommen. Dann soll jeder mit 30 Versicherungsjahren 1000 € und jeder mit 40 Versicherungsjahren 1200 € Mindest-Pension bekommen. Diese Ankündigung bringt der Regierung jetzt ein großes Medienecho. Aber bis 2020 hat die Teuerung für die Lebenserhaltungskosten (Wohnen, Kleidung, Strom, Gas, Essen Trinken, usw.) wieder um etwa 9 % zugelegt. Die jetzt versprochene Mindest-Pension ist bis zur Einführung durch den Kaufkraftverlust keine wirkliche Verbesserung mehr und nur wenige Personen werden sie dann auch bekommen. Deswegen wird von der Regierung auch nur von 50 Mio. Euro Mehrkosten ausgegangen. Da sehen wir wie uns die ÖVP/FPÖ-Regierung hinhält, manipuliert und belügt.

Wir die Partei mit Herz - APÖ, www.apoe.at, Mail: karl.halmann@a1.net sind für die Bekämpfung der Armut. Auch Bildung, Gesundheit, lebensfähige Einkommen, Arbeitsplätze vor Ort durch Klein- und Mittelbetriebe, Steuergerechtigkeit für alle und Mitbestimmung durchs Volk sind oberste Prioritäten. Jeder Mensch sollte gleich viel wert sein, egal welcher Hautfarbe und Herkunft, gleichberechtigt zwischen Mann und Frau und ohne Unterschied zwischen arm oder reich.

Ich warne ÖVP-Kanzler Sebastian Kurz und seinen FPÖ-Vizekanzler HC Strache. Sollte die Regierung mit dem Sozialabbau so weitermachen und die Abschaffung der Notstandshilfe durchsetzen, dann ist Feuer am Dach und wir werden mit den Betroffenen auf die Straße gehen!

Karl Halmann, Obmann
Partei mit Herz - APÖ