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Gemeinnützige Beschäftigungsprojekte (GBP)

Integra Vorarlberg: Allgemeine Information

Aktiver Admin am Mi., 03.06.2015 - 20:48
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Homepage

http://www.integra.or.at/

Gemeinnütziges Beschäftigungsprojekt wo reguläre Kollektivverträge durch die vermutlich sittenwidrige Pauschalentlohnung umgangen werden.

Laut Ranking der Wirtschafts-Standort Vorarlberg GmbH (WISTO) nimmt Integra mit 259 MitarbeiterInne und 3 mio. Euro Umsatz den Platz 46 ein.

Erfahrungsberichte

Parlamentarische Anfragen

  • Arbeitsmarktförderungen für "Outplacement", "sozialintegrative Unternehmen", "Social Profit (Benefit)" - Unternehmen, "sozialökonomische Betriebe", "Transitarbeitsplätze" und "Zweiten Arbeitsmarkt" (1053/J)
    http://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXV/J/J_01053/index.shtml
    Anmerkung: Echt skurril, dass die FPÖ nur nach dem Anteil der AusländerInnen fragt, also ob diese Zwangsmaßnahmen etwas gutes wären, ohne die Missstände am "zweiten Arbeitsmarkt" je mit einem Wort zu kritisieren ...

Medienberichte

Zweiter Arbeitsmarkt: Gedanken zur Zwangsarbeit (1.4.2015)

Aktiver Admin am Mi., 01.04.2015 - 23:10
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Die Wirtschaft stagniert, die Mitarbeiter werden immer mehr zu einem reinen Kostenfaktor und wegrationalisiert. Für die Betroffenen selbst wird es immer schwieriger, einen neuen Job zu finden.

In diesen Zeiten werden auch die Maßnahmen des AMS immer drastischer. Von Politik und Sozialminister gewünscht, damit die Arbeitslosenstatistiken besser aussehen und Österreich die geringste Arbeitslosenrate in der EU aufweist.

Außerdem sitzen ja Arbeitslose nur zu Hause herum und schauen in die Luft. Denn Hausarbeit, Kinderbetreuung, Pflege von Angehörigen oder eine selbständige Tätigkeit, bei der man zwar viel arbeitet, aber von der man nicht leben kann, zählen nicht. Arbeit wird in unserer Gesellschaft nur als solche gewertet, wenn dem gegenüber eine Geldleistung steht.

Auch wenn es eine Arbeit in einem SÖB (sozialökonomischen Betrieb) ist, bei der die Betroffenen nichts leisten außer ihrer Anwesenheit.

Diese Betriebe bilden den sogenannten zweiten Arbeitsmarkt.

Allerdings können auch sie nicht mehr neue Stellen aus dem Hut zaubern. So sitzen die dort beschäftigten „Arbeiter“ (Angestellte gibt es keine mehr, auch wenn sie studiert haben) ihre Arbeitszeit vor dem Computer ab, wo sie sich selbst einen neuen Job am 1. Arbeitsmarkt suche sollen.

Die Arbeitslosen werden genötigt, Arbeitsverträge bei diesen Firmen zu unterschreiben, die sie mitunter sogar in eine finanziell schlechtere Lage bringen.

Die Statistiken werden so beschönigt, das tatsächliche Problem jedoch nicht behoben.

Steuert Österreich dem deutschen Vorbild nach, wo mit der Schaffung von Hartz IV Menschen gezwungen werden, um jeden noch so geringen „Preis“ zu arbeiten.

Warum propagiert die Politik nicht gleich wieder den Slogan „Arbeit macht frei“?

Sind Personen ohne Arbeit keine Menschen mehr? Wenn man seine Erwerbsarbeit verliert, verliert man dann auch das Recht auf Menschenwürde?

Wenn diejenigen unter ihnen, die noch eine ADÄQUAT bezahlte Arbeitsstelle haben, jetzt aufschreien, das sind ja eh nur die Tachinierer, dann frage ich sie: wollen sie um € 700,00 arbeiten und dann auf’s Sozialamt betteln gehen, damit sie sich eine Wohnung UND ihr Essen leisten können?

Diese Möglichkeit bietet übrigens die CARLA in ihrer neuen Firma für Transitarbeitskräfte an. Die Leute werden nur auf Teilzeitbasis angestellt. Es wird ihnen empfohlen, doch lieber diese Möglichkeit zu nehmen und die Ausgleichszulage vom Sozialamt zu fordern, als ihr vielleicht sogar höheres Arbeitslosengeld oder ihre Notstandhilfe in Anspruch zu nehmen.

Einen Vorteil, unter der Armutsgrenze bezahlt zu werden, habe ich aber schon gefunden!

Ich kann dann in den Sozialmärkten einkaufen gehen. Und einen Kulturpass bekomme ich dann auch.

N.H.

P.S. Zu dem Artikel über die Sinnlosigkeit der Kurse kann ich nur zustimmen. Die einzigen, die daran verdienen, sind die Kursinstitute. Ich habe nichts gegen Weiterbildung.

Ich habe während meiner langjährigen Berufstätigkeit im Finanzbereich nebenberuflich 2 zusätzliche Ausbildungen gemacht und bin derzeit auch noch geringfügig selbständig tätig.

Für mich waren und sind diese Kurse bisher nur eine Rückbildung, ein erzwungenes Nichtstun. Ich bekomme die Depressionen immer dann, wenn ich dort sinnlos herumsitzen muss. Und für mein berufliches Weiterkommen nützliche Kurse wurden vom AMS immer abgelehnt. Außerdem werden hier die Arbeitslosenzahlen nochmals geschönt. Denn gäbe es diese Maßnahmen nicht, wären die dort Beschäftigten auch noch offiziell arbeitslos.

WBI Leoben: Rechtswidrige und unvorteilhafte Passagen des Arbeitsvertrages

Aktive Arbeits… am Sa., 30.08.2014 - 17:16
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Folgende Auszüge aus dem Arbeitsvertrag stammen aus dem Jahr 2014. Ob die Arbeitsverträge von WBI noch immer so viel Unsinn enthalten, können wir nicht sagen. Wir bitten daher uns aktuelle Arbeitsverträge zur Überprüfung in Kopie oder als Scan (anonymisieren nciht vergessen!) zu schicken.

Wer so einen mit schikanösen Bestimmungen gespickten Arbeitsvertrag entmündigt sich de facto selbst. Eine Selbstkündundigung bzw. Auflösung in der Probezeit sollte daher vom AMS aufgrund der Unzumutbarkeit dieses Arbeitsvertrages nicht mit einer Wartefrist/Sperre von 4 Wochen bestraft werden können.

Wir empfehlen jedenfalls, sich solche Vertragsbestandteile nicht hinzunehmen!

Präambel

Die DienstnehmerIn verpflichtet sich, dem Projektzweck konform ihre Tätigkeit auszuüben. Die DienstnehmerIn erklärt sich damit einverstanden, dass eine Arbeitsweise, die dem Projektziel offensichtlich entgegenwirkt, zu sofortigen Abbruch des Dienstverhältnisses auch innerhalb der Befristung führt.

Anmerkung: Rechtswidrig. Zu unbestimmt formuliert. Darunter könnte auch ein gewerkschaftlicher Kampf um die eigenen Rechte fallen bzw. jede Form des Widerstands! Dient offenbar der Einschüchterung! Entlassungsgründe sind nämlich gesetzlich geregelt.

I. DIENSTVERWENDUNG UND ENTLOHNUNG

Allfällig gewährte Zulagen oder Überzahlungen werden auf freiwilliger Basis gegen jederzeitigen Widerruf gewährt.

Zumindest unvorteilhaft.

Die Dienstnehmerin ist bereit einer Änderung der Tätigkeit zuzustimmen. Aus der ausgeübten Tätigkeit kann kein Recht zur dauernd gleichen Verwendung abgeleitet werden.

Rechtswidrig. Eine deutlich niederwertigere Tätigkeit, z.B. Versetzung von Bürodienst zur Gartenarbeit, bedarf der Zustimmung der Betroffenen!

II. DAUER DES ARBEITSVERHÄLTNISSES

Die DienstnehmerIn erklärt sich ausdrücklich damit einverstanden, dass ihr Dienstverhältnis auch während der Befristung aufgrund eines in ihrer Person liegenden Umstandes jederzeit wieder beendet werden kann. Zu diesen Umständen zählen insbesondere:

Das oben zitierte, dem Projektziel nicht förderliche Verhalten, Alkoholisierung am Arbeitsplatz; Arbeits- und Tätigkeitsverweigerung; unentschuldigtes Fernbleiben vom Arbeitsplatz; Unerlaubtes Verlassen des Arbeitsplatzes, Raufhandel, Beschimpfungen und Tätlichkeiten gegenüber anderen Arbeitskolleginnen etc.

Desweiteren gilt auch das vorsätzliche Missachten von Anweisungen des Vorgesetzten als Grund für die sofortige Beendigung des Arbeitsverhältnisses.

Rechtswidrig: Verlassen des Arbeitsplatzes (z.B. um auf die Toilette zu gehen oder ein wichtiges Telefonat zu machen) und Missachten einzelner Anweisungen eines Vorgesetzen alleine sind nicht in jedem Fall ein Entlassungsgrund.

III. Dienstort

Die DienstnehmerIn kann auch zu Leistungen an einem anderen Arbeitsplatz bzw. Arbeitsbereich herangezogen werden, sofern der Arbeitsplatz bzw. der Arbeitsbereich in unmittelbarem Einflussverhältnis zum Verein WBI steht.

Zu unbestimmt. Auch nach einer Versetzung muss die zumutbare Wegzeit nach AlVG eingehalten werden!

VI. Dienstverhinderung

Über die Dienstverhinderung ist ab dem ersten Tag der Verhinderung eine ärztliche Bestätigung oder ein anderer geeigneter Nachweis vorzulegen

Rechtskonform, wegen des Zusammenhangs mit dem folgenden Absatz hier angeführt.

Kommt die DienstnehmerIn dieser Verpflichtung nicht nach, verliert sie/er für die Dauer der Versäumnis den Anspruch auf Entgelt. Der Dienstgeber hat das Recht, nach einer Dienstverhinderung von mehr als 14 Kalendertagen die DienstnehmerIn bei einem Vertrauensarzt des Dienstgebers vorzuladen.

Rechtswidrig: Der Arbeitgeber darf weder die Form der Krankenbestätigung vorschreiben noch von welchem Arzt diese auszustellen ist.

XI. Sonderzahlungen

Der Anteil auf den aliquoten Anteil der Sonderzahlungen gebührt nicht, wenn das Arbeitsverhältnis durch berechtigte fristlose Entlassung oder ohne Vorliegen eines wichtigen Austrittgrundes gelöst wird (§ 26 und § 28 des Angestelltengesetzes)

Zumindest unvorteilhaft

XII. LEISTUNGSAUSSCHLUSS

Für Dienstleistungen, die nicht zustande gekommen sind, gebührt der DienstnehmerIn kein Entgelt, wenn Umstände gegeben sind, die auf Seiten des Dienstgebers liegen (Ausschluss des § 1155 ABGB – beispielsweise bei Elementarereignissen Sturmschäden, Brand, Baugebrechen udgl.)

Rechtswidrig: Gesetzlich festgeschriebene Rechte wie das ABGB können nicht per Arbeitsvertrag außer Kraft gesetzt werden!

XIII. HAFTPFLICHT

In Abänderung des § 6 des Dienstnehmerhaftpflichtgesetzes wird vereinbart, dass auf einem minderen Grad des Versehens beruhende Schadensersatzansprüche oder Rückgriffsansprüche erlöschen, wenn sie nicht binnen 3 Jahre nach Ablauf des Tages, an dem sie erhoben werden können, geltend gemacht werden.

Rechtswidrig. Laut Dienstnehmerhaftpflichtgesetzes beträgt diese Frist 6 Monate und darf nicht durch einen arbeitsbertrag oder einen Kollektivvertrag zuungunsten der ArbeitnehmerIn verlängert werden! Hier geht es um die Geltendmachung von durch die ArbeitnehmerIn verursachte Schäden!

XIV. GESCHENKANNAHMEVERBOT

Geschenke dürfen nur mit ausdrücklicher Zustimmung des Arbeitgebers angenommen werden. Die unbefugte Geschenkannahme stellt einen Entlassungsgrund dar.

Rechtswidrig. Geschenkannahme - insbesondere in kleinerem Ausmaß im Wert von bis zu 100 Euro sind sicher kein Entlassungsgrund!

Ausgenommen von diesem Verbot sind kleine Gelegenheitsgeschenke (Blumen, Genussmittel udgl. Im Gegenwert bis max. Euro 10,-).

Die DienstnehmerIn ist verpflichtet, jede Geschenkannahme dem Dienstgeber mitzuteilen.

XIV. GEHEIMHALTUNGSPFLICHTEN

Die DienstnehmerIn ist zur Verschwiegenheit hinsichtlich sämtlicher Angelegenheit, die den Dienstgeber betreffen, gegenüber jedermann verpflichtet. Die Nichteinhaltung dieser Bestimmung bietet einen Entlassungsgrund. Auch nach Ende des Dienstverhältnisses dürfen dienstinterne Angelegenheiten nicht weiter gegeben werden.

Rechtswidrig. Verschwiegenheitspflichten umfassen nur Geschäftsgeheimnisse bzw. Dienstgeheimnisse. Diese extrem offene Formulierung dient offenbar der Einschüchterung, weil nicht einmal die Information bzw. Rechtberatung durch AK, Gewerkschaft oder Arbeitsloseninitiativen bei Problemen im Betrieb möglich wäre. Verletzt also die Informationsfreiheit nach Artikel 10 Europäische Menschenrechtskonvention (Steht in verfassungsrang).

XV. NEBENBESCHÄFTIGUNG

Jede Nebenbeschäftigung, wie so beispielsweise so die Begründung eines anderen Dienstverhältnisses, eines Werkvertrages oder arbeitnehmerähnlichen Verhältnisses, bedarf der Zustimmung des Arbeitgebers. Davon ausgenommen sind lediglich Beschäftigungen, welche dem rein privaten Bereich zuzuordnen werden können.

Zumindest unvorteilhaft wenn nicht gesetzeswidrig. Soferne durch Nebenbeschäftigungen die Arbeitstätigkeit im Betrieb nicht eingeschränkt wird oder in Konkurrenz zum Arbeitgeber steht (z.B. gleiche Branche/Tätigkeit) darf der Arbeitgeber Nebenbeschäftigungen nicht verbieten.

XVI. IRRTÜMLICHE ZAHLUNG

Im Falle einer irrtümlich erfolgten Berechnung des Entgeltes, oder überhöhten Auszahlung, erklärt sich die DienstnehmerIn bereit, zu viel ausbezahlte Beträge zurück zu erstatten.

Rechtswidrig: Wenn aufgrund geringer Höhe und sonstiger Umstände der Arbeitnehmer guten Glaubens annehmen konnte, dass der Betrag richtig ist, muss dieser nicht zurück gezahlt werden!

Die DienstnehmerIn ist verpflichtet, jede Abrechnung und Auszahlung dem Grunde und der Höhe nach auf die Richtigkeit zu prüfen.

XVIII. VERFALL VON ANSPRÜCHEN

Ansprüche jeglicher Art aus dem Arbeitsverhältnis sind binnen 3 Monaten ab Fälligkeit bei sonstigem Verfall beim Arbeitgeber mittels eingeschriebenen Brief geltend zu machen.

Unvorteilhaft.

Über WBI Leoben

Aktive Arbeits… am Mi., 20.08.2014 - 17:27
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WBI - Wirtschafts- und Beschäftigungsinitiative des Bezirks Leoben

Bei WBI Leoben handelt es sich um eingemeinnütziges Beschäftigungsprojekt (GBP) der unter anderm im Rahmen der Aktion Gemeinde Arbeitslose in Gemeinden arbeiten läßt. Unserer Meinung nach handelt es sich dabei um Personalüberlassung, weshalb nicht bloß die niedrige, unserer Meinung nach sittenwidrige, Pauschalentlohnung nach BAGS-Transistarbeitskräfteregelung zu zahlen ist, sondern nach dem regulären Gehaltsschema der Gemeinde! Wird nur ein Lohn nach Transitarbeitskräfteregelung angeboten, dürfte der Arbeitsvertrag also sittenwidrig und daher unzumutbar sein!

Erfahrungsberichte:

Homepage:

Medienberichte

WBI GmbH

Angaben ohne Gewähr (vor allem auf Vollständigkeit). Stand: 21.8.2015

Waasenstraße 1 8700 Leoben

WKO Firmen ABS Eintrag:
https://firmen.wko.at/Web/DetailsInfos.aspx?&FirmaID=6d72e29e-2dfd-4634-b124-f07d899a1b42

Firmenbuchauszug: http://firmenbuchauszug.at/Firmenbuchinformation/295AFB06F790

Mitarbeiter: 2

Geschäftsführer: Winterer Wolfgang

Gesellschafter: Verein "Wirtschafts- und Beschäftigungsinitiative Leoben " eingetragener Verein Anteil: 100%

Verein "Wirtschafts- und Beschäftigungsinitiative Leoben"

Vorstand

  • Obmann: Kurt Wallner (SPÖ)
  • Obmann Stellvertreter: Abl Mario (SPÖ), MBA in Public Management
    • Seit 2009 Bürgermeister (SPÖ) von Trofaiach
    • Vorsitzender der AKV - Arbeitsgemeinschaft kommunaler Versorgungsunternehmen Steiermark
      http://akv-steiermark.at/main/vorstand.htm
    • Städtebund: Mitglied des Hauptausschusses der Landesgruppe Steuermark
    • 2005 bis 2009 war Sozial-Stadtrat in Trofaiach
    • 1999 bis 2008 Dienstrechtsreferent der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten der Landesgruppe Steiermark
    • 1993 bis 1999 Sekretär des Österreichischen Gewerkschaftsbundes, in der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten, Rechtsberatung und Organisation
  • Schriftführer: Angerer Mario (ÖVP)
  • Schriftführer Stellvertreter: Dobnigg Karl (SPÖ)
  • Kassier: Schrabacher Hans (SPÖ)
    • Bürgermeister von Schoberpass
  • Kassier: Marak Johann (SPÖ)
    • Bürgermeister von Niklasdorf

Beteiligungen des Vereins WBI:

WBI Leoben: Noch einmal davon gekommen ...

Aktive Arbeits… am Mi., 20.08.2014 - 17:21
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Nach einem Betreuerwechsel und zwei Paragraph §49 Terminen, die aus meiner Sicht unrechtmäßig ausgesprochen wurden, wurde mir bei dem Betreuungstermin vom 8. April 2013 mit meiner neuen AMS Betreuerin eine befristete Anstellung beim WBI Leoben schmackhaft gemacht. Vor allem wurde betont, dass gegebenenfalls sogar eine Tätigkeit im Umfeld meiner ursprünglichen Ausbildung als Kulturwissenschaftler gefunden werden könnte. Jedenfalls sollte es eine Bürotätigkeit sein.

In meiner Betreuungsvereinbarung vom 8. April steht dazu leider nicht so eindeutig bzgl. Büro:

Begründung für die beabsichtigte Vorgangsweise:

Durch ein befristetes Dienstverhältnis über den Verein WBI bei einer Gemeinde oder einem gemeindenahen Betrieb (z.B. Museumsdepot) soll Ihre psychische Belastbarkeit* geprüft werden und eine Wiedereingliederung in den ersten Arbeitsmarkt erfolgen.

(*Zur psychischen Disposition ist zu sagen, dass ich mithilfe der Aktiven Arbeitslosen alle Anstrengungen einer aus meiner Sicht Bevormundung durch das AMS abstellen konnte und in meiner aktuellen Betreuungsvereinbarung vom 1. Juli 2013 sind keine Hinweise zur psychischen Disposition mehr zu finden.)

Am 24. April 2013 musste ich einen Termin beim WBI wahrnehmen. Im Schreiben vom AMS hieß es ausdrücklich, dass es sich um einen Kontrolltermin handle – bei Nichterscheinen erfolgt Bezugssperre.

Das WBI-Büro befindet sich in Leoben im Stadtteil Waasen in unmittelbarer Nähe weiterer sozialökonomischer Betriebe u. dem AMS. Irgendwie hat man den Eindruck, dass neben einigen wenigen Geschäften und auch einigen leerstehenden Geschäftsräumlichkeiten, das ganze Viertel von AMS und seinen sozialökonomischen Ablegern dominiert wird. Filialen bekannter Einzelhandelsketten sind in den letzten Jahren keine mehr angesiedelt worden. Teilweise macht das Stadtviertel daher einen trostlosen Eindruck.

Vor dem WBI-Büro standen mehrere Frauen, einige davon waren Migrantinnen, die rauchten. Ich betrat den verglasten Eingangsbereich. Obwohl ich bei einer Bürotür klopfte und mich vorstellte, ließ man mich warten. Ich setzte mich im beengten Eingangsbereich auf eine Couch. Nachdem ich einige Minuten gewartet hatte, bemerkte ich, dass neuankommende Klienten betreut wurden und entschloss mich daher, es erneut zu versuchen. Ich betrat noch einmal das Büro in dem zwei Damen saßen, die mir daraufhin den Weg durch ihr Büro in ein dahinter liegendes Zimmer zeigten. Durch die verwinkelte Anordnung der Räume war das nicht sofort erkennbar. Dort traf ich dann auf die für mich zuständige Dame.

Das Gespräch führte ich mit Frau A. Sie widersprach Frau M., meiner Betreuerin vom AMS Leoben, und sagte mir, dass es kaum Möglichkeiten gebe im Büro zu arbeiten. Ihr Argument war vor allem der strenge Datenschutz in den Gemeinden.

Frau A. wollte mich sofort im Sommer (Fuhrpark, Gartenarbeit) in eine Gemeinde vermitteln. Danach ging sie mit mir eine Art Eignungsbogen durch, auf dem sie alle Antworten notierte. Als wir zum Punkt, Gesundheit Allergien kamen, gab ich eine Gräserallergie und andere Allergien an. Daraufhin stellte sie fest, dass es mit dem Rasenmähen im Sommer nichts werden würde.

Frau A. fragte mich auch, ob ich mir vorstellen könne in meiner Heimatgemeinde in Niklasdorf zu arbeiten. Ihr habe die Erfahrung gezeigt, dass die WBI Beschäftigten nicht gerne in Ihrer Heimatgemeinde arbeiten wollen. Wir kamen überein, dass die Niklasdorf nächste Gemeinde, nämlich Proleb, jene Gemeinde sei, ab der sie für mich suchen wolle.

Bei Tätigkeit wurde die Formulierung bevorzugt Bürotätigkeit eingetragen.

Bei einem Blick auf den Tisch habe ich auf einer Liste mir bekannte Namen gelesen. Es muss sich um bereits in Arbeit befindliche WBI Klienten handeln. Einen dieser Männer habe ich erst kurz davor gesehen, wie er für ein Event der Stadtgemeinde Plakate angebracht hat. Dieser Mann gehört ohne ihn herabsetzen zu wollen, ganz eindeutig zur absoluten Unterschicht – hat sicher keinen Lehrabschluss und möglicherweise sogar einen kriminellen Hintergrund - von Leoben und ist mir aus meiner Jugendzeit in Donawitz bekannt. Hier scheint, das zuzutreffen, was ich über diese Form von Arbeit auf kritischen Seiten im Internet gelesen habe. Dass mit solchen Maßnahmen ursprünglich ehemalige Strafgefangene rehabilitiert wurden und werden.

Ohne mich ganz abgrenzen zu wollen, stelle ich mir die Frage, welchen Nutzen eine Arbeit für mich hat, wenn – sie so unpassend, nicht fordernd und in so einem Umfeld stattfindet, dass ich sie meinem künftigen Arbeitgeber eher verschweigen sollte? Dass WBI Beschäftigte sich scheuen in der eigenen Gemeinde tätig zu werden, weil sie sich schämen!

Über den Zeitraum meiner Beschäftigung wurde dann nicht genauer gesprochen. Den Unterlagen habe ich entnommen, dass es sich um 2 Monate handeln würde. Soweit ich mich erinnern kann, habe ich hier die Auskunft bekommen, dass es auch länger sein könnte.

Ich bin zu keinem Zeitpunkt aufgeklärt worden, dass eine Vermittlung möglicherweise nur auf freiwilliger Basis geschehen könne. Dass ich möglicherweise das Recht habe, abzulehnen und nicht unterschreiben müsse. Außerdem ist die Betreuungsvereinbarung mit der Angabe von Daten verquickt, deren Richtigkeit man bestätigen muss. Nachdem ich die Einladung als Kontrolltermin erhalten habe und zudem zwei Kontrolltermine mit Androhung der Entzugssperre diesen Ereignissen vorausgingen, war ich derart eingeschüchtert, dass ich die Betreuungsvereinbarung des WBI einfach unterschrieben habe.

Bei meinem letzten Betreuungstermin am 1. Juli 2013 habe ich bei meiner AMS Betreuerin erwähnt, dass eine Büroanstellung über das WBI nicht möglich sei. Meine Betreuerin hat mir versichert, dass man sich jedes Angebot anschauen müsse. Zurzeit habe man genügend Klienten, die die Anforderung der Gemeinden abdecken.

Siehe auch: