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WBI Leoben

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Dubiose Jobangebote bei WBI Leoben (Sommer 2017)

Aktiver Admin am Mo., 06.11.2017 - 15:50
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Ich bin 53 Jahre alt und seit sechs Monaten beschäftigungslos. Mein Arbeitslosenbezug geht noch sechs Monate. Ich hatte bis 31. Mai 2017 eine Beraterin beim AMS wo ich regelmäßig meine Termine hatte. Ab Juni bin ich einem anderen Berater zugeteilt. Vor einer Woche bekam ich ein Schreiben vom AMS, worin mir mitgeteilt wurde ich habe einen Termin beim Verein "WBI Leoben GmbH". Dies sei ein Kontrolltermin und ein Nichterscheinen hätte den Verlust des Arbeitslosenbezuges bis zu meinem nächsten Termin bei meinem Berater zur Folge.

Ich bin beim WBI vorstellig geworden und dort wurde mir mitgeteilt, dass ich zu einer Arbeit in eine Gemeinde im Bezirk Leoben vermittelt werde. Dabei hatte ich 3 Arbeitsstellen zur Auswahl wobei die Arbeitsdauer für die Arbeitsstellen nur 2 Monate beträgt. 2x als Hilfsarbeiter zum Rasenmähen und 1x zum Ticket verkaufen und Aufsichtsperson im Museum Leoben. Ich habe mir eine Stelle zum Rasenmähen gewählt und bekam einen Vorstellungstermin bei der betreffenden Gemeinde, welchen ich heute wahrgenommen habe.

Erst durch den Gemeindebediensteten habe ich mehr über diese Vorgehensweise und die Arbeitsvermittlung erfahren. So z.B., dass von dieser Maßnahme normalerweise nur Personen betroffen sind die weder Arbeitslosenbezug noch Notstandshilfe beziehen. Ich habe vom Gemeindebeamten wenigstens etwas mehr erfahren als mir vom WBI Leoben mitgeteilt wurde. Dabei habe ich erst erfahren, dass ich scheinbar in einer Maßnahme oder einem Projekt (wie immer das auch heißen mag) bin. Nach wie vor weiß ich aber nicht was ich verdienen würde.

Die ganze Vorgehensweise dieser Arbeitsvermittlung erscheint mir sehr dubios,vor allem deshalb, da ich zwar eine Arbeitsstelle als Haustechniker,Hausmeister oder Schulwart suche wo die Grünpflege der Außenanlage ein Teil des Aufgabengebietes ist, aber nicht als Hilfsarbeiter der nur zum Rasenmähen und für Hilfstätigkeiten eingesetzt wird. Zudem kenne ich meinen neuen Berater beim AMS noch gar nicht und hatte noch kein persönliches Gespräch bei Ihm.

Ich habe den Eindruck als wäre das eine "Zwangsvermittlung" ohne die Möglichkeit zu haben selbst entscheiden zu können ob man die Stelle annehmen möchte.

Ich bin dann beim stöbern im Internet auf Ihre Seite gestossen und habe dabei mit entsetzen festgestellt, dass diese Arbeitsvermittlung tatsächlich sehr dubios ist. Vor allem die Arbeitsverträge seien schlechter als die von Arbeitsvermittlungsfirmen. Zum Teil gesetzeswidrig aber auf jeden Fall zum Nachteil des Arbeitnehmers.

WBI Leoben: Rechtswidrige und unvorteilhafte Passagen des Arbeitsvertrages

Aktive Arbeits… am Sa., 30.08.2014 - 17:16
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Folgende Auszüge aus dem Arbeitsvertrag stammen aus dem Jahr 2014. Ob die Arbeitsverträge von WBI noch immer so viel Unsinn enthalten, können wir nicht sagen. Wir bitten daher uns aktuelle Arbeitsverträge zur Überprüfung in Kopie oder als Scan (anonymisieren nciht vergessen!) zu schicken.

Wer so einen mit schikanösen Bestimmungen gespickten Arbeitsvertrag entmündigt sich de facto selbst. Eine Selbstkündundigung bzw. Auflösung in der Probezeit sollte daher vom AMS aufgrund der Unzumutbarkeit dieses Arbeitsvertrages nicht mit einer Wartefrist/Sperre von 4 Wochen bestraft werden können.

Wir empfehlen jedenfalls, sich solche Vertragsbestandteile nicht hinzunehmen!

Präambel

Die DienstnehmerIn verpflichtet sich, dem Projektzweck konform ihre Tätigkeit auszuüben. Die DienstnehmerIn erklärt sich damit einverstanden, dass eine Arbeitsweise, die dem Projektziel offensichtlich entgegenwirkt, zu sofortigen Abbruch des Dienstverhältnisses auch innerhalb der Befristung führt.

Anmerkung: Rechtswidrig. Zu unbestimmt formuliert. Darunter könnte auch ein gewerkschaftlicher Kampf um die eigenen Rechte fallen bzw. jede Form des Widerstands! Dient offenbar der Einschüchterung! Entlassungsgründe sind nämlich gesetzlich geregelt.

I. DIENSTVERWENDUNG UND ENTLOHNUNG

Allfällig gewährte Zulagen oder Überzahlungen werden auf freiwilliger Basis gegen jederzeitigen Widerruf gewährt.

Zumindest unvorteilhaft.

Die Dienstnehmerin ist bereit einer Änderung der Tätigkeit zuzustimmen. Aus der ausgeübten Tätigkeit kann kein Recht zur dauernd gleichen Verwendung abgeleitet werden.

Rechtswidrig. Eine deutlich niederwertigere Tätigkeit, z.B. Versetzung von Bürodienst zur Gartenarbeit, bedarf der Zustimmung der Betroffenen!

II. DAUER DES ARBEITSVERHÄLTNISSES

Die DienstnehmerIn erklärt sich ausdrücklich damit einverstanden, dass ihr Dienstverhältnis auch während der Befristung aufgrund eines in ihrer Person liegenden Umstandes jederzeit wieder beendet werden kann. Zu diesen Umständen zählen insbesondere:

Das oben zitierte, dem Projektziel nicht förderliche Verhalten, Alkoholisierung am Arbeitsplatz; Arbeits- und Tätigkeitsverweigerung; unentschuldigtes Fernbleiben vom Arbeitsplatz; Unerlaubtes Verlassen des Arbeitsplatzes, Raufhandel, Beschimpfungen und Tätlichkeiten gegenüber anderen Arbeitskolleginnen etc.

Desweiteren gilt auch das vorsätzliche Missachten von Anweisungen des Vorgesetzten als Grund für die sofortige Beendigung des Arbeitsverhältnisses.

Rechtswidrig: Verlassen des Arbeitsplatzes (z.B. um auf die Toilette zu gehen oder ein wichtiges Telefonat zu machen) und Missachten einzelner Anweisungen eines Vorgesetzen alleine sind nicht in jedem Fall ein Entlassungsgrund.

III. Dienstort

Die DienstnehmerIn kann auch zu Leistungen an einem anderen Arbeitsplatz bzw. Arbeitsbereich herangezogen werden, sofern der Arbeitsplatz bzw. der Arbeitsbereich in unmittelbarem Einflussverhältnis zum Verein WBI steht.

Zu unbestimmt. Auch nach einer Versetzung muss die zumutbare Wegzeit nach AlVG eingehalten werden!

VI. Dienstverhinderung

Über die Dienstverhinderung ist ab dem ersten Tag der Verhinderung eine ärztliche Bestätigung oder ein anderer geeigneter Nachweis vorzulegen

Rechtskonform, wegen des Zusammenhangs mit dem folgenden Absatz hier angeführt.

Kommt die DienstnehmerIn dieser Verpflichtung nicht nach, verliert sie/er für die Dauer der Versäumnis den Anspruch auf Entgelt. Der Dienstgeber hat das Recht, nach einer Dienstverhinderung von mehr als 14 Kalendertagen die DienstnehmerIn bei einem Vertrauensarzt des Dienstgebers vorzuladen.

Rechtswidrig: Der Arbeitgeber darf weder die Form der Krankenbestätigung vorschreiben noch von welchem Arzt diese auszustellen ist.

XI. Sonderzahlungen

Der Anteil auf den aliquoten Anteil der Sonderzahlungen gebührt nicht, wenn das Arbeitsverhältnis durch berechtigte fristlose Entlassung oder ohne Vorliegen eines wichtigen Austrittgrundes gelöst wird (§ 26 und § 28 des Angestelltengesetzes)

Zumindest unvorteilhaft

XII. LEISTUNGSAUSSCHLUSS

Für Dienstleistungen, die nicht zustande gekommen sind, gebührt der DienstnehmerIn kein Entgelt, wenn Umstände gegeben sind, die auf Seiten des Dienstgebers liegen (Ausschluss des § 1155 ABGB – beispielsweise bei Elementarereignissen Sturmschäden, Brand, Baugebrechen udgl.)

Rechtswidrig: Gesetzlich festgeschriebene Rechte wie das ABGB können nicht per Arbeitsvertrag außer Kraft gesetzt werden!

XIII. HAFTPFLICHT

In Abänderung des § 6 des Dienstnehmerhaftpflichtgesetzes wird vereinbart, dass auf einem minderen Grad des Versehens beruhende Schadensersatzansprüche oder Rückgriffsansprüche erlöschen, wenn sie nicht binnen 3 Jahre nach Ablauf des Tages, an dem sie erhoben werden können, geltend gemacht werden.

Rechtswidrig. Laut Dienstnehmerhaftpflichtgesetzes beträgt diese Frist 6 Monate und darf nicht durch einen arbeitsbertrag oder einen Kollektivvertrag zuungunsten der ArbeitnehmerIn verlängert werden! Hier geht es um die Geltendmachung von durch die ArbeitnehmerIn verursachte Schäden!

XIV. GESCHENKANNAHMEVERBOT

Geschenke dürfen nur mit ausdrücklicher Zustimmung des Arbeitgebers angenommen werden. Die unbefugte Geschenkannahme stellt einen Entlassungsgrund dar.

Rechtswidrig. Geschenkannahme - insbesondere in kleinerem Ausmaß im Wert von bis zu 100 Euro sind sicher kein Entlassungsgrund!

Ausgenommen von diesem Verbot sind kleine Gelegenheitsgeschenke (Blumen, Genussmittel udgl. Im Gegenwert bis max. Euro 10,-).

Die DienstnehmerIn ist verpflichtet, jede Geschenkannahme dem Dienstgeber mitzuteilen.

XIV. GEHEIMHALTUNGSPFLICHTEN

Die DienstnehmerIn ist zur Verschwiegenheit hinsichtlich sämtlicher Angelegenheit, die den Dienstgeber betreffen, gegenüber jedermann verpflichtet. Die Nichteinhaltung dieser Bestimmung bietet einen Entlassungsgrund. Auch nach Ende des Dienstverhältnisses dürfen dienstinterne Angelegenheiten nicht weiter gegeben werden.

Rechtswidrig. Verschwiegenheitspflichten umfassen nur Geschäftsgeheimnisse bzw. Dienstgeheimnisse. Diese extrem offene Formulierung dient offenbar der Einschüchterung, weil nicht einmal die Information bzw. Rechtberatung durch AK, Gewerkschaft oder Arbeitsloseninitiativen bei Problemen im Betrieb möglich wäre. Verletzt also die Informationsfreiheit nach Artikel 10 Europäische Menschenrechtskonvention (Steht in verfassungsrang).

XV. NEBENBESCHÄFTIGUNG

Jede Nebenbeschäftigung, wie so beispielsweise so die Begründung eines anderen Dienstverhältnisses, eines Werkvertrages oder arbeitnehmerähnlichen Verhältnisses, bedarf der Zustimmung des Arbeitgebers. Davon ausgenommen sind lediglich Beschäftigungen, welche dem rein privaten Bereich zuzuordnen werden können.

Zumindest unvorteilhaft wenn nicht gesetzeswidrig. Soferne durch Nebenbeschäftigungen die Arbeitstätigkeit im Betrieb nicht eingeschränkt wird oder in Konkurrenz zum Arbeitgeber steht (z.B. gleiche Branche/Tätigkeit) darf der Arbeitgeber Nebenbeschäftigungen nicht verbieten.

XVI. IRRTÜMLICHE ZAHLUNG

Im Falle einer irrtümlich erfolgten Berechnung des Entgeltes, oder überhöhten Auszahlung, erklärt sich die DienstnehmerIn bereit, zu viel ausbezahlte Beträge zurück zu erstatten.

Rechtswidrig: Wenn aufgrund geringer Höhe und sonstiger Umstände der Arbeitnehmer guten Glaubens annehmen konnte, dass der Betrag richtig ist, muss dieser nicht zurück gezahlt werden!

Die DienstnehmerIn ist verpflichtet, jede Abrechnung und Auszahlung dem Grunde und der Höhe nach auf die Richtigkeit zu prüfen.

XVIII. VERFALL VON ANSPRÜCHEN

Ansprüche jeglicher Art aus dem Arbeitsverhältnis sind binnen 3 Monaten ab Fälligkeit bei sonstigem Verfall beim Arbeitgeber mittels eingeschriebenen Brief geltend zu machen.

Unvorteilhaft.

Über WBI Leoben

Aktive Arbeits… am Mi., 20.08.2014 - 17:27
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WBI - Wirtschafts- und Beschäftigungsinitiative des Bezirks Leoben

Bei WBI Leoben handelt es sich um eingemeinnütziges Beschäftigungsprojekt (GBP) der unter anderm im Rahmen der Aktion Gemeinde Arbeitslose in Gemeinden arbeiten läßt. Unserer Meinung nach handelt es sich dabei um Personalüberlassung, weshalb nicht bloß die niedrige, unserer Meinung nach sittenwidrige, Pauschalentlohnung nach BAGS-Transistarbeitskräfteregelung zu zahlen ist, sondern nach dem regulären Gehaltsschema der Gemeinde! Wird nur ein Lohn nach Transitarbeitskräfteregelung angeboten, dürfte der Arbeitsvertrag also sittenwidrig und daher unzumutbar sein!

Erfahrungsberichte:

Homepage:

Medienberichte

WBI GmbH

Angaben ohne Gewähr (vor allem auf Vollständigkeit). Stand: 21.8.2015

Waasenstraße 1 8700 Leoben

WKO Firmen ABS Eintrag:
https://firmen.wko.at/Web/DetailsInfos.aspx?&FirmaID=6d72e29e-2dfd-4634-b124-f07d899a1b42

Firmenbuchauszug: http://firmenbuchauszug.at/Firmenbuchinformation/295AFB06F790

Mitarbeiter: 2

Geschäftsführer: Winterer Wolfgang

Gesellschafter: Verein "Wirtschafts- und Beschäftigungsinitiative Leoben " eingetragener Verein Anteil: 100%

Verein "Wirtschafts- und Beschäftigungsinitiative Leoben"

Vorstand

  • Obmann: Kurt Wallner (SPÖ)
  • Obmann Stellvertreter: Abl Mario (SPÖ), MBA in Public Management
    • Seit 2009 Bürgermeister (SPÖ) von Trofaiach
    • Vorsitzender der AKV - Arbeitsgemeinschaft kommunaler Versorgungsunternehmen Steiermark
      http://akv-steiermark.at/main/vorstand.htm
    • Städtebund: Mitglied des Hauptausschusses der Landesgruppe Steuermark
    • 2005 bis 2009 war Sozial-Stadtrat in Trofaiach
    • 1999 bis 2008 Dienstrechtsreferent der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten der Landesgruppe Steiermark
    • 1993 bis 1999 Sekretär des Österreichischen Gewerkschaftsbundes, in der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten, Rechtsberatung und Organisation
  • Schriftführer: Angerer Mario (ÖVP)
  • Schriftführer Stellvertreter: Dobnigg Karl (SPÖ)
  • Kassier: Schrabacher Hans (SPÖ)
    • Bürgermeister von Schoberpass
  • Kassier: Marak Johann (SPÖ)
    • Bürgermeister von Niklasdorf

Beteiligungen des Vereins WBI:

WBI Leoben: Noch einmal davon gekommen ...

Aktive Arbeits… am Mi., 20.08.2014 - 17:21
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Nach einem Betreuerwechsel und zwei Paragraph §49 Terminen, die aus meiner Sicht unrechtmäßig ausgesprochen wurden, wurde mir bei dem Betreuungstermin vom 8. April 2013 mit meiner neuen AMS Betreuerin eine befristete Anstellung beim WBI Leoben schmackhaft gemacht. Vor allem wurde betont, dass gegebenenfalls sogar eine Tätigkeit im Umfeld meiner ursprünglichen Ausbildung als Kulturwissenschaftler gefunden werden könnte. Jedenfalls sollte es eine Bürotätigkeit sein.

In meiner Betreuungsvereinbarung vom 8. April steht dazu leider nicht so eindeutig bzgl. Büro:

Begründung für die beabsichtigte Vorgangsweise:

Durch ein befristetes Dienstverhältnis über den Verein WBI bei einer Gemeinde oder einem gemeindenahen Betrieb (z.B. Museumsdepot) soll Ihre psychische Belastbarkeit* geprüft werden und eine Wiedereingliederung in den ersten Arbeitsmarkt erfolgen.

(*Zur psychischen Disposition ist zu sagen, dass ich mithilfe der Aktiven Arbeitslosen alle Anstrengungen einer aus meiner Sicht Bevormundung durch das AMS abstellen konnte und in meiner aktuellen Betreuungsvereinbarung vom 1. Juli 2013 sind keine Hinweise zur psychischen Disposition mehr zu finden.)

Am 24. April 2013 musste ich einen Termin beim WBI wahrnehmen. Im Schreiben vom AMS hieß es ausdrücklich, dass es sich um einen Kontrolltermin handle – bei Nichterscheinen erfolgt Bezugssperre.

Das WBI-Büro befindet sich in Leoben im Stadtteil Waasen in unmittelbarer Nähe weiterer sozialökonomischer Betriebe u. dem AMS. Irgendwie hat man den Eindruck, dass neben einigen wenigen Geschäften und auch einigen leerstehenden Geschäftsräumlichkeiten, das ganze Viertel von AMS und seinen sozialökonomischen Ablegern dominiert wird. Filialen bekannter Einzelhandelsketten sind in den letzten Jahren keine mehr angesiedelt worden. Teilweise macht das Stadtviertel daher einen trostlosen Eindruck.

Vor dem WBI-Büro standen mehrere Frauen, einige davon waren Migrantinnen, die rauchten. Ich betrat den verglasten Eingangsbereich. Obwohl ich bei einer Bürotür klopfte und mich vorstellte, ließ man mich warten. Ich setzte mich im beengten Eingangsbereich auf eine Couch. Nachdem ich einige Minuten gewartet hatte, bemerkte ich, dass neuankommende Klienten betreut wurden und entschloss mich daher, es erneut zu versuchen. Ich betrat noch einmal das Büro in dem zwei Damen saßen, die mir daraufhin den Weg durch ihr Büro in ein dahinter liegendes Zimmer zeigten. Durch die verwinkelte Anordnung der Räume war das nicht sofort erkennbar. Dort traf ich dann auf die für mich zuständige Dame.

Das Gespräch führte ich mit Frau A. Sie widersprach Frau M., meiner Betreuerin vom AMS Leoben, und sagte mir, dass es kaum Möglichkeiten gebe im Büro zu arbeiten. Ihr Argument war vor allem der strenge Datenschutz in den Gemeinden.

Frau A. wollte mich sofort im Sommer (Fuhrpark, Gartenarbeit) in eine Gemeinde vermitteln. Danach ging sie mit mir eine Art Eignungsbogen durch, auf dem sie alle Antworten notierte. Als wir zum Punkt, Gesundheit Allergien kamen, gab ich eine Gräserallergie und andere Allergien an. Daraufhin stellte sie fest, dass es mit dem Rasenmähen im Sommer nichts werden würde.

Frau A. fragte mich auch, ob ich mir vorstellen könne in meiner Heimatgemeinde in Niklasdorf zu arbeiten. Ihr habe die Erfahrung gezeigt, dass die WBI Beschäftigten nicht gerne in Ihrer Heimatgemeinde arbeiten wollen. Wir kamen überein, dass die Niklasdorf nächste Gemeinde, nämlich Proleb, jene Gemeinde sei, ab der sie für mich suchen wolle.

Bei Tätigkeit wurde die Formulierung bevorzugt Bürotätigkeit eingetragen.

Bei einem Blick auf den Tisch habe ich auf einer Liste mir bekannte Namen gelesen. Es muss sich um bereits in Arbeit befindliche WBI Klienten handeln. Einen dieser Männer habe ich erst kurz davor gesehen, wie er für ein Event der Stadtgemeinde Plakate angebracht hat. Dieser Mann gehört ohne ihn herabsetzen zu wollen, ganz eindeutig zur absoluten Unterschicht – hat sicher keinen Lehrabschluss und möglicherweise sogar einen kriminellen Hintergrund - von Leoben und ist mir aus meiner Jugendzeit in Donawitz bekannt. Hier scheint, das zuzutreffen, was ich über diese Form von Arbeit auf kritischen Seiten im Internet gelesen habe. Dass mit solchen Maßnahmen ursprünglich ehemalige Strafgefangene rehabilitiert wurden und werden.

Ohne mich ganz abgrenzen zu wollen, stelle ich mir die Frage, welchen Nutzen eine Arbeit für mich hat, wenn – sie so unpassend, nicht fordernd und in so einem Umfeld stattfindet, dass ich sie meinem künftigen Arbeitgeber eher verschweigen sollte? Dass WBI Beschäftigte sich scheuen in der eigenen Gemeinde tätig zu werden, weil sie sich schämen!

Über den Zeitraum meiner Beschäftigung wurde dann nicht genauer gesprochen. Den Unterlagen habe ich entnommen, dass es sich um 2 Monate handeln würde. Soweit ich mich erinnern kann, habe ich hier die Auskunft bekommen, dass es auch länger sein könnte.

Ich bin zu keinem Zeitpunkt aufgeklärt worden, dass eine Vermittlung möglicherweise nur auf freiwilliger Basis geschehen könne. Dass ich möglicherweise das Recht habe, abzulehnen und nicht unterschreiben müsse. Außerdem ist die Betreuungsvereinbarung mit der Angabe von Daten verquickt, deren Richtigkeit man bestätigen muss. Nachdem ich die Einladung als Kontrolltermin erhalten habe und zudem zwei Kontrolltermine mit Androhung der Entzugssperre diesen Ereignissen vorausgingen, war ich derart eingeschüchtert, dass ich die Betreuungsvereinbarung des WBI einfach unterschrieben habe.

Bei meinem letzten Betreuungstermin am 1. Juli 2013 habe ich bei meiner AMS Betreuerin erwähnt, dass eine Büroanstellung über das WBI nicht möglich sei. Meine Betreuerin hat mir versichert, dass man sich jedes Angebot anschauen müsse. Zurzeit habe man genügend Klienten, die die Anforderung der Gemeinden abdecken.

Siehe auch:

Aktion Gemeinde - Zwangsarbeit auf steirisch

Aktiver Admin am Mi., 03.06.2009 - 15:03
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Mit besonderem Eifer bei der Einführung von Zwangsarbeit für Langzeitserwerbsarbeitslose zeigte sich die Stiermark unter Landeshauptmannstellvertreter Franz Voves: Im Rahmen von "Aktion Gemeinde" wurden Langzeitsarbeitslose dazu verdonnert 3 Monate lang für die Heimatgemeinde Zwangsarbeit zu verrichten. Diese wird beschönigend "gemeinnützige Arbeit" genannt.

Die Forderung nach zwangsweiser "gemeinnütziger Arbeit" für Langzeitarbeitslose stammt ursprünglich von der FPÖ. In den 80er und Anfrang der 90er Jahre wurden derartige FPÖ-Forderungen von der SPÖ stets brüsk als faschistoid ("ordentliche Beschäftigungspolitik") zurück gewiesen. Nun war es eben diese SPÖ, die diese Zwangsarbeit, kaum via grosser Koalition an der Macht, selbst einführte.

Besonders in kleineren Gemeinde bedeutet diese Zwangsarbeit kann eine öffentliche Blossstellung bedeuten, weil sich diese Zwangseinsätze nicht verbergen lassen und oft unter der eigenen Qualifikation angesiedelt sind.

Bezahlt werden die zwangsweise Beschäftigten vermutlich nach dem miesen BABE-KV, der Transitarbeitskräfte zu Menschen zwieter Klasses degradiert:

  • Keine Anrechnung der Qualifikation oder Vordienstzeiten - selbst hochqualifizierte AkademikerInnen können so vom AMS zu niedrigsten HilfsarbeiterInnen degradiert werden!
  • Keine Einstufung nach Art der Verwendung
  • Keine Gehaltsvorrückungen auch bei wiederholter Zuweisung zur Zwangsarbeit

In der Steiermark sind folgende "gemeinnützige Beschäftigungsträger" für die Umsetzung dieser menschenrechtswidrigen Arbeitszwangsprogrammes verantwortlich:

  • Verein Erfa - Erfahrung für alle
  • BIG - Beschäftigungsinitiaitven der Gemeinden im Raum Mur und Mürzzuschlag
  • WBI - Wirtschafts- und Beschäftigungsinitiativen in Leoben
  • BEST - Beschäftigungsgesellschaft in Voitsberg und
  • GEGKO - Gemeinnützige Beschäftigungsprojekt - Gemeinde Kooperationen in allen anderen Bezirken.

Da die Arbeit suchenden laut unzureichend gekannzeichneten Propagandaartikel in "Die Woche" vom 1.7.2009 (es geht der Auftraggeber nicht hervor: SPÖ oder Land Steiermark?) zufolge offenbar auf Anordnung der Gemeinde auch im Verwaltungsdienst arbeiten, dürfte es sich bei den Arbeitsverträgen mit den "gemeinnützigen Beschäftigungsinitiativen" um Umgehungsverträge handeln.

Die SPÖ bzw. das Land wirbt bei den Gemeinde für die Zwangsarbeiter mit dem Argument, daß diese den Gemeinden nichts kosten würden und vom AMS bezahlt würden. De facto handelt es sich um Leiharbeit / Personalüberlassung. LeiharbeiterInnen sind aber in den Beschäftigerbetrieben nach den jeweiligen Branchen-Kollektivverträgen zu bezahlen, also nach dem Kollektivvertrag für Gemeindebedienstete.

Betroffene wenden sich daher bitte an Aktive Arbeitslose mit den jeweiligen Arbeitsverträgen.

Die notleidenden Gemeinden hoffen so durch Gratisarbeit auf Kosten der Versicherungs- und SteuerzahlerInnen reguläre Arbeitsverhältnisse zu umgehen. Längerfristig könnten so durchaus reguläre Arbeitsverhältnisse durch AMS-ZwangsarbeiterInnen ersetzt werden. Es bleibt daher unverständlich, warum die Gewerkschaft der Gemeindebediensteten keinen Protest einlegt gegen dieses flächendeckende Zwangsarbeitsprogramm.

Erster Bericht über "Aktion Gemeinde" mit dem alten Bekannte Othmar Pfeifer von Erfa ist auf dem Blog "son of sons" zu finden.

Weitere Informationen

Allgemein: