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GEGKO - Gemeinnütziges Beschäftigungsprojekt Gemeindekooperation

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Wenig Information bei Aktion 20.000 Jobmesse vom AMS Leibnitz

Aktiver Admin am Di., 05.12.2017 - 21:44
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Die Regionalstelle Stellvertretung hat die Anwesende mit „Willkommen“ zu der Veranstaltung Aktion 20.000 begrüßt und sagte „Die Aktion ist bestimmt jedem aus den Medien bekannt“. Er stellte den Projektleiter Hrn. Thomas Schubernigg der Fa. Gegko vor und verließ den Raum.

Thomas Schubernigg kündigte an, dass für die „Aktion 20.000“ Personen 50+ und Personen die seit mind. 1 Jahr arbeitslos gemeldet sind, sind geeignet. Der Verein Gegko organisiert die Jobbörse, deshalb werden Mitarbeiterinnen der Verein Vorstellungsgespräche an vier Tische führen und er hat gleich vier Kandidaten eingeladen, Platz an den vier Tischen zu nehmen.

Das war die Einführung! Keine 2 Minuten! Kein Wort über die „Aktion 20.000“, kein Wort über den Verein Gegko! Kein Wort über die Konditionen! NICHTS !

Als ich daran war, wurde ich eingeladen „über mich etwas zu erzählen“ und danach wurden mir folgende Fragen gestellt:

  • als was ich gerne arbeiten würde
  • ob ich gesundheitliche Einschränkungen habe
  • welche Hobbys ich habe
  • ob ich Mitglied in einem Verein bin
  • was ich gerne mache

Alle meine Antworten wurden von der Mitarbeiterin auf einem A4 Blattpapier festgehalten und zum Schluss mir zu unterschreiben gegeben. Als ich sagte, dass ich jetzt auch einige Fragen habe, ist die Gegko Mitarbeiterin in Panik geraten und rief ihren Chef. Dieser hat mich eingeladen raus aus dem Raum zu gehen, „um den Platz für die anderen Kandidaten freizulassen“.

So funktionierte die „Jobbörse“ im Rahmen der „Beschäftigungsaktion 20.000“ in Leibnitz.

Leider wurden keine Informationen weitergegeben, weder von AMS noch von GEGKO.

GEGKO - Gemeinnütziges Beschäftigungsprojekt Gemeindekooperation: Allgemeine Informationen

Aktiver Admin am So., 03.03.2013 - 20:25
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GEGKO - Gemeinnütziges Beschäftigungsprojekt Gemeindekooperation ist einer der Hauptträger des Zwangsarbeitsprogramms "Aktion Gemeinde" das in die "Aktion 4000" über gegangen ist.

Uns bekannte Erfahrungsberichte sind durchwegs negati! Das AMS agiert oft mit der Fehlinformation, dass es bei GEGKO einen Job gäbe und verschweigt dabei, dass es sich lediglich um ein "gemeinnütziges Beschäftigungsprojekt" handelt, das lediglich in schlecht bezahlte und auf wenige Monate befristete "Transitarbietsplätze" vermittelt.

Einer Frau sagte das AMS, sie solle sich bei GEGKO melden, es gäbe dort einen Job für sie, ohne diesen Job neher zu beschreiben. GEGKO rief bei der Frau an und konnte GEGKO keine Auskunft über die angeblich freie Stelle geben, auch das AMS nicht, obwohl es vom Gesetz her (AMFG) zu schriftliche Auskunft über zugewiesene Stellen verpflichtet ist. GEGKO bat die Frau zu einem Vorstellungsgespräch, was diese aufgrund fehlender Auskunft über den angeblichen Job, verweigerte. Das AMS sperrte darauf hin den Bezug, obwohl es nie zu einer Wiedereingliederungsmassnahme zuwies. Die Berufung wurde vom AMS Steiermark mit einem offensichtlich rechtswidrigen und in sich widersprüchlichen Bescheid abgelehnt, eine Beschwerde beim Verwaltungsgerichtshof ist noch anhängig. Interessantes Detail: Das AMS hatte die Daten bereits an GEGKO weiter gegeben und GEGKO behautete auf eine Anfrage um Datenauskunft, keine Daten zu haben.

In einem anderen Fall wurde einer qualifizierten Büroarbeiterin, die auch in den Bereichen Grafik und PR gearbeitet hatte, eine Stelle als Putzfrau zugewiesen und die Frau von GEGKO herabwürdigend behandelt. Arbeitsplatz, Arbeitsmittel, Arbeitsanweisungen und Kontrolle wurden durch die Gemeinde bereitgestellt weshalb es sich arbeitsrechtlich um Personalüberlassung handelte. GEGKO zahlte dennoch nicht nach Gemeindeschema sondern nur nach BAGS-Kollektivvertrag als "Transistarbeitskraft". Mehr siehe im Erfahrungsbericht der Betroffenen.

In St. Ruprecht wurde ein Arbeitsloser nur fernmündlich und unspezifisch zu einer Arbeit in der Gemeinde St. Ruprecht ohne nähere Information "zugewiesen". Weil der Betroffene sich einen Vorstellungstermin mit dem Bürgermeister ausmachen wollte, um über Möglichkeiten für eine reguläre Beschäftigung zu verhandelnd, behauptete Bürgermeister Herbert Pregartner, der Arbeit Suchende sei arbeitsunwillig und veranlasste eine Bezugsperre beim AMS. Die "Aktiven Arbeitslosen" hatten damals eine Solidaritätsaktion gestartet.

GEGKO scheint bei den Personalüberlassungen an die Gemeinden die regulären Kollektivverträge systematisch zu umgehen: Statt den Lohn nach dem Gehaltsschema des Beschäftigers (Gemeinde) zu bezahlten, wird lediglich der vermutlich sittenwidrige Pauschallohn der "Transitarbeitskrfteregelung" gezahlt. Wir empfehlen daher, die genaueren Arbeitsumstände (wer gibt Arbeitsanweisungen, wer kontrolliert, wer stellt Arbeitsmittel etc. zur Verfügung) zu protokollieren um im Bedarfsfall, wenn die Bezahlung nach Gemeindeschema höher wäre, beim Arbeits- und Sozialgericht den vorenthaltenen Lohn einzuklagen.

Im Allgemeinen ist aber zu rechnen, dass von GEGKO vorwiegen niedrige Hilfsarbeiten ohne jede Aussicht auf weitere, reguläre Anstellung, zugewiesen werden, da GEGKO sich den Gemeinden geradezu aufdrängt, auch wenn diese keinen aktuellen Bedarf an MitarbeiterInnen haben.

Berichte:

Gerichtsentscheide:

Erfahrungsbericht GEGKO: Sie werden putzen, putzen und putzen

Aktive Arbeits… am Mi., 22.12.2010 - 16:40
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Ich bekam vom Gemeinnützigen Personalüberlasser GEGKO ein Schreiben bezüglich einer Jobvermittlung. Ich musste mich bei GEGKO vorstellen und wurde in die Gemeinde Fernitz als "Raumpflegerin" weitervermittelt. Da ich 48 Jahre alt bin und eine Büroausbildung habe, und auch immer im Büro tätig war, wollte ich den Arbeitsvertrag nicht unterschreiben. Da wurde mir eine Meldung an das AMS angedroht, welche die Bezugssperre vornehmen würde. Ich war nun seit 1.12.2009 für einen Monat im Gemeindeamt Fernitz beschäftigt. Da ich mit dieser Arbeit nicht zurecht komme, war ich auch öfters im Krankenstand. Nun werde ich von den Gemeindemitarbeitern gemobt.

Das heißt: Ich werde in einen Büroraum geschickt, welcher zu putzen ist. Danach kommt ein Gemeindemitarbeiter und kontrolliert meine Arbeit mit den Worten: "Das ist nicht sauber genug, da ist noch ein kleiner Fleck... noch einmal putzen usw..." Ich habe den Verein GEGKO gebeten, mein Dienstverhältnis einvernehmlich aufzulösen. Als Antwort bekam ich: "So was machen wir nicht, sie werden putzen und putzen und putzen“, dann wurde das Telefon aufgelegt. Ich bekomme meine Arbeitsaufträge ausschließlich von der Gemeinde und ich werde trotzdem nur nach dem BAGS-Kollektivvertrag als „Transistarbeitskraft“ bezahlt.

Aktion Gemeinde - Zwangsarbeit auf steirisch

Aktiver Admin am Mi., 03.06.2009 - 15:03
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Mit besonderem Eifer bei der Einführung von Zwangsarbeit für Langzeitserwerbsarbeitslose zeigte sich die Stiermark unter Landeshauptmannstellvertreter Franz Voves: Im Rahmen von "Aktion Gemeinde" wurden Langzeitsarbeitslose dazu verdonnert 3 Monate lang für die Heimatgemeinde Zwangsarbeit zu verrichten. Diese wird beschönigend "gemeinnützige Arbeit" genannt.

Die Forderung nach zwangsweiser "gemeinnütziger Arbeit" für Langzeitarbeitslose stammt ursprünglich von der FPÖ. In den 80er und Anfrang der 90er Jahre wurden derartige FPÖ-Forderungen von der SPÖ stets brüsk als faschistoid ("ordentliche Beschäftigungspolitik") zurück gewiesen. Nun war es eben diese SPÖ, die diese Zwangsarbeit, kaum via grosser Koalition an der Macht, selbst einführte.

Besonders in kleineren Gemeinde bedeutet diese Zwangsarbeit kann eine öffentliche Blossstellung bedeuten, weil sich diese Zwangseinsätze nicht verbergen lassen und oft unter der eigenen Qualifikation angesiedelt sind.

Bezahlt werden die zwangsweise Beschäftigten vermutlich nach dem miesen BABE-KV, der Transitarbeitskräfte zu Menschen zwieter Klasses degradiert:

  • Keine Anrechnung der Qualifikation oder Vordienstzeiten - selbst hochqualifizierte AkademikerInnen können so vom AMS zu niedrigsten HilfsarbeiterInnen degradiert werden!
  • Keine Einstufung nach Art der Verwendung
  • Keine Gehaltsvorrückungen auch bei wiederholter Zuweisung zur Zwangsarbeit

In der Steiermark sind folgende "gemeinnützige Beschäftigungsträger" für die Umsetzung dieser menschenrechtswidrigen Arbeitszwangsprogrammes verantwortlich:

  • Verein Erfa - Erfahrung für alle
  • BIG - Beschäftigungsinitiaitven der Gemeinden im Raum Mur und Mürzzuschlag
  • WBI - Wirtschafts- und Beschäftigungsinitiativen in Leoben
  • BEST - Beschäftigungsgesellschaft in Voitsberg und
  • GEGKO - Gemeinnützige Beschäftigungsprojekt - Gemeinde Kooperationen in allen anderen Bezirken.

Da die Arbeit suchenden laut unzureichend gekannzeichneten Propagandaartikel in "Die Woche" vom 1.7.2009 (es geht der Auftraggeber nicht hervor: SPÖ oder Land Steiermark?) zufolge offenbar auf Anordnung der Gemeinde auch im Verwaltungsdienst arbeiten, dürfte es sich bei den Arbeitsverträgen mit den "gemeinnützigen Beschäftigungsinitiativen" um Umgehungsverträge handeln.

Die SPÖ bzw. das Land wirbt bei den Gemeinde für die Zwangsarbeiter mit dem Argument, daß diese den Gemeinden nichts kosten würden und vom AMS bezahlt würden. De facto handelt es sich um Leiharbeit / Personalüberlassung. LeiharbeiterInnen sind aber in den Beschäftigerbetrieben nach den jeweiligen Branchen-Kollektivverträgen zu bezahlen, also nach dem Kollektivvertrag für Gemeindebedienstete.

Betroffene wenden sich daher bitte an Aktive Arbeitslose mit den jeweiligen Arbeitsverträgen.

Die notleidenden Gemeinden hoffen so durch Gratisarbeit auf Kosten der Versicherungs- und SteuerzahlerInnen reguläre Arbeitsverhältnisse zu umgehen. Längerfristig könnten so durchaus reguläre Arbeitsverhältnisse durch AMS-ZwangsarbeiterInnen ersetzt werden. Es bleibt daher unverständlich, warum die Gewerkschaft der Gemeindebediensteten keinen Protest einlegt gegen dieses flächendeckende Zwangsarbeitsprogramm.

Erster Bericht über "Aktion Gemeinde" mit dem alten Bekannte Othmar Pfeifer von Erfa ist auf dem Blog "son of sons" zu finden.

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Allgemein: