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sittenwidrige Klauseln im Arbeitsvertrag

Koryphäen: Betreuungsvereinbarung

Aktiver Admin am Mi., 30.03.2016 - 22:15
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KORYPHÄEN Verein
Obere Hauptstraße 14-16
7100 Neusiedl am See

Sideletter Punkt 11) zum Dienstvertrag mit Frau X X
Betreuungsvereinbarung

Anmerkung: Besonders problematische Stellen sind fett markiert!

Im Beschäftigungsprojekt werden die TransitarbeitnehmerInnen unter professioneller Begleitung einer sozialpädagogischen Betreuung und fachlicher Arbeitsanleitung für den Einstieg in den ersten Arbeitsmarkt vorbereitet.

Ziel ist daher, ein autonomes und selbständiges Arbeiten unter praxisnahen Rahmenbedingungen zu erreichen, eventuell bestehende Vermittlungshemmnisse abzubauen und eine Unterstützung beim (Wieder)Einstieg in den ersten Arbeitsmarkt anzubieten.

Nach Arbeitsantritt wird daher eine umfassende Anamnese und eine Potential- und Kompetenzanalyse durchgeführt. im Bedarfsfall kommen dabei auch Fragebögen und Tests zum Einsatz.

Während der Dauer des Arbeitsverhältnisses werden für die Weiterentwicklung gemeinsam notwendige Arbeitsschritte erarbeitet, Zielvereinbarungen erstellt, schriftlich festgehalten und reflektiert. Abhängig von dieser Weiterentwicklung erfolgt auch eine Unterstützung bei der Erreichung eines Arbeitsplatzes am ersten Arbeitsmarkt (Outplacement). Insgesamt wird eine sozialpädagogische Betreuung (inkl. OPL, info- und Qualifizierungsgruppen) von mindestens 12 Stunden pro Monat angeboren.

Im Rahmen dieser Beschäftigung werden außerdem die für diese Arbeit notwendigen gemeinsamen und praktischen Kenntnisse vermittelt. Die aktive Teilnahme an Fort- und Ausbildungsangeboten ist Bestandteil des Arbeitsverhältnisses.

In der Bewerbungsphase wird nach Absprache eine Praktikumsstelle bei einer Fremdfirma gesucht. Die Dauer des Praktikums ist flexibel, jedoch maximal mit 1 Monat befristet (Einstiegspraktikum mit anschließender Arbeitsplatzzusage).

Eine nicht konstruktive Mitarbeit im Sinne der Betreuungsvereinbarung stellt eine Verweigerung des Dienstauftrages dar und hat die Kündigung zur Folge.

Ich nehme die oben angeführten Punkte hiermit zur Kenntnis.

Datum

Dienstgeber

DienstnehmerIn

 

Anmerkung Aktive Arbeitslose:

  • Laut VwGH 2004/08/0148 RS 1 darf die sozialpädagogische Betreuung nur in den engen Grenzen eines Arbietsverhältnisses statt finden, sprich auf die jeweilige Arbeit bezogen sein. Eine detaillierte (Sozial)Anamnese ist somit keinesfalls gesetzlich gedeckt und darf nicht erzwungen werden. Schon gar nicht dürfen psychologische Tests durchgeführt und deren Ergebnisses gespeichert werden, da es sich hierbei um senslible Gesundheitsdaten handelt, die nur aufgrund konkrete Gesetze zweckgebunden erhoben werden dürfen.
  • Auch die Arbeitssuche fällt nicht in den engen Rahmen gesetzlich gedeckter "sozialpädagogischer Betreuung" und darf selbst in Beratungs- und Betreuungseinrichtungen des AMS nur unterstützt, aber nicht angeleitet oder überwacht werden.
  • "Praktika" sind ebenfalls nur auf freiwilliger Basis möglich. Es handelt sich dabei um Personalüberlassung, weshalb der reguläre Kollkeitvvertragslohn des Beschäftigerbetriebs zu zahlen wäre. Im Einzelfall ist zu hinterfragen, ob hier nicht Betriebe sich einfach Gratisarbeitskräfte auf Kosten der Arbeitslosenverischerung holen.

Koryphäen: Im Kommandoton als unfähig degradiert. Datenschutzwidrige Bewerbungen über die Betroffenen hinweg?

Aktiver Admin am Mi., 30.03.2016 - 21:48
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16.11.2015 (1. Tag)

9.00 h Dienstantritt. Empfang durch die Geschäftsführerin Frau Eva Steindl. Im Büro den Vertrag durchgegangen, Unterschrift. Gleich danach wurde ich zur Burgenländischen Gebietskrankenkassa geschickt, Fr. Steindl wollte unbedingt und dringend einen Sozialversicherungsauszug. Abholung des Auszuges zu Fuß, da ich keinen eigenen Pkw besitze. Zurück bei den Koryphaen sofortige Aushändigung des SV-Auszuges an die Geschäftsführerin plus Ermahnung warum es so lange gedauert hat. Erklärung von mir: Es gibt ja auch noch andere Menschen, die von der GKK was brauchen. Vor mir waren nämlich vier Leute angestellt. Außerdem bin ich zu Fuß gegangen.

Danach wurde ich gleich ins Büro bugsiert und der Büroleiterin vorgestellt. Der Raum sehr klein, vollgestellt mit Möbel. Unter anderem zwei Schreibtische – einer für Büroleiterin, andere für Bürolehrling. Für mich war ein Sessel reserviert, den ich hin- und herschieben konnte, je nachdem , wo ich gerade was erklärt bekam.

Vorstellung

Frau O., wir sind hier die “Bereichsleiterinnen” und duzen uns, Sie sind eine „Transitmitarbeiterin“, Sie können alle anderen Transitmitarbeiterinnen duzen oder es so halten wie Sie wollen. Das ist uns wurscht.” (Aber Hallo. Ich habe kein Problem damit, nur der Ton macht die Musik. Daran sollte die Büroleiterin vielleicht noch arbeiten.) Danach kam gleich der Satz, “es gibt zwei Pausen, eine um 10.15 h und eine zweite um 12.30h. Diese werden minutiös eingehalten. An den Arbeitsplätzen ist das Essen verboten. Getrunken wird übrigens auch nicht am Platz, auch verboten. Als ich mir erlaubt habe nach dem Warum zu fragen, wurde ich gleich angebafft. Weil es Frau Steindl nicht will.

Na fein, ich darf zwischendurch noch nicht mal ein Stück Obst essen oder mir einen warmen Tee an den Platz stellen, um was zu trinken. Nur unten in den Pausen im Aufenthaltsraum.

In der 15 Minuten Pause wollte ich aufs WC. Vor mir fünf Frauen angestellt. Als ich an der Reihe war waren die 15 Minuten gerade vorbei. Als ich nach oben kam, kam mir die Büroleiterin entgegen. Ich wurde mit dem Satz in Empfang genommen, “Eigentlich sollten sie allein hochkommen und überhaupt sind Sie drei Minuten über der Pause”.

(Anm. Die Damen Leiterinnen haben sich ein schönes kleines Königreich eingerichtet, muss man schon sagen. Mittagspausen in ihrem kleinen Separee mit Ledersesseln, jeden Tag wird Essen bestellt, die Tür hinter sich zugemacht und dann wird gegackert. Der Rest wird schön klein gehalten, wenn man wagt, das Maul aufzumachen, kriegt man eine drauf und wird sofort auf seinen Platz verwiesen. Geht ja ganz leicht mit den Langzeitarbeitslosen.)

Es wird erwartet, dass man im Akkord arbeitet. Wenn Büroleiterin merkt, dass man 10 Sekunden von der Arbeit abschaut, gibt es gleich eins drauf. „Sind Sie schon mit den Sachen die ich Ihnen aufgetragen habe, fertig? Nein? Konzentrieren Sie sich bitte darauf und befolgen Sie genau die Dinge mit denen ich Sie instruiere. Es gibt kein persönliches Wort, nichts was einem ein Willkommen signalisiert, alles im Befehlston und Austeilen von Kommandos. (Anm. Bin 20 Jahre berufstätig gewesen, dachte einiges erlebt zu haben, aber das ist so unglaublich. Muss es selbst erleben, würde es sonst niemanden glauben.)

Am ersten Tag gleich mit einem Konvolut an Infos und Arbeitsabläufen bombardiert worden, kann kein Mensch auf einmal auffassen und verarbeiteten. Büroleiterin: Was glauben Sie, im Job verläuft das auch nicht anders. Aha. Hatte wohl bisher immer Gnade in meinen Jobs erfahren. Keine einzige Einschulung verlief so.

12.20h. Man wird von der Büroleiterin in die Pause geschickt. „Ich schicke Sie nun in die Mittagspause!“. Nicht vergessen, genau 30 Minuten. Wird ja immer besser. Mit mir ist noch nie so gesprochen worden. Ich bin 48 Jahre alt, HAK-Matura, Diplom der Europa-Wirtschaftsakademie, langjährige Berufserfahrung, lauter Assistenzjobs. Mit mir wird mit einem kleinen debilen Vollidioten gesprochen.

Also runter in den Pausenraum. Leider kein Platz frei, weil von den Damen aus der Schneiderei besetzt. Der Pausenraum ist eine kleine Küche mit Mikrowellenherd und Kühlschrank. Im hinteren Raum zwei Toiletten integriert, im vorderen Bereich ein Esstisch mit ein paar Sesseln. Gefühlt 2 x 2 m. Also wohin mit mir. Im Büro darf nicht gegessen werden, im Aufenthaltsraum kein Platz. Also raus auf die Straße. Es ist die Hauptstraße in Neusiedl am See. Bin die Straße auf- und ab gegangen und habe schnell mein Brot reingewürgt. Beeilung. Wieder zurück, da 30 Minuten gleich um.

Am Nachmittag wieder mit 10 Sachen gleichzeitig konfrontiert worden, weil es ja auch ganz genau so im normalen Büroalltag abläuft. Zwischendurch wieder die Anmerkung der Büroleiterin, dass ich viel zu langsam bin. (Anm. Was wird von mir erwartet? Ich bin den ersten Tag dort und soll das Unternehmen führen? Jeder Name, jedes Dokument, Serververlauf, alles ist neu).

Späterer Nachmittag. Büroleiterin will, dass ich sogenannten Büroeinstiegstest mache. Besteht aus drei Teilen. Erstellen einer kleinen Excel-Kalkulation, Erstellen eines Angebots anhand von Stichwörter, Korrigieren eines Textes mittels Rechtschreibprogramm. Ich dachte, ich kann diesen Test in Ruhe und einem Lauf durcharbeiten. Aber falsch. Schon kurz nachdem ich begonnen hatte, hat sie mir wieder was Neues zu erklären begonnen. Also habe ich die Prüfungsdatei geschlossen, um mich auf sie zu konzentrieren.

Danach wieder weiter mit meiner Excel-Aufgabe. Ein paar Minuten später kommt sie wieder mit was daher. Aufgabe geschlossen, Konzentration auf die Büroleiterin. Das ging die ganze Zeit so. Ich konnte nie konzentriert meine Aufgabe erledigen. Also wurde ich auch nicht fertig. Genau auf Minute 16.30h PC runterfahren, Büroschluss.

Es herrscht absolutes Handyverbot während der Dienstzeit. Man (= Transitarbeitskräfte) darf es noch nicht mal in die Hand nehmen. Nur in der Pause, sprich 10.15h und 12.30h. Ich wollte am ersten Tag fünf Minuten vor Büroschluss bei der ÖBB den Busfahrplan aufrufen, da wie erwähnt, kein eigener Pkw und von Öffis abhängig. Wurde von der Büroleiterin in einem Ton angebafft, der seinesgleichen sucht. Ich habe Ihnen bereits mehrmals gesagt, dass während der Büroarbeitszeit absolutes Handyverbot herrscht!!!“ Wollte ihr erklären, dass es aber für mich wichtig ist und es drei Sekunden dauert, da ich wissen muss, wann mein Bus abfährt. War ihr völlig egal. Musste das Handy weglegen.

Befehle, Befehle, Befehle.

17.11.2015 2. Tag

Ging wie der erste Tag los. Kommando, Befehl, Kommando, Befehl.
Im Laufe des Vormittags Weiterarbeit am Büroeinstiegstest. Diesmal in einem durch. Als ich fertig war, Kommentar der Büroleiterin: „hat ja ganz schön lange gedauert…“ Antwort meinerseits: Wurde ja genug oft dabei unterbrochen. Kommentar der Büroleiterin wiederum: Es liegt ja an Ihnen, wie Sie Ihre Prioritäten setzen. Sie hätten ja meine Aufgaben erledigen können und zwischendurch immer am Test arbeiten können.

Fazit:

Ich bin die unfähige langsame Arbeitslose. Kann mich nicht organisieren und Prioritäten setzen. Hätte nicht Testaufgaben weglegen sollen, sondern sagen, dass hat jetzt Vorrang und muss erledigt werden. Ich hingegen, habe die Sachen der Leiterin vorrangig behandelt. Ich wurde belehrt, der Büroalltag laufe auch ganz genau so. Man kann sich nicht nur auf eine Aufgabe konzentrieren, es kommen ganz viele Situationen dazwischen.

Aber sollte man das nicht gleich von Anfang an kommunizieren. Es war mein erster Tag dort. Ich bin von einem Test ausgegangen wie man ihn mittlerweile bei jeder Personalagentur machen muss. Dort sitze ich ja auch in einem Raum wo ich in Ruhe konzentriert an diesem Test arbeiten kann.

Ich wurde von der Geschäftsführerin wieder darauf angesprochen, warum ich mich so weigere, im Verkauf des Shops mitzumachen bzw. bei der Mitarbeit in den anderen Bereichen der Koryphäen (Schneiderei, Aussortieren der gespendeten Kleidungsstücke, Nähen von Schürzen, Basteln von kleinen Stoffsäckchen die mit Lavendel befüllt werden, Nähen von Schürzen, Einpacken von Vanillekipferl, Betreuung des Standls am Weihnachtsmarkt)

Sie weiß, dass es ganz klar zwischen AMS und mir so festgelegt ist, ausschließlich Büro. Aber sie gibt keine Ruhe.

Wieder die Dinge im Akkord erledigen. Pause. Nirgends ein Platz. Wieder raus auf die Straße. Gott sei Dank regnet es nicht. Kann nichts essen. Habe das Gefühl Betonplatte liegt auf mir. Zwinge mich wieder zurück zu gehen.

Auswertung des Büroeinstiegstest:

Die Aufgaben waren perfekt und fehlerlos ausgearbeitet. Aber angeblich war ich auch die langsamste von allen bisherigen Teilnehmerinnen. Ich wollte nochmal erklären, dass ich die Aufgaben nicht in einem durch gemacht habe. Hat niemanden interessiert. Ist mein Problem, wenn ich nicht weiß, wie man Prioritäten setzt!! Muss man sich mal vorstellen. Kommunikation muss auch gelernt sein.

18.11.2015 3. Tag

Kommando, Befehl, Kommando, Befehl. Jeden Tag mindestens zehn neue Komplettabläufe. Keine Zeit, um das bereits Erklärte zu verarbeiten, anzuwenden und zu verarbeiten. Wenn man die Leute darauf anspricht, wird man regelrecht vorgeführt. Das ist zu viel? Was machen Sie dann, wenn sie bei einer Firma arbeiten? Dort geht es genau so zu. Ja aber bitte, man muss doch nicht innerhalb von zweieinhalb Tagen Komplettabläufe in Akkordzeit allein bewältigen.

Ich habe mittlerweile Zweifel an mir selbst. Mir wurde im Laufe meiner beruflichen Laufbahn immer wieder bestätigt, wie genau und fix ich arbeite. Ich hatte bisher auch keine Auffassungsprobleme. Ich besitze exzellente Arbeitszeugnisse die das bestätigen. Aber hier bin ich scheinbar der letzte Depp auf Erden, fernab jeglicher Realität.

Wurde der Outplacerin vorgestellt. Kurzes Gespräch. Nichts Positives. Mir wurde erklärt, dass man mit 48 Jahren und Langzeitarbeitslosigkeit Erwartungen drastisch runterschrauben muss. Denn ab dem 35. Lebensjahr sei es eh vorbei. (Anm. Herrje, ich bin 48!!! Kann mich gleich kompostieren)

Outplacerin:

Jobs in der näheren Umgebung können Sie abschreiben. In Neusiedl am See gibt es drei berufsbildende Schulen mit hervorragenden jungen Leuten. Diese Leute haben alle Praktika bei Unternehmen in der Umgebung gemacht und sich gute Netzwerke aufgebaut, die meisten haben bereits Jobzusagen. Gleich nach Schulabschluss wandern sie genau in diese Jobs. Der Rest hat ebenso gute Verbindungen. Mütter, Väter, Cousinen, Tanten, etc. sitzen in Firmen und wissen bereits im Vorhinein, welcher Job neu besetzt wird. Genau diese Info geben sie an ihre Leute weiter. Menschen außerhalb dieses Netzes kommen nie in den Genuss solcherlei Infos. Ämter, Behörden, Gericht fallen ebenso weg. Da brauchen Sie einen guten Schieber in hochrangiger Position der Sie da rein bringt, weil alles ein großes Politikum ist.

Ich erlaube mir nachzufragen, ob ich mich weiter bewerben soll oder gleich den Strick nehmen? Sie meinte, weiter bewerben und den restlichen Mist der übrig bleibt, aufpicken.

Danach beauftragt sie mich für folgende Aufgabe:

Alle Bewerbungsunterlagen der Transitmitarbeiterinnen auf Vollständigkeit durchgehen. Alle Unterlagen formal prüfen. Schauen, ob brauchbare Bewerbungsfotos dabei sind.

Danach gibt sie mir einen Ausdruck einer Stellenausschreibung. Ich soll für zwei Transitmitarbeiterinnen eine Bewerbung vom Email-Account der Outplacerin verschicken. Sie zeigt mir kurz, wie ich Zugang auf ihren PC kriege, wo ich die gespeicherten Dinge finde und wie ich sie abschicken soll. Es war aber dermaßen schnell (die Outplacerin macht diesen Job übrigens seit 20 Jahren), dass ich mit meinen schriftlichen Aufzeichnungen folgen konnte. Als ich mir erlaubte nochmal nachzufragen, folgte eine Schimpfkanonade vom Feinsten. Zuerst bin ich erschrocken, da sie mich laut beschimpft hatte. Als ich mich gefasst hatte, sagte ich ihr, sie solle damit aufhören. Ich lasse mich weder vorführen noch derart anreden. Ich bin doch nicht eine entmündigte, entrechtete Rotzpiepn für sie.

O-Ton Outplacerin

Sie könne nicht glauben, dass ich jahrelang in einer gehobenen Position gearbeitet habe. So wie ich mich anstelle. Wie der erste Mensch. Wo ich meine Ausbildung gemacht habe oder ob ich überhaupt eine gemacht habe. Wie im Kindergarten. Würde stolz herum posieren und eh nichts dahinter. Sie würde mir schon beibringen wie der Hase läuft

Danach ging das noch gute fünf Minuten so weiter, bis es mir dann gereicht hat. Was soll das ? Ich bin grade mal zwei Tage dort und es wird angekreidet, wenn ich nach Gepflogenheiten nachfrage. Mit Verlaub, wenn ich zwanzig Jahre mit dabei bin, mache ich auch Vieles im Schlaf. Nur für mich ist alles neu dort. Aber der Umgangston von dieser Person ist derart derbe. Danach meinte sie, sie sei halt so, man nennt das Direktheit. Es gibt aber einen eklatanten Unterschied zwischen Direktheit und Respektlosigkeit, Unverschämtheit und Beleidigungen.

Auch höre ich ständig, dass ich zu langsam sei. Aber die Erwartung kann doch nicht sein, dass ich nach zwei Tagen den Betrieb leite. Jeder Name, Handgriff, jedes Dokument, Serververlauf, selbst die Aneinanderreihung der Funktionsleiste auf dem PC ist anders als ich es kenne. Das entspricht doch nicht der Realität. Ich hatte noch nie eine Einschulung die so abgelaufen ist wie dort.

Wieder zurück ins Büro. Bin die Bewerbungsunterlagen der Transitdamen durchgegangen. Keine einzige hat vollständige Unterlagen, geschweige denn entsprechen sie der gängigen Form. Erstelle Deckblatt, tippe Lebensläufe, mache Vermerke über Dinge die komplett fehlen.

Nehme mir Ausdruck der Stellenausschreibung zur Hand und lese sie mir genau durch. Kann Auftrag der Outplacerin nicht durchführen, weil es eine Online-Bewerbung ist. Heißt, ich müsste für die beiden Transitmitarbeiterinnen einen Mail-Account bei gmx, gmail, etc. erstellen. Warte auf nächsten Tag und weitere Instruktionen. Das zum Thema Genauigkeit und Schnelligkeit. Der Arbeitsablauf kann nicht durchgeführt werden, da Outplacerin nur die drei ersten Zeilen eines Textes intellektuell erfasst.

Nach Büroschluss checke ich mein Handy. Ein Haufen Anrufe auf die ich nicht reagieren konnte, weil absolutes Handyverbot herrscht. Kann noch nicht mal auf Anrufe die meine Bewerbung betreffen, reagieren. Mailcheck auch nur am Abend daheim.

19.11.2015 4. Tag

Am Vormittag ist Büroleiterin und Geschäftsführerin nicht im Haus. Tags zuvor aber schon zu erledigende Aufgaben erteilt. Pause 10.15h. Wollte mir ein paar Weintrauben in den Mund stecken. Wurde vom Bürolehrling ermahnt „Essen am Arbeitsplatz nicht erlaubt“. Zu Mittag Büroleiterin wieder anwesend. Fragt, was mit den Bewerbungsunterlagen bzw. Mails ist. Erkläre, dass Großteil der Bewerbungsunterlagen nicht vollständig sind. Deckblätter für CV bei mindestens acht Transitmitarbeiterinnen erstellt. Ebenso einige Lebensläufe neu abgetippt, da nur als PDF vorhanden und von der Outplacerin nicht bearbeitet werden können. Fotos entweder als PDF vorhanden oder gar nicht. Die zwei Bewerbungsunterlagen für die beiden Transitdamen nicht weggeschickt, da Online-Bewerbungen.

Büroleiterin bei den beiden Damen im Shop nachgefragt, ob okay, wenn wir im Büro Account für sie erstellen. Eine Dame ja gesagt, zweite Dame an diesem Nachmittag nicht im Haus. Daher von dieser Dame kein Okay.

Auftrag Büroleitung an mich – Erstellen eines E-Mail-Accounts bei gmx für die beiden Damen.

Gebe bei gmx persönliche Daten ein, frage die Büroleiterin, wie wir Passwort und Kontrollfrage eingeben. Wollte nämlich die Dame zu uns ins Büro holen, damit sie ihr eigenes geheimes Passwort kreiert. Büroleiterin verneint, meint, Dame habe okay gegeben, für Erstellung des Accounts. Ergo, wir erstellen ihn, und zwar komplett. Als ich ihr entgegnete, wollen wir die Damen nicht mal holen, damit sie sich AGB und Datenschutzerklärung durchlesen können, wurde sie beinahe wild. Sie pfauchte mich an, ich solle gefälligst weitermachen. Ich vergebe also Passwort, Prüfungsfrage und -antwort, hake auch AGB und Datenschutzerklärung als gelesen an!!!!

Somit hat jeder neben der Account-Besitzerin auch Zugang zum Account.

Büroleiterin meinte, geht nicht anders, wir müssen Bewerbungen wegschicken können. Die Transitdame könne ja ihr Passwort ändern.

(Anm. Kann ein Mensch der nicht im Alleingang fähig ist, ein eigenes Onlinekonto zu errichten auch allein ein Passwort ändern? Ist es okay, nicht über AGB und Datenschutz aufgeklärt zu werden?)

Ich könnte noch heute von meinem privaten PC in das Konto der Transitmitarbeiterin einsteigen und ihre ganze Korrespondenz verfolgen.

Zwischendurch kommt Büroleiterin und fragt mich, ob sie mich für den Weihnachtsmarkt an zwei Tagen einteilen kann!!! Das gibt’s doch nicht. Wie oft noch. NEIN.

Natürlich sind alle stinksauer, weil ich mir erlaube, nein zusagen. Die gesamten Bereichsleiterinnen und Büroleiterin ziehen sich in einen anderen Raum zurück und kotzen sich über mich aus.

Den Rest hat mir das Ganze nach Büroschluss gegeben. Da ich das Telefon nicht höre (es gilt absolutes Handyverbot), wenn es läutet und auch nicht meine Sprachbox abhören kann, nur in den besagten Pausen, ist es nun passiert, dass mich eine Dame einer Agentur kontaktieren wollte und zu einem Test eingeladen hat. Das erste Mal hat sie sich vorgestern gemeldet. Als ich sie nach Büroschluss kontaktieren wollte, war sie nicht zu erreichen.

Am nächsten Tag in der Früh war sie noch nicht da. Am Nachmittag hat mich die Nachricht ereilt, ich bräuchte nicht mehr zum Test zu kommen.  Wer eineinhalb Tage braucht, um auf eine Nachricht zu reagieren, sei unzuverlässig. Nun kann man behaupten, es war ja nur ein Test.

Für mich ist es lebensnotwendig auf Anrufe wie diesen reagieren zu können. Das darf doch nicht wahr sein, dass ich Stunden und Tage damit verbringe, anderen die Lebensläufe zu aktualisieren und ich auf meine Sachen nicht reagieren kann. Die Büroleiterin hält sich auch nicht an diese Regel. Immer wieder ertappe ich sie, wie sie privat telefoniert. Da geht es um private Sachen, die ihren Sohn und seine Spielsachen betreffen. Oder sie beredet Dinge mit ihrem Mann. Was soll das? Und ich werde gehalten, wie ein entrechtetes Wesen?

So geht das nicht mehr. Ich lasse mich so nicht behandeln. Ich bin zwar arbeitslos, aber deswegen noch lange nicht entmündigt. Und das bin ich dort. Deswegen habe ich für mich entschieden, keinen einzigen Schritt mehr in diese “Einrichtung” zu setzen.

20.11.2015

Habe Mail an AMS verfasst und meine Sicht der Dinge erklärt. Außerdem habe ich das DV während der Probezeit gelöst. Bis heute keine Antwort darauf.

Am Vormittag kam dafür ein Mail von der Geschäftsführerin der Koryphäen. Sie mache sich Sorgen, ich müsse nicht in den Verkauf, blabla. Als ob es darum ginge.

 

Anmerkungen Aktive Arbeitslose:

  • Der Arbeitgeber hat keinesfalls das Recht, den Sozialversicherungsauszug zu verlangen! Auch ein SÖB hat sich an das Arbeitsrecht und das Datenschutzgesetz zu halten! Daher diesen keinesfalls aus der Hand geben!
  • Wenn Arbeitgeber Transitarbeitskräften Aufgaben von Schlüsselarbeitskräften übertragen, dann kann das eine konkludente Anstellung als Schlüsselarbeitskraft gewertet werden, weshalb dann auch der entsprechende Lohn nach Kollektivvertrag zu zahlen wäre
  • Keinesfalls darf ein SÖB private E-Mail-Adressen für seine MitarbeiterInnen anlegen und auch nicht Stellenbewerbungen für die TransitmitarbeiterInnen machen! Es handelt sich hierbei um eine grobe Verletzung des Datenschutzes und der Persönlichkeitsrechte und könnte verwaltungsrechtlich oder sogar strafrechtlich geahndet werden!
  • Auch ein SÖB hat geeignete Pausenräume zur Verfügung zu stellen! Ebenso Spinde für die Umkleidung bzw. Aufbewahrung persönlicher Gegenstände.

Job 2000: Dubiose Bestimmungen im Arbeitsvertrag

Aktiver Admin am Mi., 23.03.2016 - 22:33
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Liebes Team von den Aktiven Arbeitslosen Österreichs!

Ich möchte mich an euch wenden, da ich jetzt mich in einer Art Zwickmühle befinde und bräuchte euren Rat.

Hier meine Geschichte: Ich hatte letzte Woche mein Termin beim AMS Baden, wo ich gemeldet bin, vom X.11 auf den X.10 vorverlegt wurde und zwar aus folgendem Grund:

Ich bekam eine neue Betreuerin zugeteilt, da die Geburtstage, für welche die Betreuer zuständig sind, neu aufgeteilt wurden.

Sie ging mit mir die Daten nochmal durch, ob die noch alle aktuell sind.

Sie fragte mich auch wegen den einen Probetag in der Firma, die ich dort absolviert hatte, ob ich genommen wurde oder nicht. Wobei leider nicht.

Ich sagte ihr, dass es aufgrund der Wirtschaftslage momentan nicht einfach ist eine Arbeit zu finden, worauf sie mir sagte, dass sie es schon von vielen Leuten gehört habe (wo ich mir dann dachte, dass sie wie die meisten AMS-Mitarbeiter realitätsfremd ist).

Und da ich auch schon im "Klub" der Langzeitarbeitslosen (es sind doch schon an die 3,5 Jahre und bin 35 Jahre alt) gehöre, schlug sie mir die Leihfirma des AMS, nämlich Job 2000 oder auch genannt Jugend und Arbeit vor und ich musste dann einen Bewerbungsbogen ausfüllen. Sie sagte mir auch, dass die mir genauso einen Job zuschicken so wie das AMS auch. Wobei ich genauso um eine Arbeitsstelle umschauen solle, was ich auch tue. Und das wird auch gefördert die ganze Geschichte. Und als ich sie fragte, wie lange, sagte sie mir ein halbes Jahr.

Und gestern bekam ich einen Schrieb von Job2000, der einen Interviewbogen enthält, den ich ausgefüllt bis spätestens am 27.11. zurück senden muss (Ich habe den Bogen noch nicht ausgefüllt!)

Ich habe auch da ein wenig mich durchgelesen und da ist es z. Bsp. so, dass ich mich NICHT bei anderen Leihfirmen bewerben darf und wenn ich einen Job bekomme von Job 2000, wo dann ein Arbeitsverhältnis entsteht, darf ich mich ebenso wenig beim AMS abmelden!

Ich habe mich auch ein bisschen schlau gemacht und las darüber, dass so eine geförderte "Leihfirma" für die Arbeitslosen böse Überraschungen enthält wie z. bsp. dass die derzeitige Arbeitslose/Notstand als Gehalt gerechnet wird und nach Ablauf der Förderung (nach mindestens 6 Monate oder später) die Arbeitslose neu berechnet wird, wo man dann an die 500 Euro oder sogar noch weniger bekommt. Und dass beunruhigt mich jetzt schon ein wenig.

Und das nächste, was ich auch wissen möchte, ist, ob ich meinen Lebenslauf meiner AMS-Betreuerin geben kann (ich habe bedenken bezüglich Datenschutz und möglicher Diskriminierung von Seiten der Firmen wegen des Alters) oder nicht?

Ich weiß, ich hab ein bisschen viel geschrieben, aber dass wäre meine Beschreibung der derzeitige Situation, in der ich mich befinde.

Schöne Grüße

F.

Anmerkung Aktive Arbeitslose: Natürlich haben auch gemeinnützige Personalüberlasser nicht das Recht, einem zu verbieten über andere Personalüberlasser sich eine Arbeit zu suchen. Und schon gar nicht haben solche Firmen das Recht von einem zu verlangen, selbst gefundete Beschäftigungen über diese "gemeinnützigen Personalüberlasser" abzuwickeln. Damit wollen diese dubiosen Firmen nur ihre "Erfolgsbilanz" verbessern um die statistischen Vorgaben des AMS besser zu erfüllen. Im schlimmsten Fall kann die Kontaktaufnahme eines "gemeinnützigen Personalüberlasser" sogar die selbst gefundene Beschäftigungsmöglichkeit wieder zunichte machen, weil der "zweite Arbeitsmarkt" - der ursprünglich mehr Problem- und Randgruppen wie Haftentlassen, Obdachlose, Drogenabhängige als Zielgruppe hatte, her stigmatisierend wirkt.

Caritas Werkstatt Steiermark/Carla Graz: Gottes Knechte kennen keine Gnade

Aktiver Admin am Di., 19.05.2015 - 21:32
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Sehr geehrte Damen und Herren,

mit großem Interesse habe ich verschiedenste Beiträge und Erfahrungsberichte  auf Ihrer Homepage gelesen und fühle mich sehr angesprochen.

Auch ich bin betroffen und es ist mir ein Anliegen meine Geschichte zu erzählen.

Im April 2013, wurde ich aus " innerbetrieblichen Umstrukturierungen" nach 13 Jahren arbeitslos, im Alter von 51 Jahren, alleinstehend. Ich war für diese Firma im Bereich Kundentraining tätig, hab eine abgeschlossene Lehre im Einzelhandel und habe laut Erhebung der PVA 36 volle Arbeitsjahre.

Nachdem ich in den letzten 2 Jahren unendliche, meistens nicht beantwortete Bewerbungen geschrieben habe, vom AMS ganze 10 Jobvorschläge bekam, von denen einige Teilzeitjobs waren, die aus Überlebenstechnischen Gründen für mich gar nicht relevant waren, wurde ich im Februar dieses Jahres vom AMS Graz-West zu einer stattfindenden Jobbörse der bbs- Netzwerk der Beschäftigungsbetriebe Steiermark eingeladen, wo ich mich bei der Caritas (für die CARLA Läden) im Verkauf und der Sortierung vorstellen sollte. Diese Stelle sei befristet auf 3 Monate.

Die Veranstaltung fand am 24.2.2015 in den Räumen des AMS Graz-West statt. Dort stellten sich 14 Betriebe, die alle zu diesem bbs Netzwerk zusammengefasst sind,vor und stellten die 40  Jobs vor ,die zu vergeben waren.

Vom Blumensetzen auf Verkehrsinseln, über Sandstrahlen von Graffitis und Vogeldreck von den Häusern, LKW fahren und Möbel oder anderes transportieren, abladen, sortieren, Kulissenarbeiten in einem Theater, Reinigungsarbeiten aller Art, Verkauf, Fahrradreperatur, etc, etc. war alles dabei. Bei einigen wurden bevorzugt 50plus Kunden des AMS angesprochen.

Wie verlangt stellte ich mich also bei der Caritas vor und wurde auf Grund meines Lebenslaufes und meines beruflichen Werdegangs im Verkauf freudig begrüsst.Außerdem war ich noch bei 5 anderen Firmen um mich vorzustellen, meinen Lebenslauf abzugeben und mich nach möglicher Arbeit zu erkundigen.Erfolglos!

Man teilte mir beim Stand der Caritas mit es handle sich um eine Vollzeitbeschäftigung im Ausmaß von 38,5 Std. Auf meine Frage nach der Bezahlung wurde ich mit einem netto Einkommen von ca. 1050 € gar nicht freudig überrascht.

Auf meinen Einwand Vordienstzeiten, Kollektivvertrag, wurde mir von der Dame der Caritas mitgeteilt daß die Caritas einen eigenen Kollektivvertrag habe und dies die Bezahlung sei.

Auf meine Frage warum man mir nur einen befristeten Vertrag anbiete und keine fixe Stelle hieß es: Die Caritas arbeite nur mit Transitarbeitskräften, und dass seien ausschließlich befristete Stellen.

Dann machte ich die Dame darauf aufmerksam, dass ich seit 1 Jahr ein geringfügiges Beschäftigungsverhältnis bei der Firma Billa habe und wie sich dies mit meiser Arbeitszeit bei CARLA vereinbaren lasse da dieses Einkommen mein wirtschaftliches Überleben sichere.

Es sei nicht vereinbar, ich müsse CARLA während der gesamten Öffnungszeiten uneingeschränkt zur Verfügung stehen.

Soll also heißen: Ich muß einen Job, den ich seit einem Jahr habe, von dem ich finanziell abhängig bin und den ich auf Grund meines Alters nur mit Beziehungen bekommen habe, kündigen, um für 3 Monate befristet, mit einem Gehalt mit dem ich nicht überleben kann bei einem sozialen Betrieb arbeiten der für meine Arbeitskraft auch noch die volle Förderung für die Beschäftigung einer "über 50 "bekommt?????

Jedenfalls kam am nächsten Tag der Anruf, vom Büro der Caritas, daß ich am 1.3.2015 dort zu arbeiten anfangen könne.

Ich lehnte dieses Jobangebot aus oben genannten Gründen ab, mit einem riesigen Knödel im Bauch was daraufhin passieren würde.

Am 2.4.2015 hatte ich in der bbs Koordinationsstelle ein Gespräch mit der dortigen Verantwortlichen und legte dort nochmals sachlich und klar meine Gründe dar, wobei ich auf großes Verständnis ob meiner Lage stieß und wir uns darauf einigten daß ich bbs Netzwerk wohl keine Arbeit finden werde mit der ich wirtschaftlich um die Runden käme. Sie wolle daß alles so dem AMS weitermelden.

Ich wurde zum AMS bestellt, am 28.4.2015, wo man mir mitteilte das mein Notstandsbezug für 6 Wochen gestrichen werde weil ich die Stelle bei der Caritas mit Arbeitsbeginn am 27.4.2015 abgelehnt habe und somit Arbeit verweigert hätte.

Von dem Datum 27.4. war ich mehr als überrascht, machte auch in der Niederschrift auf den genauen zeitlichen Ablauf aufmerksam, legte nochmals meine Ablehnungsgründe dar und versuchte zu erklären daß ich ja nach diesen 3 Monaten befristeter Arbeit mit der äußerst minderen Bezahlung auch keinen geringfügigen Job mehr hätte und dass ich ohne den aber nicht überlebensfähig sei.

Meine "Betreuerin" meinte daraufhin, Sie würde anstatt jeden Tag um 4 Uhr aufzustehen und den ganzen Tag hier zu sitzen auch lieber Notstand beziehen und geringfügig arbeiten gehn. OHNE WORTE

Eine geringfügige Beschäftigung sei in keiner Weise relevant, wie ich meine  Miete , meine Rechnungen meine Lebensmittel bezahlen könne genauso nicht relevant.

Für mich aber schon, ich habe immer gearbeitet, hab 2 Kinder alleine großgezogen und steh mit 53 Jahren vor der Überlebensfrage.

Eine Woche darauf kam der Bescheid dass ich für 6 Wochen meinen Anspruch verloren habe!!!!Vom 27.4 bis 7.6 2015

Wenn ich lese, daß gerade 20 Millionen € locker gemacht wurden für solche Beschäftigungsprojekte dann frage ich mich : Was ist los in Österreich???

Hier werden Menschen die in einer schwierigen Phase stecken, die mit über 50 Jahren keine Perspektive mehr am regulären Arbeitsmarkt haben weil sie " zu teuer" sind benutzt ,um billigste Arbeit zu leisten, ohne Aussicht dadurch wieder in ein Fixarbeitsverhältnis zu kommen.

Alle 3 Monate eine neue Jobbörse ....alle 3 Monate Leute vom AMS zu holen und dafür auch noch Förderung vom Staat zu kassieren unter dem Deckmantel von " dem Menschen wieder das Gefühl zu geben gebraucht zu werden...um dem Menschen Wertschätzung entgegenzubringen wenn man ihm Arbeit gibt???

Bei dem Vorgehen, befristet auf 3 Monate und dem Geld dass man für seine Arbeit erhält komm ich mir weiß Gott nicht wertgeschätzt vor sondern nur ausgenutzt und dem System hilflos ausgeliefert.

Wie soll ich nächstes Monat meine Zahlungen leisten? NICHT RELEVANT

Ich denke nicht dass die breite Öffentlichkeit weiß was auf dem Sektor Arbeitslosenmarkt alles passiert und wie man plötzlich, von einem Tag auf den anderen vor den Problemen steht sein Leben bestreiten zu können....ich würde sehr sehr gerne damit an die Öffentlichkeit gehen und werde dieses Mail in die österreichische Medienlandschaft schicken, vielleicht will jemand zuhören.

Mit freundlichen Grüßen

Sylvia Z

WBI Leoben: Rechtswidrige und unvorteilhafte Passagen des Arbeitsvertrages

Aktive Arbeits… am Sa., 30.08.2014 - 17:16
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Folgende Auszüge aus dem Arbeitsvertrag stammen aus dem Jahr 2014. Ob die Arbeitsverträge von WBI noch immer so viel Unsinn enthalten, können wir nicht sagen. Wir bitten daher uns aktuelle Arbeitsverträge zur Überprüfung in Kopie oder als Scan (anonymisieren nciht vergessen!) zu schicken.

Wer so einen mit schikanösen Bestimmungen gespickten Arbeitsvertrag entmündigt sich de facto selbst. Eine Selbstkündundigung bzw. Auflösung in der Probezeit sollte daher vom AMS aufgrund der Unzumutbarkeit dieses Arbeitsvertrages nicht mit einer Wartefrist/Sperre von 4 Wochen bestraft werden können.

Wir empfehlen jedenfalls, sich solche Vertragsbestandteile nicht hinzunehmen!

Präambel

Die DienstnehmerIn verpflichtet sich, dem Projektzweck konform ihre Tätigkeit auszuüben. Die DienstnehmerIn erklärt sich damit einverstanden, dass eine Arbeitsweise, die dem Projektziel offensichtlich entgegenwirkt, zu sofortigen Abbruch des Dienstverhältnisses auch innerhalb der Befristung führt.

Anmerkung: Rechtswidrig. Zu unbestimmt formuliert. Darunter könnte auch ein gewerkschaftlicher Kampf um die eigenen Rechte fallen bzw. jede Form des Widerstands! Dient offenbar der Einschüchterung! Entlassungsgründe sind nämlich gesetzlich geregelt.

I. DIENSTVERWENDUNG UND ENTLOHNUNG

Allfällig gewährte Zulagen oder Überzahlungen werden auf freiwilliger Basis gegen jederzeitigen Widerruf gewährt.

Zumindest unvorteilhaft.

Die Dienstnehmerin ist bereit einer Änderung der Tätigkeit zuzustimmen. Aus der ausgeübten Tätigkeit kann kein Recht zur dauernd gleichen Verwendung abgeleitet werden.

Rechtswidrig. Eine deutlich niederwertigere Tätigkeit, z.B. Versetzung von Bürodienst zur Gartenarbeit, bedarf der Zustimmung der Betroffenen!

II. DAUER DES ARBEITSVERHÄLTNISSES

Die DienstnehmerIn erklärt sich ausdrücklich damit einverstanden, dass ihr Dienstverhältnis auch während der Befristung aufgrund eines in ihrer Person liegenden Umstandes jederzeit wieder beendet werden kann. Zu diesen Umständen zählen insbesondere:

Das oben zitierte, dem Projektziel nicht förderliche Verhalten, Alkoholisierung am Arbeitsplatz; Arbeits- und Tätigkeitsverweigerung; unentschuldigtes Fernbleiben vom Arbeitsplatz; Unerlaubtes Verlassen des Arbeitsplatzes, Raufhandel, Beschimpfungen und Tätlichkeiten gegenüber anderen Arbeitskolleginnen etc.

Desweiteren gilt auch das vorsätzliche Missachten von Anweisungen des Vorgesetzten als Grund für die sofortige Beendigung des Arbeitsverhältnisses.

Rechtswidrig: Verlassen des Arbeitsplatzes (z.B. um auf die Toilette zu gehen oder ein wichtiges Telefonat zu machen) und Missachten einzelner Anweisungen eines Vorgesetzen alleine sind nicht in jedem Fall ein Entlassungsgrund.

III. Dienstort

Die DienstnehmerIn kann auch zu Leistungen an einem anderen Arbeitsplatz bzw. Arbeitsbereich herangezogen werden, sofern der Arbeitsplatz bzw. der Arbeitsbereich in unmittelbarem Einflussverhältnis zum Verein WBI steht.

Zu unbestimmt. Auch nach einer Versetzung muss die zumutbare Wegzeit nach AlVG eingehalten werden!

VI. Dienstverhinderung

Über die Dienstverhinderung ist ab dem ersten Tag der Verhinderung eine ärztliche Bestätigung oder ein anderer geeigneter Nachweis vorzulegen

Rechtskonform, wegen des Zusammenhangs mit dem folgenden Absatz hier angeführt.

Kommt die DienstnehmerIn dieser Verpflichtung nicht nach, verliert sie/er für die Dauer der Versäumnis den Anspruch auf Entgelt. Der Dienstgeber hat das Recht, nach einer Dienstverhinderung von mehr als 14 Kalendertagen die DienstnehmerIn bei einem Vertrauensarzt des Dienstgebers vorzuladen.

Rechtswidrig: Der Arbeitgeber darf weder die Form der Krankenbestätigung vorschreiben noch von welchem Arzt diese auszustellen ist.

XI. Sonderzahlungen

Der Anteil auf den aliquoten Anteil der Sonderzahlungen gebührt nicht, wenn das Arbeitsverhältnis durch berechtigte fristlose Entlassung oder ohne Vorliegen eines wichtigen Austrittgrundes gelöst wird (§ 26 und § 28 des Angestelltengesetzes)

Zumindest unvorteilhaft

XII. LEISTUNGSAUSSCHLUSS

Für Dienstleistungen, die nicht zustande gekommen sind, gebührt der DienstnehmerIn kein Entgelt, wenn Umstände gegeben sind, die auf Seiten des Dienstgebers liegen (Ausschluss des § 1155 ABGB – beispielsweise bei Elementarereignissen Sturmschäden, Brand, Baugebrechen udgl.)

Rechtswidrig: Gesetzlich festgeschriebene Rechte wie das ABGB können nicht per Arbeitsvertrag außer Kraft gesetzt werden!

XIII. HAFTPFLICHT

In Abänderung des § 6 des Dienstnehmerhaftpflichtgesetzes wird vereinbart, dass auf einem minderen Grad des Versehens beruhende Schadensersatzansprüche oder Rückgriffsansprüche erlöschen, wenn sie nicht binnen 3 Jahre nach Ablauf des Tages, an dem sie erhoben werden können, geltend gemacht werden.

Rechtswidrig. Laut Dienstnehmerhaftpflichtgesetzes beträgt diese Frist 6 Monate und darf nicht durch einen arbeitsbertrag oder einen Kollektivvertrag zuungunsten der ArbeitnehmerIn verlängert werden! Hier geht es um die Geltendmachung von durch die ArbeitnehmerIn verursachte Schäden!

XIV. GESCHENKANNAHMEVERBOT

Geschenke dürfen nur mit ausdrücklicher Zustimmung des Arbeitgebers angenommen werden. Die unbefugte Geschenkannahme stellt einen Entlassungsgrund dar.

Rechtswidrig. Geschenkannahme - insbesondere in kleinerem Ausmaß im Wert von bis zu 100 Euro sind sicher kein Entlassungsgrund!

Ausgenommen von diesem Verbot sind kleine Gelegenheitsgeschenke (Blumen, Genussmittel udgl. Im Gegenwert bis max. Euro 10,-).

Die DienstnehmerIn ist verpflichtet, jede Geschenkannahme dem Dienstgeber mitzuteilen.

XIV. GEHEIMHALTUNGSPFLICHTEN

Die DienstnehmerIn ist zur Verschwiegenheit hinsichtlich sämtlicher Angelegenheit, die den Dienstgeber betreffen, gegenüber jedermann verpflichtet. Die Nichteinhaltung dieser Bestimmung bietet einen Entlassungsgrund. Auch nach Ende des Dienstverhältnisses dürfen dienstinterne Angelegenheiten nicht weiter gegeben werden.

Rechtswidrig. Verschwiegenheitspflichten umfassen nur Geschäftsgeheimnisse bzw. Dienstgeheimnisse. Diese extrem offene Formulierung dient offenbar der Einschüchterung, weil nicht einmal die Information bzw. Rechtberatung durch AK, Gewerkschaft oder Arbeitsloseninitiativen bei Problemen im Betrieb möglich wäre. Verletzt also die Informationsfreiheit nach Artikel 10 Europäische Menschenrechtskonvention (Steht in verfassungsrang).

XV. NEBENBESCHÄFTIGUNG

Jede Nebenbeschäftigung, wie so beispielsweise so die Begründung eines anderen Dienstverhältnisses, eines Werkvertrages oder arbeitnehmerähnlichen Verhältnisses, bedarf der Zustimmung des Arbeitgebers. Davon ausgenommen sind lediglich Beschäftigungen, welche dem rein privaten Bereich zuzuordnen werden können.

Zumindest unvorteilhaft wenn nicht gesetzeswidrig. Soferne durch Nebenbeschäftigungen die Arbeitstätigkeit im Betrieb nicht eingeschränkt wird oder in Konkurrenz zum Arbeitgeber steht (z.B. gleiche Branche/Tätigkeit) darf der Arbeitgeber Nebenbeschäftigungen nicht verbieten.

XVI. IRRTÜMLICHE ZAHLUNG

Im Falle einer irrtümlich erfolgten Berechnung des Entgeltes, oder überhöhten Auszahlung, erklärt sich die DienstnehmerIn bereit, zu viel ausbezahlte Beträge zurück zu erstatten.

Rechtswidrig: Wenn aufgrund geringer Höhe und sonstiger Umstände der Arbeitnehmer guten Glaubens annehmen konnte, dass der Betrag richtig ist, muss dieser nicht zurück gezahlt werden!

Die DienstnehmerIn ist verpflichtet, jede Abrechnung und Auszahlung dem Grunde und der Höhe nach auf die Richtigkeit zu prüfen.

XVIII. VERFALL VON ANSPRÜCHEN

Ansprüche jeglicher Art aus dem Arbeitsverhältnis sind binnen 3 Monaten ab Fälligkeit bei sonstigem Verfall beim Arbeitgeber mittels eingeschriebenen Brief geltend zu machen.

Unvorteilhaft.

Chamäleon Betriebsregeln (Stand: Frühjahr 2013)

Aktive Arbeits… am Mo., 25.03.2013 - 23:53
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ARBEITSZEIT

MO – DO von 7.30 – 16.30, FR von 7.30 – 12.30 (bei 38 Wochenstunden)

MO – DO von 7.30 – 13.45, FR von 7.30 – 12.00 ( bei 28,5 Wochenstunden)

MO –DO von 7.30 – 12.45, FR von 7.30 bis 12.30 (25 Wochenstunden)

Individuelle Arbeitszeitvereinbarungen nur in Ausnahmefällen und nach Absprache mit dem Geschäftsführer und der Pädagogin.

Mittels Stempelkare sind Arbeitsbeginn und Arbeitsende festzuhalten.

Die Stempeluhr ist ausschließlich persönlich u benutzen. Wer für seinen Kollegen/Kollegin stempelt, hat mit einer fristlosen Entlassung zu rechnen.

Pausenzeiten sind von 9.30 – 9.45 / Mittagspause ist von 12.30 – 13.00

Mittagspause nur bei 38 Wochenstunden.

Freitag wird für alle ohne Pause durchgearbeitet!

Die Pausen sind ohne Aufforderung pünktlich zu beenden.

  1. BETRIEBSGELÄNDE

  • Umfasst: Werkstätte, Büro/Geschäftsführung, Büro/Pädagogin, Büro/Werkstättenleitung, Gruppenraum/Küche, Lager, WC/Dusche
  • Betriebsfremden Personen ist der Aufenthalt im Betriebsgelände (mit Ausnahme von KundInnen während der Geschäftsabwicklung) nicht gestattet.
  • Das Verlassen des Betriebsgeländes ist während der Arbeitszeit nur mit Genehmigung der/des Vorgesetzten erlaubt.
  1. AMTSWEGE

  • Arzt- und Amtswege sollen grundsätzlich in der Freizeit erledigt werden. In Fällen wo dies nicht möglich ist, müssen vorhersehbare Termine am Vortag bei der Vorgesetzten gemeldet werden.
  • Für Arzt- und Amtswege sind Bestätigung mit einer genauen Zeitangabe unaufgefordert der Sekretärin vorzulegen.
  • Bei unentschuldigtem Fernbleiben erfolgt keine Bezahlung für diesen Tag.
  • Bei dreimaligem unentschuldigtem Fernbleiben liegt ein Entlassungsgrund vor.
  1. KRANKENSTAND

Im falle einer Erkrankung muss der Dienstgeber noch am selben Tag (Vormittag) informiert werden.

Nach dem Krankenstand ist dem Dienstgeber unaufgefordert eine Krankenstandsbestätigung vorzulegen, andernfalls gelten diese Tage als unentschuldigt und werden nicht ausbezahlt.

  1. VORSTELLUNGSZTERMINE

  • Vorstellungstermine können von den TransitarbeiterInnen jederzeit nach Absprache mit der Pädagogin in Anspruch genommen werden.
  • Für jeden Vorstellungsermin muss eine Bestätigung vorgelegt werden.
  1. PÜNKTLICHKEIT

Folgende Richtlinien gelten für das Zuspätkommen:

  • Bei unbegründetem Nichterscheinen am Arbeitsplatz vor 12.00 Uhr gilt der ganze Tag als unentschuldigt.
  • Fehltage ohne Bestätigung werden ebenfalls als unentschuldigt eingetragen.
  • Unentschuldigte Fehlzeiten müssen entweder eingearbeitet werden oder werden nicht ausbezahlt.
  1. ÜBERSTUNDEN UND ZEITAUSGLEICH

  • Überstunden können nur in Form von Zeitausgleich nach den gesetzlichen Bestimmungen und in Absprache mit der Bereichsleitung in Anspruch genommen werden.
  1. URLAUB

  • Die gesamte Urlaubsplanung erfolgt in Absprache mit den BereichsleiterInnen. Um die Arbeitsfähigkeit der Gruppe zu gewährleisten, können max. 3 Mitarbeiter gleichzeitig auf Urlaub gehen. Während der Schul- und Kindergartenferien werden AlleinerzieherInnen mit kleinen Kindern bevorzugt behandelt.
  • Nicht verbrauchter Urlaub kann nicht ausbezahlt werden.
  1. ARBEITSAUFTRÄGE

  • Die Arbeitsaufträge und Dienstleistungen werden von den BereichsleiterInnen bzw. der Werkstättenleitung eingeteilt. Die Verweigerung einer zugteilten Arbeit gilt als Dienstverweigerung und stellt somit einen Entlassungsgrund dar.
  • Essen und Trinken nur in den Aufenthaltsräumen
  • Das Handy ist während der Arbeitszeit auszuschalten.
  1. SAUBERKEIT DER RÄUMLICHKEITEN
  • Jeder/r MitarbeiterIn hat dafür zu sorgen, dass die Räume des Betriebsgeländes sauber und ordentlich gehalten werden.
  • Jede/r MitarbeiterIn räumt ihren/seinen Arbeitsplatz zusammen.
  1. ALKOHOL UND DROGEN

  • Im Betrieb und während der Arbeitszeit herrscht absolutes Alkoholverbot.
  • Wer bei Dienstbeginn oder während der Arbeitszeit alkoholisiert/unter Drogen stehend angetroffen wird, wird mit dem Taxi auf eigene Kosen heimgeschickt. Dieser Tag wird als Urlaubstag abgerechnet, unabhängig davon, ob die Alkoholisierung/der Konsum von Drogen zu Arbeitsbeginn, im Laufe- oder am Ende des Arbeitstages wahrgenommen wird.
  • Wiederholte Alkoholisierung/Drogenkonsum stellen einen Entlassungsgrund dar.
  1. GEWALTFREIES VERHALTEN

  • Die Androhung von Gewalt bzw. das Ausüben von Gewalt sind ein sofortiger Entlassungsgrund.
  1. KOOPERATION

  • Voraussetzung für ein Dienstverhältnis im sozialökonomischen Betrieb CHAMÄLEON ist die Bereitschaft der TransitarbeiterInne mit den BereichsleiterInnen und der Pädagogin zusammenzuarbeiten sowie die
  • Bereitschaft der TransitarbeiterInnen an den Problematiken, die zur Arbeitslosigkeit beigetragen haben, zu arbeiten (individueller Betreuungs- und entwicklungsplan).