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Vorarlberg

Vorlageantrag gegen Bezugssperre wg. angeblicher Vereitelung einer SÖB-Stelle bei der Caritas Vorarlberg

Aktive Arbeits… am Do., 31.12.2015 - 15:34
Body

Sonja E.

6858 Schwarzach

 

Schwarzach 29.12.2015

EINSCHREIBEN

An das
AMS Bregenz
Rheinstraße 33
6901 Bregenz

BESCHWERDE und VORLAGEANTRAG

Betrifft:

Bescheid vom 17.12.2015 – Beschwerde vom 22.10.2015 gegen Bescheid des AMS-Bregenz vom 28.9.2015 wird im Rahmen einer Beschwerdevorentscheidung abgewiesen.

Erlassen von: Geschäftsstelle AMS 802-Bregenz, Rheinstraße 33, 6901 Bregenz.

GZ: RGS8020 SE22102015

Bescheid erhalten am: 21.12.2015

Einleitende Stellungnahme/BESCHWERDE:

Dieser Bescheid vom 17.12.2015 stützt sich auf ein rundherum fehlerhaftes AMS- Ermittlungsverfahren, beruht nicht auf den tatsächlichen Fakten und stellt lediglich ein Konstrukt dar, das dazu dienen soll, der geschädigten Partei ein schuldhaftes Verhalten zuzuschieben, nicht jedoch objektiv nachzuweisen.

Zu den Zeugenbefragungen:

Das AMS Bregenz hat sich unzureichend mit der Darstellung des Verlaufs des Vorstellungsgesprächs, besonders bezüglich der Abklärung zum Thema Dienstzettel (von welcher Mitarbeiterin, wann und warum von der CARITAS stillschweigend die individuelle Festhaltung von Ausmaß und Inhalt der sozialpädagogischen Betreuung, sowie der ins Auge gefassten beruflichen Ausbildung verweigert wurde) auseinandergesetzt. Weiters wurden entscheidende Fragen an die Zeugin Fr. Brigitte H. nicht gestellt, wie z.B., ob am 15.7.2015 die angeblich vereitelte Beschäftigung im Einkaufspark Lustenau von der CARITAS bereits anderweitig besetzt wurde und am 16.7.2015, nach Abklärung zum genauen Beschäftigungsprofil der anderen besprochenen Stelle in der Flüchtlingshilfe, gar nicht mehr zur Verfügung stand. (Siehe auch beilieg. AMS-Protokoll, Mitteilung der CARITAS/Fr. H. an das AMS-Bregenz/Fr. A. am 16.7.2015 und Telefonnotiz von AMS/Fr. Mag. Ar. vom 12.8.2015.)

Die durchgeführten Befragungen ergeben nur deshalb einen anderen Sachverhalt, da sie aus dem exakten zeitlichen Ablauf herausgelöst betrachtet wurden und beschränken sich zudem genau auf jene Personen, die Verursacher dieser Auseinandersetzung sind. Eine entlastende schriftlich eingebrachte Zeugenaussage, will mit fadenscheinigen und diffamierenden Begründungen unterdrückt werden.

  1. Die beantragte Befragung von Fr. K. M., Fachbereichsleitung Arbeit- und Qualifizierung/CARITAS und zuständig für die Erstellung ordnungsgemäßer Dienstverträge im Rahmen der gemeinnützigen Beschäftigungsprojekte, wird als nicht notwendig erachtet. Fr. H. (lt. eigenen Angaben erst seit wenigen Tagen mit dieser Aufgabe betraut) wurde von mir am 15.7.2015 ersucht und hat zugestimmt, meinen Vorschlag zur Änderung oder individuellen Ergänzung des Standard-Dienstzettels, der maßgebliche Kriterien für eine Sanktionierung nach § 10 Abs.1 AlVG nicht erfüllt (Bundesrichtlinie AMF/21-2014 Pkt. 7), weil der Standard-Dienstzettel nicht den Qualitätsstandards der Richtlinien des Verwaltungsrates für Arbeitsverhältnisse im Rahmen eines Sozialökonomischen Betriebes oder eines gemeinnütziges Beschäftigungsprojektes (Bundesrichtlinie AMF/21-2014, Pkt. 6.1; S 5 unten) entspricht, wonach das ungefähre Ausmaß und der ungefähre Inhalt der sozialpädagogischen Betreuung sowie die ins Auge gefassten beruflichen Fortbildungen anzuführen sind und gemäß Pkt. 6.2 Inhalt und Ausmaß an sozialpädagog. Betreuung sich an den Anfordernissen des Einzelfalls zu orientieren haben und tunlichst einvernehmlich festzulegen sind, ihrer Vorgesetzten Frau M. vorzulegen und sie um Entscheidung zu bitten, wie die CARITAS diesbezüglich gedenkt zu verfahren. Ich habe keinerlei Rückmeldung seitens der CARITAS darüber erhalten. Stattdessen leitet das AMS-Bregenz am 17.7.15 mit Rsb eine Niederschrift ein und mischt sich in meine noch offenen Dienstvertrags-Verhandlungen mit meinem potenziellen Dienstgeber ein.

  2. Eine schriftlich eingebrachte Zeugenaussage wird abgewiesen und vorsichtshalber als „Schutzbehauptung“/Lüge abqualifiziert. Die Glaubwürdigkeit der, Monate nach dem Ereignis befragten, AMS- und Trägerorganisation-nahen-Personen wird jedoch zu 100% als gegeben erachtet.

  3. Glaubwürdigkeit Zeugenbefragung Fr.H./CARITAS vom 2.12.15: Fr. H. hat im Gegenzug zu Ihrer Darstellung in o.a. Bescheid sehr wohl etwas zu verlieren, würde bei einer Befragung zutage treten, dass sie beispielsweise ihre Kompetenzen übertreten hätte. Zudem kann Fr. H. als Anfängerin schon einmal etwas durcheinanderbringen. So z.B. habe ich nie über eine Verlängerung auf 2 Jahre im Dienstzettel-Beschäftigungsproj. 50+ gesprochen, sondern über ein anschließendes reguläres Dienstverhältnis (s.Beilage Nr.3, S2). Unter „Schnuppern“ im Einkaufspark in Lustenau war von mir ein von Fr. Hartmann angebotenes „Anschauen“ der Arbeit im Einkaufspark Lustenau gemeint – was ich für unnötig befand, da ja die Beschäftigung in der Flüchtlingshilfe in Aussicht gestellt wurde (siehe Notizen zum Vorstellungsgespräch Beilage Nr.3, S1). Wenn mir nicht bewusst war, dass ich mich in einem Personalbüro befand dann deshalb, weil das Büro der Caritas in Götzis aufgrund fehlender Beschriftung von außen, von mir sehr lange nicht gefunden wurde und mir auch in umliegenden Geschäften niemand über den genauen Standort Auskunft geben konnte. Des weiteren hat mich Fr. H. gebeten, mich nach ihrer Abklärung zum Beschäftigungsprofil für die Stelle in der Flüchtlingshilfe (FLH), „direkt im Personalbüro“ der Caritas bei einer anderen Person zu bewerben.

Zur Akteinsicht und zum Ermittlungsverfahren:

Die Aussage, dass der Beschuldigten Akteneinsicht gewährt wurde, ist nur eingeschränkt richtig, da diese erst am 21.8. 2015 auf mehrfache vorherige Anfrage hin gewährt wurde und hinsichtlich der geforderten Einsicht in das Protokoll des Regionalbeirates, diese überhaupt nicht gewährt wurde. Es besteht daher der Verdacht, dass der Regionalbeirat für eine evtl. Nachsichtgewährung, die sich nicht nur, beispielsweise auf eine zwischenzeitlich angenommene Beschäftigung zu beziehen hat, gar nie mit dem gegenständlichen Fall befasst wurde und deshalb keine Einsicht in dessen Stellungnahme möglich ist. Ungeachtet dessen wurde ein Bescheid erlassen, der sich auf das Ergebnis dieses Beirates stützt. Eine Aufklärung darüber ist für die Betroffene von besonderer Wichtigkeit, da die Arbeitsweise des AMS Bregenz vor dem Bundesverwaltungsgericht in vollem Umfange offen gelegt werden soll.

Schon vor Entstehung der Niederschrift am 29.7.2015 wurden Versuche seitens der Beschuldigten unternommen, Missverständnisse die in der Kommunikation zwischen AMS-Bregenz/Fr. R. A. und CARITAS/Fr. B. H. entstanden sein dürften aufzuklären, was kurzfristig auch gelungen schien (siehe beilieg. AMS-Protokoll/Gesprächsnotiz Fr. A. am 29.7.15, S 74/81 oben), jedoch der Begutachtung durch Fr. Mag. Gudrun A./AMS und einem anschließend verschleiernden Ermittlungsverfahren zum Opfer fiel.

Vieles in der Arbeitsweise des AMS Bregenz wird dahingehend behandelt, dass begangene

Fehler nicht aufgeklärt und bereinigt werden, sondern vielmehr in Abrede gestellt und verschleiert werden. Auf diese Weise entsteht z.B. auch dieser 17-seitige Bescheid, der nur noch ein unstrukturiertes Konglomerat an meist nachträglich gesammelten Informationen darstellt und Nebenschauplätze (genaue und wiederholte Erläuterungen von Art und Dauer einer Krankheit eines entlastenden Zeugen, dessen Naheverhältnis zur Beschuldigten, Wegstrecken-Zumutbarkeit ….) in den Raum stellt, wodurch die ursächliche Verfehlung in der Zuweisung und Niederschrifterstellung des AMS-Bregenz und in der Kommunikation mit der Trägerorganisation CARITAS kaschiert wird und kaum mehr nachvollziehbar ist.

Zur zulässigen Wegzeit gem. § 9 AlVG:

Die Berechnung zur Wegzeit im Bescheid vom 17.12.2015 (S 11), von meinem Wohnort bis zur angeblich vereitelten Beschäftigung zu 75% beim Einkaufspark Lustenau berücksichtigt nicht die Gehzeiten von und zu den Bushaltestellen. Dadurch erhöht sich die Gesamtwegzeit um mind.20 Min. auf 121 Min., was keine geringfügige Überschreitung der zulässigen Wegzeit mehr darstellt.

Durch die lange Wegzeit würden andere Anstrengungen, ein reguläres Dienstverhältnis am 1. Arbeitsmarkt begründen zu können, jedenfalls beeinträchtigt. Auch die aufzuwendenden Fahrtkosten im Verhältnis zum Geldbezug für die Beschäftigung im Einkaufspark Lustenau der CARITAS würde eine unverhältnismäßige Belastung darstellen.

ANTRÄGE:

  1. Einreichung der Bescheid-Beschwerden vom 22.10.2015 und 29.12.2015 beim Bundesverwaltungsgerichtshof zur Entscheidung

  2. Vorlage der Übersicht samt kernhaften Beweisen (detaill.Auflistung siehe S 4 unten) an das Bundesverwaltungsgericht
    Da eine Aufklärung der Tatsachen und Beschwerdeverfassung meinerseits durch die erst verspätet gewährte Akteinsicht massiv erschwert wurde, sowie vom AMS Bregenz mit Bescheid vom 17.12.2015, der Bescheid vom 28.9.2015 in seiner Begründung abgeändert wurde, ergeht mit diesem Antrag eine übersichtliche Zusammenfassung bzw. chronologische Aneinanderreihung der Begebenheiten zur Zuweisung der Beschuldigten vom AMS Bregenz an die Caritas Feldkirch/Beschäftigungsprojekt Carla Job Start, gewonnen insbes. aus AMS-Protokollen und E-Mail-Verkehr zwischen den Beteiligten

  3. Erbringung des schriftlichen Beweises über die rechtskonform durchgeführte Zuweisung an die CARITAS der Diözese Feldkirch bezügl. der angebl. vereitelten Beschäftigung

  4. Umgehende Übermittlung folgender Informationen an die Beschuldigte:

  5. Vollständige Liste aller, dem Bundesverwaltungsgericht vorgelegten Unterlagen (Schriftstücke, Beweise etc.) in dieser Sache.

  6. Mitteilung der Geschäftszahl unter der beim Bundesverwaltungsgericht dieser Fall aufscheint.

Gezeichnet:

……………………………………….

Sonja E.

Beilagen zur Weiterleitung an das Bundesverwaltungsgericht:

  • Zusammenfassende Übersicht zum Ablauf der Zuweisung von AMS an CARITAS

  • Beweise zum Ablauf der Zuweisung: AMS Gesprächsnotizen und Aufzeichnungen des E-Mailverkehrs zwischen AMS und CARITAS (S72-76/81 aus AMS-Protokoll)

  • Notizen zum Vorstellungsgespräch/Vorschlag Änderung Dienstzettel/Standard-Dienstzettel der Caritas der Diözese Feldkirch – Zusätze nicht verhandelbar

  • Schriftliche Äußerung der Bedenken zum Standard-Dienstzettel der Caritas – Vorschlag zur Erweiterung/Änderung für Personalbüro/CARITAS Fr. M.

  • E-Mail vom 20.7.15 an AMS-Bregenz – Forderung Offenlegung des Informationsflusses zwischen Caritas und AMS betreffend die Zuweisung

  • E-Mail-Verkehr zwischen CARITAS/Fr. H. und Fr. E.

  • AMS-Dokument/2.Teil zur Niederschrift vom 29.7.2015 zum angeblichen Beweis einer Nachsichtverweigerung durch den Regionalbeirat

Beschwerde über Zuweisung zu einem Arbeitstraining bei AQUA Mühle und über mit Gewalt aufgezwungenen Betreuungsplan

Aktiver Admin am Di., 29.12.2015 - 11:29
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Sehr geehrte Damen und Herren,

ich, I. S., hatte heute den 18.12.2015 ein Beratungsgespräch  bei meiner Beraterin I. N.. Es ging darum, daß ich schon zum vierten Mal innerhalb von einem Jahr wieder ein Arbeitstraining oder ein 50 Plus Programm annehmen sollte. Ich habe erst bei Carla (Reinigungskraft) ein sechswöchiges Arbeitstraining absolviert welches ich wegen vier Wochen Krankheit (Rückenprobleme) unterbrechen mußte.

Heute sollte ich wieder ein Arbeitstraining annehmen als Reinigungskraft obwohl meine Betreuerin über meine Rückenprobleme informiert ist. Da ich diese freiwillige Maßnahme nicht annehmen wollte (wegen körperliche Fähikeit nicht gegeben ist und die Gesundheit nicht gefährdet und entspricht nicht meiner über 10 Jahre Qualifizierung) wurde ich gezwungen die Betreuungsvereinbarung in der darin steht, wenn ich die  Arbeitstrainingsmaßnahme  nicht annehme, ich eine 6 wöchige Leistungssperre bekommen werde. Aber es steht auch herrinnen das die  Betreuung mich bei einer Suche um eine Stelle als Produktionsarbeiterin unterstützt. 

Zum ersten, widerspricht sich der Inhalt dieser Betreuungsvereinbarung, zweitens, steht herinnen, "unter gegenseitigen Einvernehmen erstellt", und drittens, entspricht dies nicht der Wahrheit und ich wollte daher diese Betreungsvereinbarung nicht unterschreiben. Wie oben schon beschrieben wurde ich mit den Worten gedroht, wenn ich nicht unterschreibe müsse meine Beraterin jemanden holen und ... den  Satz hat sie nicht ausgesprochen, damit wurde mir zweimal gedroht bis ich dann unterschrieben habe weil sie mich dann noch drängelte sie hätte keine Zeit mehr. Ich muß mich nicht menschenunwürdig behandeln lassen und werde mir diesbezüglich rechtliche Schritte vormerken, was auch für die vierte Arbeitstrainingsmaßnahme betrifft und deren Leistungssperre.

Es wäre schön wenn sich das AMS an die Betreungsvereinbarung halten würde, und mir ein Arbeitsverhältnis vermittelt und nicht nur ein "Arbeitstraining".

Mit freundlichen Grüßen

I.S.

Integra Vorarlberg Postpartner: Nach 3 Tagen Schnuppertagen wieder davon gekommen ...

Aktive Arbeits… am Do., 10.12.2015 - 21:03
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Leider habe ich von Integra Wolfurt nichts schriftliches mitbekommen.

Nach meinen 3 Schnuppertagen bei der Integra Postpartnerstelle Bregenz Mariahilf wurde mir bekanntgegeben das momentan leider keine Stelle frei ist und ich auf die Warteliste gesetzt werde.

Die Bedingungen lt. Frau Isabelle Fritz (Integra Poststellenleitung): Der Bruttostundenlohn wäre 8,40 Euro für eine ganz normale Banktätigkeit (Postsparkasse mit Ein- u. Auszahlungen, Überweisungen, Kontoverwaltung und allgemeinem Postparteienverkehr) Vollzeit. Vorerst 6 Wochen Anstellung als Arbeiter. Eventuell könnte noch eine Verlängerung auf max. 6-12 Monate ermöglicht werden, was aber nicht garantiert wird.

Für Arbeiter gibt es keinen Gehalt, sondern Lohn. Bedeutet: Es gibt Berechnungsunterschiede. Kündigungsfristen ect..

Auf Grund dieses Angebots habe ich gleich am nächsten Tag telefonisch meine AMS-Betreuerin kontaktiert, die leider nicht im Dienst war, und schilderte daher diese skandalösen Zustände ihrer Vertretung. Am Ende des Gesprächs fragte mich die Dame nur, ob dieses Gespräch eine Beschwerde sei, welches ich eindeutig mit ja bestätigte und um einen raschen Rückruf von der Beschwerdestelle gebeten habe. Leider ist bis heute keine Meldung von Seiten des AMS oder Integra bei mir eingetroffen.

Ich habe inzwischen einen Pensionsantrag gestellt, da ich mich nicht noch einmal für solche Alibi- und Ausbeuteraktionen seelischen und nervlichen Stress aussetzen möchte.

Mein Leben und meine Gesundheit haben Vorrang.

Anmerkung Aktive Arbeitslose Österreich: Vom Arbeitsrecht her gesehen sind die 3 "Schnuppertage" als Probetage zu werten, die auch voll nach dem jeweils anzuwenden Kollektivvertrag zu zahlen wären! Das Ausnützen des Unwissens der meisten ArbeitnehmerInnen ist leider recht typisch für den "zweiten Arbeitsmarkt"!

Auch dass nur ein Vertrag als "Arbeiter" angeboten wird entspricht sicher nicht der geltenden Rechtslage ...

BBRZ Dornbirn: Reha-Planung mit schikanösen Psychotests

Aktiver Admin am Di., 15.09.2015 - 07:28
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Sehr geehrtes Team von "Aktive Arbeitslose"

Heute hab ich im “Wann & Wo” (Bin aus Vorarlberg) Ihren Bericht gelesen “Ein- bez. Wiedereinstieg von Arbeitslosen".

Toller Bericht und Sie reden mir von der Seele!!!!

Bin langzeitarbeitslos. Habe seit 2007 eine Herausforderung mit meiner HWS. Im Frühjahr 2015 fordert mein AMS Berater ein Attest diesbezüglich ein. Ich erwiderte, daß ich mir mit meiner Notstandshilfe beim Facharzt/Orthopädie kein Attest leisten kann. Daraufhin schickte mich das AMS zum BBRZ in Dornbirn. Dort wurden meine Befunde gesichtet und von einem “Allgemeinmediziner” eine Stellungnahme geschrieben. Auch erfolgte eine psychologische Testung. Und jetzt fängt der “Krimi” an:

Während der Testung (eine Psychologin war anwesend) waren sehr viele Störungen. Mitunter auch durch eine Mitarbeiterin des BBRZ, die in den Raum kam und mit der Psychologin ein längeres Gespräch führte. Das ist doch UNMÖGLICH! Weiters wäre es sehr vorteilhaft, wenn die PC Anwenderkenntnisse der Teilnehmer im Vorfeld geprüft werden. Denn es war ein Teilnehmer dabei, der überhaupt keine Anwenderkenntnisse hatte! Der wußte nicht mal wie man eine Maus bedient. Und sein Deutsch war sehr sehr schlecht. Dadurch musste er sehr viele Fragen stellen und das alles während der Testung. Ich wurde bei dieser Testung sehr viel gestört. Konnte mich dadurch sehr schlecht konzentrieren. Logischerweise!

Am 10.3. hatte ich dann das Gespräch mit der Psychologin-Testergebnis. Und ich gab ihr folgendes Feedback:

Bei der Testung wurde ich sehr oft gestört und aus meiner Konzentration herausgerissen. Sogar eine Arbeitskollegin von Ihnen störte diese psychologische Testung!

Wo gibt es denn so was? Und wieso macht man die Testung nicht EINZELN wie ÜBLICH!!!! (da habe ich mich informiert bei einigen Personen, die auch Testungen machen).

Antwort der Pschologin: "Ja Sie haben recht. Ich weiß, daß Einzeltestungen üblich sind, aber aus FINANZIELLEN GRÜNDEN geht das nicht bei uns im BBRZ”.

Ich erwiderte “Dann hören Sie doch gleich auf. Ich kann auch nicht ein Haus bauen, wenn ich  nur das Geld für den Keller habe”. Vor allem werden die Teilnehmer dadurch sehr benachteiligt. Solche Massentestungen werden sonst nirgendwo durchgeführt.

Dementsprechend ist meine Testung ausgefallen. Beim AMS habe ich mir die schriftlichen Stellungnahmen ausdrucken lassen. Zu Hause hatte ich Tränen in den Augen und ich bin eher eine robuste Natur! Bei so vielen Punkten “weit unterdurchschnittlich”. Ich war platt. Allgemeine Intelligenz: unterdurchschnittlich. Unterdurchschnittliche Konzentrationsleistung.

  • unterdurchschnittliches Arbeitstempo (klar, wenn ich so viel gestört wurde) Verausgabungsbereitschaft: weit unterdurchschnittlich (logisch, ich kann ja n icht mehr aufgrund meiner
  • körperlichen Beeinträchtigung HWS Bandscheibe 100% leisten. DARUM bin ich ja beim BBRZ gelandet) Zum Schluss: “Insgesamt ergibt sich der Eindruck einer Persönlichkeit mit einem
  • geringen Arbeitsengagement und einem niedrigen intellektuellen Niveau” DAS nahm mir die Luft. Das stampfte mich in den Boden.

Ich habe daraufhin die Psychologin beim BBRZ Dornbirn angerufen und ihr meine Meinung dazu gesagt. Sie war ganz still.

Ich “Haben Sie mich bei einem Arbeitsprozess beobachtet? Waren sie dabei. Woher wissen Sie, wie ich arbeite? Und wie kommen Sie auf ein niedriges intellektuelles Niveau?” Ich habe jahrelang im Büro gearbeitet. Mitunter 13 Jahre in einer Bank. Ich habe immer viel und sehr gut gearbeitet. Und wegen einem “niedrigen intellektuellen Niveau” habe ich meine sehr guten Jobs nicht bekommen!!!!

Auch mein intensiver Einsatz während meiner Arbeitslosigkeit, d.h. viele Bewerungen geschrieben, Anrufe gemacht, eigeninitiativ Termine beim AMS geholt, um meine Ideen und Vorschläge zu besprechen usw. Unaufgefordert Schriftverkehr der Bewerbungen dokumentiert und vorgelegt. Ich kenne einige Arbeitslose in meinem Umfeld, die keinen Finger rühren!

Die Psychologin meinte am Schluss des Telefonats nur “Danke, daß Sie mir mitgeteilt haben, wie sie sich fühlen”. Na so was! Ich sagte zu ihr noch “bekommt man von Ihnen eine psychologische Nachbetreuung, wenn man durch ihre Stellungnahme niedergeschmettert wird?” Dann kam das “Schweigen der Lämmer”.

Dieser ganze Vorfall kostete mich Wochen bis ich wieder einigermaßen stabil war.

Ich fragte die Psychologin auch “Was soll ICH jetzt tun? Ihre Stellungnahme, der ganze Bericht vom BBRZ liegt jetzt beim AMS. Und laut meinem Berater, “steht” was Sie da geschrieben haben! Ist für mich nicht gut! Was mach ich denn jetzt? Das was sie geschrieben haben entspricht nicht der Wahrheit!” Es ist unglaublich, wie gedemütigt man wird.

Ich habe Rechte! Und ich für mich dachte “wieso gibt es keine Interessensvertretung für die Arbeitslosen”. Da gibt es so viel Mißstände. DAS muss an die Öffentlichkeit. Die Vorgehensweise ist einfach nicht in Ordnung! Aber klar “wo kein Kläger, da kein Richter”.

Mein Berater sagte mir, ich soll den ganzen Vorfall ihm mailen und er schickt das Mail weiter an die zuständige Stelle beim AMS. Bis heute habe ich keine Rückmeldung bekommen. So viel zum Thema WERTSCHÄTZUNG UND RESPEKT.

WAS intern bei den AMS Kursen läuft, darüber könnte ich viele viele Seiten schreiben! Was da Steuergelder verpulvert werden. Man wird einfach in einen Kurs gesteckt. 6 Wochen oder mehr.

Der AMS Berater meinte “beruhigen sie sich, auf die psychologische Testung wird eh nicht so viel Wert gelegt”. Glaube ich nicht, denn warum ordnen sie es an? Es gibt ja auch Arbeitslose, diekeine körperliche sondern eine psychische Beeinträchtigung haben!

Wie kann ich jetzt gegen die Stellungnahme von der Psychologin Einspruch erheben? (datiert mit 25.3.15)

Wer kann mir da weiterhelfen? “Arbeitslosenanwaltschaft, die neben Beratung und Rechtsdurchsetzung auch eine Selbstvertretung ermöglichen solle” JA!! Das MUSS eingefordert werden! so gehts doch nicht weiter! Eine Bekannte von mir erlebte genau dasselbe wie ich, nur sie hat nicht den Mut ihre Stimme zu erheben. Sie hat Angst, wie so viele andere auch! Viele haben auch Angst vor einer Konfrontation oder haben einfach nicht mehr die Kraft dazu! Aber WO leben wir denn??

Freundlicher Gruß

Beate

Integra Vorarlberg: Allgemeine Information

Aktiver Admin am Mi., 03.06.2015 - 20:48
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Homepage

http://www.integra.or.at/

Gemeinnütziges Beschäftigungsprojekt wo reguläre Kollektivverträge durch die vermutlich sittenwidrige Pauschalentlohnung umgangen werden.

Laut Ranking der Wirtschafts-Standort Vorarlberg GmbH (WISTO) nimmt Integra mit 259 MitarbeiterInne und 3 mio. Euro Umsatz den Platz 46 ein.

Erfahrungsberichte

Parlamentarische Anfragen

  • Arbeitsmarktförderungen für "Outplacement", "sozialintegrative Unternehmen", "Social Profit (Benefit)" - Unternehmen, "sozialökonomische Betriebe", "Transitarbeitsplätze" und "Zweiten Arbeitsmarkt" (1053/J)
    http://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXV/J/J_01053/index.shtml
    Anmerkung: Echt skurril, dass die FPÖ nur nach dem Anteil der AusländerInnen fragt, also ob diese Zwangsmaßnahmen etwas gutes wären, ohne die Missstände am "zweiten Arbeitsmarkt" je mit einem Wort zu kritisieren ...

Medienberichte