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AMS Graz

6 Vermittlungsvorschläge vom AMS Graz an eine Akademikerin (Frühjahr 2017)

Aktiver Admin am Mo., 06.11.2017 - 16:53
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Ich werde von Frau Mag. P. beim AMS Graz West betreut, die mich ja schon Anfang 2016 gesperrt hat.

Die Sperre musste aber aufgehoben werden (Ratschläge AA,Interventionen, Ombudsmann, Snobe, Graf, AMS Rechtsanwältin, die letztendlich eingeschaltet werden musste), da ich mich ja eh beworben habe, auch auf Stellen bei denen ich mich schon beworben hatte, und zudem noch auf mehr Stellen, als ich hätte müssen.

Mein einziger Fehler damals war die Nachfrage, ob es denn Sinn macht, sich mehrmals bei ein und derselben Stelle zu bewerben, bei der man schon eine Absage erhalten hat, oder sich zu bewerben wenn z. b. definitiv eine abgeschlossene Verkaufslehre gefordert wird, und ich aber keine abgeschlossene Verkaufslehre vorweisen kann.

Ja und nun, da ich mich von Arbeit suchend auf arbeitslos ummelden muss,-das auch schon am 19.04. getan habe,da ich sonst keine BMS vom SA bekomme, werde ich mit Hilfsarbeiterjobs (Sortiererin, Abwäscherin, Putzfrau für diverse Objekte...) zugemüllt und wenn ich mich nicht bewerbe droht wieder die Sperre und weitere Probleme....ich werde gezwungen, es ist eine sinnlose Zwangsmaßnahme. (aktuell werde ich noch als arbeitssuchend geführt)

Ich dachte, dass das AMS die Aufgabe hat Die Wirtschaft und Arbeitssuchende SINNVOLL zusammenzuführen !

Meine weiteren Überlegungen und Fragen:

Wenn in der Steiermark im März 2017 auf 51.600 Arbeitslose nur 6763 offene Stellen kommen =beim AMS gemeldet worden sind,

Warum bekomme ausgerechnet ich, als Akademikerin  NUR Hilfsarbeiterjobs angeboten ???

Sind diese 6763 gemeldeten Stellen NUR Hilfsarbeiterjobs ? oder gibt es für diese Hilfsarbeiterjobs keine Hilfsarbeiter und Arbeiter unter den 51.600 ??????

Arbeiter und Hilfsarbeiter werden in Schulungen und zu Weiterbildungen gesteckt, damit sie eine Arbeit bekommen, Ich habe eine Hochschulausbildung und werde etliche Stufen zurückversetzt, degradiert, es ist wie wenn man mir meine zahlreichen Ausbildungen aberkennt.

Wozu dienen also die Weiterbildungen überhaupt, wenn Bildung gar nicht anerkannt wird, quasi nichts wert ist. wo ist der Sinn ?- ich erkenne ihn nicht. Das System wird ad absurdum geführt.

Soll doch jeder irgendetwas arbeiten was er gar nicht gelernt hat, und nicht kann,- Hauptsache er arbeitet ?????

Wozu dann überhaupt noch einen Beruf erlernen ?

Ich verstehe ja, dass es keine Jobs in meinem Bereich gibt, und auch nicht gegeben hat, ich bin ja auch bereit Abstriche zu machen, aber diese Form der Degradierung,ist dann doch reichlich übertrieben.

Ich will auch nicht auf einem Titel herumreiten aber annähernd passend, soll der Vermittlungsvorschlag(zwang) schon sein. Wenn ein Studium keine Bedeutung und keinen Wert mehr hat, wie bedeutungslos sind dann erst die Sinnloskurse ? Also bitte abschaffen und zwar schnell, denn die haben tatsächlich kein Gewicht bei der Arbeitssuche !

Ich frage mich auch, was man eigentlich mit den doch in der Überzahl befindlichen arbeitslosen Hilfskräften macht, wenn die Akademiker denen auch noch die Arbeit wegnehmen MÜSSEN ? Sollen die Akademiker putzen gehen und sich die Hilfskräfte in die Büros setzen? Besser gesagt: sollen körperlich Tätige die  geistige Arbeit übernehmen und umgekehrt ?

Zum Thema Zwang und Dumpinglöhne :

Für einen Dumpinglohn muss man sogar bereit sein Samstag, Sonntag, Feiertag, auf Abruf, im Schichtdienst und bis 21 Uhr zu arbeiten.

Übrigens beutet die Caritas auch Menschen aus.

Zum Thema ARBEITSLOS UND ARBEITSUCHEND :

Ich werde als Langzeitarbeitslose geführt und behandelt, bin aber jahrelang arbeitsuchend eingetragen !

Ich bin eigentlich nicht arbeitslos, da ich noch nie eine Arbeit verloren habe !

Ich habe mir selbst seit 2000 Arbeit als freischaffende Künstlerin gegeben, aber ich verdiene zu wenig bis nichts.

Herr Dr. Graf hat mir schon vor Jahren mitgeteilt, dass das AMS keine Arbeit für mich hat, da hatte ich einen Termin, weil mich das AMS zum Ausgraben schicken wollte, und ich gesagt habe ich mache das nur, wenn ich es machen MUSS.....

(Es gibt einen frühzeitlichen Fund, eine Stelle, auf einem Berg in Graz, die wird im Sommer von Arbeitslosen aufgegraben, und für den Winter im Herbst wieder zugegraben, das wiederholt sich jährlich...)

Danke

Liebe Grüße

Edith

Materalien: Akteinsicht 8.10.2008 Anlage 6

Aktiver Admin am Di., 04.04.2017 - 19:31
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Arbeitsmarktservice Graz (6070)
Service für Arbeitskräfte
Niesenbergergasse 67-69
8021 Graz
DVR: 15601

Graz, am 08.0ktober2008

SV-Nr.: **** ******

Brigitte Zöllner

Erstellung: Mag. ***** ***** (E***) / 19.02.2008
Bearbeitung: Mag. ***** ***** (E***) / 20.02.2008

Informationen / Gesprächsnotizen / Vermerke

Betreff: Bewerbungsrückmeldung uniT

heute gab es wieder ein Gespräch UNI T:Frau Zöllner.

Frau Zöllner wurde von UNI T (Frau ****S) erklärt, daß sie bei UNI T zu arbeiten beginnen könne, und sie wurde gefragt, wie sie sich entschieden hätte. Frau Zöllner meinte, daß ihr EUR 1,400,00 zu wenig sei, denn soviel habe sie fast beim AMS, aber "Wenn Sie mich wollen, kann ich eh nicht nein sagen."

Da UNI T eindeutig erklärte, daß sie Frau Zöllner sofort einstellen würde, ersuchte Fran Zöllner um Bedenkzeit bis Donnerstag, den 21.2.08, sie werde dann Bescheid geben, ob sie die Arbeit bei UNI T annehmen wolle,

Frau ***** (UNI T) erklärte mir, daß Frau Zöllner, wenn sie ja sagt, sofort zu arbeiten beginnen kann, bestätigte aber ~ auf meine Frage hin -, daß sie nicht den Eindruck habe, daß Frau Zöllner Wirklich will, wobei sie nicht wisse, ob dies mit den vielen Absagen, die Frau Zöllner ob ihres Alters bekommen.habe, zusammenhängt.

Benutzercode E*** Uhrzeit 11:50 Sëite 1

Wenig gelernt bei Team Styria: 18monatige Umschulung - industrielle Qualifizierung Metall

Aktiver Admin am Mi., 16.12.2015 - 21:01
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Hallo,

ich bin mir nicht sicher ob ich mit meinem Anliegen hier richtig bin und ob es die Sache überhaupt wert ist.

Ich persönlich finde jedoch, dass die Zeit der Umschulungsmaßnahme, die ich nun seit November 2014 hinter mir

habe, keine sehr schöne Zeit war, ich sogar einige Male krank wurde (2 mal auch Gürtelrose) weil es dort aus meiner Sicht nicht schön zugeht.

Mein persönlicher Wunsch wäre es an die richtige Stelle weiterleiten zu können, dass mindestens ich es für eine sehr gute Idee finde, diese Ausbildungsstätte nicht weiter finanziell zu fördern!

(Da ich ja nach meiner Umschulung für ein halbes Jahr in die Produktion übernommen wurde, kam mir zu Ohren, dass ab nun kein weiterer Umschüler aufgenommen wird, wenn es keine finanzielle Förderung mehr gibt.)

Die Ausbildungsstätte von der ich spreche ist die Team Styria Akademie, Triesterstr.Graz in der ich eine 18monatige Umschulung - industrielle Qualifizierung Metall- sehr positiv absolvierte.

Doch auch wenn ich diesen Teil positiv abschloss, ging es für mich ziemlich unerfreulich aus da ich ursprünglich vor hatte, zur Lehrabschlussprüfung antreten zu dürfen.

Meine persönlicher Bericht wie ich diese Einrichtung erlebt habe:

Zunächst einmal kam ich freiwillig in diese Einrichtung da ich unbedingt einen handwerklichen Beruf lernen wollte. Nach dem 2wöchigen Praktikum hatte ich im Großen und Ganzen einen guten Eindruck, doch rückblickend finde ich es traurig, dass der Ausbildungsleiter damals nicht die nötige Zeit gefunden hat ein Abschlussgespräch mit mir zu führen. Vielleicht hätte sich in diesem Gespräch herausgestellt, dass ich hier eventuell nicht richtig bin. Doch grundsätzlich wurde in der Praktikumszeit öfters davon gesprochen, dass man nach positivem Abschluss aller Module ( jeweils ca 18 Module Fachkunde, Fachrechnen, Fachzeichnen) die  Chance bekommt zur Lehrabschlussprüfung anzutreten, man um 3 Monate Verlängerung beim Magistrat ansuchen kann und intensiv Prüfungsstücke der WIFI in der Werkstatt üben und im Lehrsaal Prüfungsfragen lernen kann.

Da ich ein ehrgeiziger Mensch(ohne Behinderung) bin habe ich mir von Beginn an vorgenommen die ganzen Module zügig abzuschließen.

Doch mit der Zeit stellte sich heraus dass man in dieser Einrichtung sehr sich selbst überlassen ist und die Trainer (aus meiner Sicht) nicht viel Motivation haben etwas zu vermitteln(vielleicht da sie im Behindertengesetz sind und dem Ganzen nicht gewachsen sind und überfordert sind?).

Zur deren Verteidigung muss ich jedoch auch erwähnen, dass es auch Umschüler gibt die sich überhaupt nicht interessieren und bemühen. Doch habe ich mich einfach sehr vernachlässigt gefühlt, teilweise unterfordert da ich sehr wissbegierig bin, die Trainer sich keinen Stress machen und phasenweise über Wochen ausfielen wegen schwerwiegender Krankheit oder Operationen und dann plötzlich nur 1 einziger Trainer über ist und zumindest 1 Mal ein Ersatztrainer eingesetzt wurde der nichts kostete und freiwillig 2 mal sein "Praktikum" verlängerte um im Endeffekt für seine Meisterprüfung lernen zu können.

Des weiteren kam für mich erschwerend hinzu, dass ich dem Ausbildungsleiter gegenüber anfänglich eine leider irrtümlich große Begeisterung entgegenbrachte da ich dachte ich fände in ihm einen guten Ausbilder der mir 

den Beruf gut übermitteln kann, da er ja schließlich Meister ist und auch der Ausbildungsleiter- Bereich Metall- dieser Akademie ist. Doch dieser fasste diese Begeisterung anders auf (ich bin weiblich) was dazu führte dass ich mich 

immer mehr von diesem Trainer distanzierte, da ich persönlich gewisses Verhalten, besonders in dieser Konstellation, als unmoralisch halte und auch hielt.

Und dieser Umstand führte dann im Endeffekt dazu dass ich von diesem Ausbildungsleiter fachlich nicht viel konsumieren oder fragen konnte und war noch um einiges mehr auf mich allein gestellt beim erlernen der Theorie und reduzierte Blickkontakt und Kommunikation auf das Nötigste.

In all der Zeit stand mir die firmeninterne Sozialarbeiterin bei und konnte nach und nach durchsetzen dass ich eben diese "Distanz" brauche da sie das Problem zwischen mir und dem Trainer als "Übertragungsproblem" darstellte und dieser sich in keinster Weise persönlich angesprochen fühlen musste wegen meinem - zuletzt sogar verachtendem - Verhaltens. 

Gegen Ende der Umschulung, nachdem mir vom Magistrat die 3 Monate Verlängerung für die LAP-Vorbereitung genehmigt worden sind, erzählte ich der Sozialarbeiterin,(welche mich einfach regelmäßig zu Gesprächen einlud weil sie merkte dass es mir einfach nie richtig gut ging), dass ich allein beim Gedanken, diese 3 Monate mit diesem Ausbildungsleiter in intensiver Zusammenarbeit in der Werkstatt verbringen zu müssen, ein zweites Mal Gürtelrose bekam.

Daraufhin sah sie dringend Handlungsbedarf und es wurde auch das eine oder andere Gespräch mit der Administration Akademie und dem Ams-Vertreter geführt, aber im Endeffekt wurden mir diese 3 Monate "genommen" und ich vorzeitig in die Produktion übernommen mit dem Trost ich könne ja dort auf die Lehrabschlussprüfung vorbereitet werden. 

Aber im Grund kümmert sich nun keiner mehr wirklich darum und ich bin auch nicht wirklich in der Verfassung von dieser Firma etwas lernen zu wollen.

Im Juni 2015 habe ich das halbe Jahr der Übernahme überstanden und mir hoffentlich nicht die Frage einer weiteren Verlängerung gestellt, da ich mit diesem "Verein" dann gar nichts mehr zu tun haben will.

Zusätzliche Eindrücke:

Die gesamten Lernunterlagen sind sehr veraltet, man bekommt für die 18 Monate nur eine einzige Arbeitsgarnitur, die Trainer tratschen sehr viel und aus meiner Sicht werden einige Umschüler abschätzig behandelt und die merken es nicht da sie entweder behindert, eingeschränkt oder zu jung sind. 

Generell wird in der Akademie, aus meiner Sicht, nicht sehr freundlich mit den Umschülern umgegangen und man darf sich zu bestimmten Pausenzeiten keinen Kaffee oder Jause aus dem Automaten herausholen da ein anderer Vorgesetzter dort regelmäßig "Besprechungen" abhält und jeden auf abschätzige Weise wegschickt.

Die Administration ist aus meiner Sicht unfreundlich, schnippisch, teilweise ohne Mitgefühl was ich einfach nicht in Ordnung finde wenn man bedenkt dass auch junge Leute ohne Erfahrung aus dem Arbeitsmarkt, so wortkarg abgefertigt werden.

Es fehlt generell an sozialer Kompetenz und es ist keiner da der "durchgreift" was dazu führt dass einige Umschüler sich überhaupt nicht bemühen, sehr viel krank sind und andere wiederum auch sehr oft und lang krank werden durch diese chaotischen Zustände. 

Die einzigen Leute die sich an dieser Einrichtung bereichern sind Gerüchten zufolge das Büro (Administration Akademie) und die Trainer haben es eigentlich auch nicht ganz ungemütlich.

Deshalb finde ich persönlich dass die Schulung entweder geschlossen werden soll, was Gerüchten zufolge bald geschehen wird wenn keine finanzielle Mitteln reinkommen. 

Oder es müsste in kompetente Hände übergeben werden die entweder nur eingeschränkte und behinderte Leute umschult oder Erwachsene und Ehrgeizige die wirklich einen Beruf erlernen wollen- es eine klare Trennung gibt.

Aber diese Firma lebt zum Großteil von den Förderungen und zusätzlich arbeitet jeder Umschüler 2 Wochen gratis in der Produktion - 8 Stunden an einer Maschine - eintönige Arbeit um dann in jeder 3. Woche für einige wenige

Stunden im Lehrsaal Theorie lernen zu dürfen und dann einige Grundübungen des Metallhandwerks in der Werkstatt kennenlernen darf. Von richtigen "Schlosserarbeiten" und brauchbarer Praxis fehlt jede Spur.

Ich habe wirklich keine Ahnung wer in solch einer Einrichtung die Fäden zieht und natürlich fühlt sich keiner für irgendetwas Verantwortlich und meist wird dem AMS die Schuld in die Schuhe geschoben.

Doch finde ich, dass auch die Einrichtung selbst sich selbst besser präsentieren und einige Verbesserungen selbst herbeiführen könnte wenn sie nur wollte.

Wie kann es sein dass Menschen mit so unterschiedlichen Einschränkungen und Bedürfnissen in ein und der selben Einrichtung "ausgebildet" werden.

Ich persönlich habe von Anfang an Gas gegeben und war immer da (bis auf die Krankenstände), verlässlich und pünktlich, vernünftig und ordentlich. Es war echt ein Herzenswunsch von mir einen so interessanten

Handwerksberuf im 2. Bildungsweg erlernen zu dürfen doch wurde ich massiv enttäuscht und dadurch nervlich angeschlagen.

Mit freundlichem Gruß 

und der Hoffnung dass es an der richtigen Stelle ankommt - wenn geht diese Einrichtung unter diesen Bedingungen nicht mehr zu fördern, Steuergelder zu verschwenden und unnötiges Leid verursachen zu lassen - was andere "Erwachsene" Umschüler ebenso sehen.

SÖB-Jobbörse AMS in Zusammenarbeit mit dem bbs - Netzwerk Beschäftigungsbetriebe Steiermark

Aktive Arbeits… am Mo., 14.09.2015 - 23:30
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Das AMS Graz veranstaltet immer wieder gemeinsam mit dem bbs, dem Dachverband der steirischen "sozialökonomischen Betriebe (http://www.bbsnet.at), SÖB Jobbörsen.

An der uns aus dem Jahr 2015 vorliegenden Zuweisung fallen folgende Punkte auf:

  • Mit der einleitenden Phrase "Sie haben mit uns die Teilnahme an einer Jobbörse vereinbart" soll über das grundlegenden Zwangsverhältnis beim AMS hinweg getäuscht werden und die Identifikation mit dem Unterdrücker gestärkt werden.

  • Bei der "Stellenzuweisung" fehlt die genaue Beschreibung der Arbeitsstelle. Es wird vorgetäuscht, dass es sich um eine reguläre Stelle handelt und nicht bloß um eine "Transitarbeitsstelle" zum vermutlich sittenwidrigen Pauschallohn mit einer "sozialpädagogischen Betreuung" die möglicherweise über die "engen Grenzen" der Zumutbarkeit nach § 9 AlVG geht. Wir empfehlen bei fehlenden Gehaltsangaben eine Anzeige nach § 10 Gleichbehandlungsgesetz (GlBG) beim Magistrat (am Land: Bezirkshauptmannschaft) zu machen!

  • Keinesfalls sind Sie verpflichtet, auf eine Jobbörse Ihren Betreuungsplan mit zu nehmen. Dieser geht potentielle ArbeitgeberInnen, auch SÖBs und GBPs, nichts an!

  • Und schon gar nicht sollten Sie Ihren Lebenslauf an den Dachverband der SÖBs schicken, denn dieser gibt ihn womöglich ohne Ihre Zustimmungserklärung, und somit illegal, Ihren Lebenslauf an SÖBs weiter, die dann Ihnen eine schlecht bezahlte "Transitarbeitsstelle" als "sich bietende Arbeitsgelegenheit" anbieten. Wenn Sie diese nicht annehmen, und der SÖB Sie ans AMS verpetzt, dann wird das AMS eine Bezugssperre von 6 Wochen (im Wiederholungsfall sogar 8 Wochen) über Sie verhängen!

Wir bitten auf jeden Fall Betroffene, die Ihren Lebenslauf an den bbs geschickt haben und dann von einem SÖB kontaktiert wurden, bei uns zu melden, damit wir gemeinsam eine Beschwerde bei der Datenschutzbehörde machen können!

Bei einem zufällig zustande gekommenen Augenschein im Dezember 2015 am Ende einer solchen SÖB Jobbörse ist nichts Gravierendes aufgefallen. Nach Aussagen der einiger noch anwesender Betroffener wurde bei dieser Veranstaltung niemand zu einer Unterschrift gezwungen.

Allerdings werden sich die SÖBs da in den besten Farben darstellen, auch wenn die Realität dann etwas anders ausschauen mag. Und viele Menschen kennen ihre Rechte nicht einmal im Groben, weshalb oft nicht auffällt, wenn man/frau um seine/ihre Rechte vorenthalten werden ...

Möglicherweise ist die AMS-Bürokratie einfach immer noch so in ihrer Blase gefangen, dass sie immer noch keine korrekten und sinnvollen Texte schreiben kann.

Caritas Werkstatt Steiermark - Carla Graz: Regeln der Zusammenarbeit

Aktiver Admin am Fr., 03.01.2014 - 17:21
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Wir empfehlen, keinesfalls diese zum Teil rechtswidrigen "Regeln der Zusammenarbeit" zu unterschreiben. Sie enthalten Regeln die das Arbeitsverhältnis als solches unzumutbar machen!

Folgende Passage sind unserer Meinung nach rechtswidrig bzw. nicht zumutbar:

"Ein weiterer Bestandteil der Dienstverwendung besteht in der Erfüllung von Aufträgen, die sich aus der sozialpädagogischen Zielarbeit ergeben"

"Bei der Erfüllung von Aufträgen aus der sozialpädagogischen Arbeit übernimmt auch die Sozialpädagogin eine Vorgesetztenfunktion"
Durch das Arbeitsrecht in keinster Weise gedeckt! Vorgesetzte dürfen nur arbeitsbezogene Anweisungen geben!

"Für Dienstschlüssel ist ein Kaution zu hinterlegen ... "
Ebenfalls rechtswidrig und bei einem Projekt für Armutsbetroffene eine unglaubliche Frechheit!

"Aus Sicherheitsgründen können jederzeit Alkoholtests durchgeführt werden"  !!!!
Eindeutig rechtswidriger Eingriff in die Persönlichkeitssphäre! Siehe OGH 9ObA23/15w

"Die Aufnahme einer Nebenbeschäftigung während des Projektaufenthalts (sic!) ist nicht vorgesehen." Eindeutig rechtwidrig - Nebenbeschäftigungen sind nur zu melden, dürfen aber nicht generell verbotgen werden! Siehe VwGH 2010/08/0123

"Änderung von Daten.  ... und das neue Dokument ist der Sozialpädagogin vorzulegen" (das geht die doch nix an, nur der Personalabteilung!)

"Der Besuch durch Bekannte und Verwandt während der Dienstzeit ist nicht gestattet - dies gilt auch für Kinder"
Sehr familienfreundlich und skurril, da mensch sowas ja nicht wirklich verhindern kann und den Schutz des Menschenrechts auf Familienleben nach Artikel 8 EMRK einschränkt!

"Entlassungsgründe"

Da erscheinen uns auch einige Punkte rechtlich so nicht gedeckt ... einmaliges Verlassen des Arbeitsplatzes ist wohl kein Entlassungsgrund

Übel: "Nichtbefolgen von Arbeitsanweisungen (auch von Sozialpädagogin)" !!!

Echt ein Hammer: "Alle Dokumente, die für ... die SozialpädagogIn während des Projektaufenthalts erforderlich sind, sind vor Ablauf des Probemonats zu erbringen."

Natürlich verstößt die Weitergabe von Daten (ohne Zustimmung) aus einem Arbeitsverhältnis sowohl gegen das Datenschutzgesetz als auch gegen die Fürsorgepflichten des Arbeitgebers.

Wer das unterschreibt, verzichtet auf wesentliche Rechte!

Siehe auch: