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Bericht über die Teilnahme am Momentum Kongress 2016 zum Thema Macht

Soumis par Karin Rausch le sam, 22.10.2016 - 19:02

Momentum 2016 zum Thema Macht Hallstatt 13. bis 16. Oktober 2016 ein Bericht von Karin Rausch Das Thema MACHT und die damit verbundenen Ungleichverhältnisse in Rechtsprechung und Ressourcenverteilung innerhalb der Bevölkerung wäre für uns teilnehmende Mitglieder von Aktive Arbeitslose Österreich natürlich ein „gefundenes Fressen“ gewesen. Weil unser nachhaltig arbeitendes Team leider noch immer sehr klein ist und aufgrund der vielen tagespolitischen Themen unsere Ehrenamtszeit schon zur Gänze ausgeschöpft war, konnten wir dazu keine aussagekräftigen Paper einreichen und fuhren lediglich im Status der Gäste zum Kongress.

Zumindest nahm ich mir vor, die Praxisprobe aufs Exempel zu machen, fertigte zu Hause noch eine Menge lustiger Zwergenmützen (das Erkennungszeichen des/der kleinen Mannes/Frau), um zumindest aufzuzeigen, dass viele kleine Zwerge (Synonym für Ottilie Normalverbraucher und Otto Normalverbraucherin) im Falle ihres Zusammenschlusses innerhalb einer sozialen Bewegung genügend Macht hätten, den, durch den Besitz von Geld Mächtigen, Parole bieten zu können.

Die Herren und Damen Wissenschaftlerinnen und Studentinnen des Tracks 4 „Macht sozialer Bewegungen“ rollten also nicht schlecht mit den Augen, als ich meine mit einer grossen Trockengrasblume verzierte orange Zwergenmütze im Zuge der Vorstellungsrunde auf den Kopf setzte und mich mit den Worten: „Ich bin Agrim Zwergengroß und MÄCHTIG (Sprechpause) stolz darauf; ein Zwerg zu sein!“ vorstellte und in groben Zügen den Sinn und das Anliegen meiner Anwesenheit erklärte.

Damit erreichte ich natürlich zunächst nicht viel, ausser, dass die Gesprächsleiter bei Handzeichen für Wortmeldungen von Martin und mir immer ein wenig zusammenzuckten.

Die Tagesordnung für die kommenden Tage sah vor, dass zu den Themen „Protestformen im postsozialistischen Rumänien“, „Diskurs, Macht und Identität. Zur Prozessualität der Identitätsbildung durch Dekonstruktion, Rekonstruktion und Aneignung hegemonaler Diskurse am Beispiel der Paralyars in Tamil Nadu“, „Für eine offene Gewerkschaft – Zur Bedeutung des Zusammenhangs für gewerkschaftliche Erneuerung“, „Arbeit und Leben“, „Das Erbe von Occupy“, „Soziale Bewegungen als organisatorische Multiplizität: Das Beispiel globaler Dschihadismus“, „Wie lässt sich linke Gegenmacht organisieren?“, „Rojava“ und „Von links nach rechts und zurück? Soziale Bewegungen, zivilgesellschaftlicher Protest und sozialer Reformismus in Brasilien“ wissenschaftlich erforschte Berichte in Form 20minütiger Inputreferate und nachfolgender Diskussion gemeinsam durch gedacht und erörtert wurden.

Meine persönliche Conclusio aus diesen Vorträgen: Die wissenschaftliche Aufbereitung wurde, was für die Teilnahme an einem wissenschaftlichen Kongress eigentlich Voraussetzung ist, nicht erfüllt! Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich mich nicht sorgen zu brauchen, dass das von mir angedachte Thema, der Bericht über die „Pomeranza Alternatyva“ (die Orange Alternative im Polen der 80iger Jahre) und deren Wiederbelebung in Österreich durch die Zwergenfreiheit, durch mich zu wenig wissenschaftlich aufbereitet worden hätte sein können und hätte ich problemlos dazu ein Paper einreichen können, das zumindest nicht schlechter abgeschnitten hätte, als jene, welche tatsächlich präsentiert wurden.

Ein englisches Sprichwort sagt: „Don’t cry over spilled milk!“ Das werde ich mir zu Herzen nehmen und mit der vergebenen Chance, das Referat nicht gehalten zu haben, nicht länger hadern. Noch dazu, wo ich am letzten Abend der Konferenz beim Sammeln von Unterschriften für die Petition zur Wertsicherung beim Arbeitslosengeld und Notstandshilfe noch ein sehr erbauliches Erlebnis hatte, als ein Teilnehmer vom Vorjahr zu mir sagte, dass er noch immer an meinen tollen Vortrag zum Thema „2. Arbeitsmarkt – Profit unter dem Mäntelchen Gutes zu tun“ denken müsse und mir noch einmal ein herzliches Danke dafür sagte.

Ausserdem freue ich mich über rund 40 gesammelte Unterschriften für die Petition, den Druck meines Statements über die Beweggründe zur Teilnahme in der Momentum Zeitung und, dass den Asiatinnen in Hallstatt meine Zwergenmützen gefallen haben. Die nächste Chance auf die Einreichung eines Papers bei Momentum 2017 zum Thema Vielfalt lebt. Wäre schön, wenn sich auch andere, fähige Mitglieder aus unserem Kreis angesprochen fühlen und selbst aktiv werden. Gerne gebe ich meine Erfahrung dazu weiter und unterstütze finanzschwache Teilnehmerinnen bei der Findung möglicher Lösungen!

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