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Offener Brief an das AMS bezüglich Mißstände bei itworks: Antwort der Arbeiterkammer Wien

Aktiver Admin am Fr., 13.03.2015 - 17:58
Angaben zum Brief
Brief Adressat
Brief abgesendet

Von: "AM" <AM@akwien.at>
Gesendet: Friday, 13 March, 2015 09:41
An: "*****" <******>
Betreff: Ihre Anfrage

Sehr geehrter Herr G., zu der Schilderung Ihrer Erfahrungen vom 9.3.2015 bei gemeinnützigen Arbeitskräfteüberlassern, möchten wir Ihnen hiermit eine kurze schriftliche Stellungnahme zukommen lassen. Die gemeinnützige Arbeitskräfteüberlassung ist ein arbeitsmarktpolitisches Instrument, das arbeitsuchenden Menschen helfen soll, wieder in den Arbeitsmarkt einzusteigen. Bevor ein Kunde ein Dienstverhältnis zu einem gemeinnützigen Arbeitskräfteüberlasser eingeht, ist eine Vorbereitungsmaßnahme zu absolvieren, um mit den TeilnehmerInnen an einem beruflichen Integrationsplan zu arbeiten und eine individuelle Betreuung bei der Jobsuche zu ermöglichen. Hier sollte auch Platz für Eigeninitiative sein, der Träger darf eine Beschäftigungsaufnahme eines durch Eigeninitiative gefundenen Arbeitsplatzes nicht verhindern. Obwohl die Träger bemüht sind homogenere Gruppen zusammenzustellen, ist es natürlich angesichts des heterogenen Arbeitsuchendenpotenzials nicht immer möglich.

Sie sind nach dem Arbeitslosenversicherungsgesetz dazu verpflichtet, dass Sie eine nach dem AlVG zumutbare Beschäftigung annehmen, um die Arbeitslosigkeit zu beenden. Eine Beschäftigung bei einem gemeinnützigen Arbeitskräfteüberlasser gilt prinzipiell als zumutbare Beschäftigung. Mehr Informationen dazu finden Sie in unserem Ratgeber „Arbeitslos – was nun?“ (download über die Homepage der AK Wien:

http://media.arbeiterkammer.at/wien/PDF/Publikationen/Arbeitslosigkeit/Arbeitslos_Was_nun.pdf). 

Auf der politischen Ebene setzen wir uns dafür ein, dass im Zuge einer AlVG-Reform die Zumutbarkeits- und Verfügbarkeitsbestimmungen modernisiert werden, um Arbeitssuchprozesse besser zu unterstützen, Dequalifizierung zu vermeiden und eine negative Einkommensentwicklung für die Menschen selbst aber auch im volkswirtschaftlichen Interesse zu verhindern. Wir würden Ihnen empfehlen, nochmals mit Ihrem/r Berater/in das Gespräch zu suchen, ob es noch alternative Möglichkeiten für Sie gibt. Wir wünschen Ihnen für die Arbeitsuche alles Gute und verbleiben

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