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Schluss mit dem destruktiven Dogma vom (ewigen) Wirtschaftswachstum!

Aktiver Admin am Di, 24.10.2017 - 18:40

Geradezu gebetsmühlenartig wird in der Politik das Dogma von „Wirtschaftswachstum schafft Ar­beitsplätze“ stets wiederholt, obwohl die derzeit herrschende Mehrfachkrise eine Folge des vom Ka­pital geschaffenen Wachstumszwangs ist.

Das Dogma vom Wirtschaftswachstum bedeutet konkret für uns ArbeitnehmerInnen:

  1. Wachsender Konkurrenz- und Leistungsdruck in der Arbeit, der bis zum Burn-Out führen kann, Ansteigen arbeitsbedingter Krankheiten insbesondere psychische Krankheiten

  2. Vermehrtes Abdrängen von Arbeitnehmerinnen in prekäre Beschäftigungen (Teilzeitar­beit) und Niedriglöhne

  3. Unterwerfung von immer mehr Lebensbereichen unter die Verwertungslogik des Kapi­tals, was letztlich zu massiven Preissteigerungen führt

  4. Vermehrte „Privatisierung“ von Gemeingütern und gesellschaftlichen Ressourcen (Infra­struktur) was zu massiven Preissteigerungen führt (siehe Mieten!)

  5. Verschlechterung der Qualität und Verkürzung der Lebensdauer von Produkten („ge­plante Obsoleszenz“)

  6. Druck zu vermehrten, individualisierten Konsum = steigende Verschwendung von Res­sourcen und erhöhte Umweltverschmutzung

  7. Künstliche Erhöhung der Lebenskosten

Wie die Entwicklung von Einkommen und Vermögen der vergangenen Jahrzehnte zeigen, kommt der Ertrag dieser Art von Wirtschaftswachstum fast ausschließlich den oberen 1 - 10% zugute. Die unte­ren Einkommensschichten haben trotz Wirtschaftswachstum Reallohneinkommensverluste bei gleichzeitiger Erhöhung der Lebenskosten hinzunehmen.

Die Vollversammlung der AK Wien fordert die Regierung auf, echte Alternativen zum auf Wachstums­zwang bestehenden kapitalistischen/neoliberalen Wirtschafts- und Gesellschaftssystem zu suchen, die unter anderem auf auf folgenden Prinzipien aufbauen:

  1. Kooperation statt Konkurrenz, Demokratisierung der Wirtschaft.

  2. Förderung der Nutzung gemeinsamer Ressourcen („Commons“) statt zwanghaft indi­vidualistischen und vereinzelnden Konsumzwang.

  3. Möglichst dauerhafte und leicht reparierbare/wiederverwendbare Produkte.

  4. Verringerung von Abhängigkeiten und Stärkung der Autonomie der ArbeitnehmerIn­nen/KonsumentInnen

  5. Demokratische Rückvergemeinschaftung „privatisierter“ Ressourcen und Betriebe.

  6. Entwicklung eines demokratisch kontrollierten Geldsystemsohne Wachstums­zwang.

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